Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Auditorium Netzwerk Fachkongresse W2 - "Macht und Abhängigkeit"

W2 - "Macht und Abhängigkeit"


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Das Machtstreben - ein Grundkonzept der Individualpsychologie

Ulrike Lehmkuhl und Gerd Lehmkuhl

Prof. Dr. Ulrike Lehmkuhl und Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl: Für ADLER stellt das Machtstreben eine Kompensation erlebter Unsicherheit und Ohnmacht dar. Als ein wichtiger Baustein seiner dialektischen Neurosenlehre lässt es sich als ein unbewusster intrapsychischer Vorgang verstehen, der zur Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls beiträgt. Insuffizienzerlebnisse verstärken und prägen "gefühlte oder vermeintliche Minderwertigkeit körperlich oder seelisch zu überwinden betrachtet (Adler 1937). Die theoretische Beziehung von individualpsychologischen Begriffen wie Aggressionstrieb, Zärtlichkeitsbedürfnis, Kompensation und männlichem Protest zu psychoanalytischen Konstrukten soll ebenso herausgearbeitet werden wie der bezug zu psychotherapeutischen Situationen. Vortragsreihe im Rahmen der 49. Lindauer Psychotherapiewochen "Bindung und Lösung / Macht und Abhängigkeit", 18. - 30. April 1999, mehr als 4 Stunden auf 5 DVDs oder als Sofortdownload (524 MB video)


Die Machtstrukturen in Institutionen

Otto Kernberg

Prof. Dr. Otto Kernberg: Die Ausübung von Macht ist ein wichtiger, unvermeidbarer Bestandteil von Führungseigenschaften und erfordert von der Führungspersönlichkeit, dass sie gut mit den aggressiven Anteilen der eigenen Persönlichkeit umgehen kann. Macht definiert als die Fähigkeit, in Institutionen organisatorische Aufgaben zu übernehmen und zu leisten stammt aus vielen Quellen: Zum einen ist es die Autorität, die dem Leiter aus seiner Führungsrolle in der Institution zufließt, dann die Autorität, die auf den Eigenschaften seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten basiert, weiterhin die Autorität, die von den Fachkollegen oder anderen Gruppen an ihn delegiert wird, nicht zuleztz das Projizieren von Aggression auf ihn als Teil der paranoiden Dimension, aber auch die auf ihn gerichtete Idealisierung als Teil der narzisstisch-abhängigen Dimension in organisatorischen Prozessen...