Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Auditorium Netzwerk Fachkongresse Lindauer Psychotherapiewochen

Lindauer Psychotherapiewochen


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Transgender-Medizin

Gudrun Rosenberger

Vortrag zum Wochenthema "Facetten des Geschlechts und Psychotherapie" Transgender-Medizin - Zwischen ethischer Verantwortung, State-of-the-Art-Wissenschaft und der Kraft der Liebe Die Behandlung und Begleitung von Transpersonen stellt eine der komplexesten Herausforderungen der modernen Medizin dar. In diesem einfühlsamen und zugleich fachlich fundierten Vortrag teilt Gudrun Rosenberger, Fachärztin für Psychiatrie und Sexualmedizinerin, ihre langjährigen Erfahrungen aus der Transgender-Ambulanz in Innsbruck. Sie beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der notwendigen Entpathologisierung und der medizinischen Realität, in der Behandler oft als "Gatekeeper" fungieren. Rosenberger plädiert für eine Medizin, die über Leitlinien hinausgeht und das Herz miteinbezieht...


Chronischer Schmerz und seine psychosomatische Behandlung

Wolfgang Merkle

Die unterschiedlichen Ausgestaltungen des chronischen Schmerzes sollen praxisnah anhand von Fällen dargestellt werden: Was macht den chronischen Schmerz aus? Wofür ist das Symptom gut? Wie erreichen wir die Patientin oder den Patienten? Dabei wird auf die behandlungstechnischen Probleme in Form der Gegenübertragungsprobleme (Ohnmacht, Hilflosigkeit, Gefühl des Manipuliertwerdens, Entwertungsgefühl) eingegangen. Die Teilnehmenden sollten selbst in Klinik oder Praxis mit den Problemen der Patientinnen und Patienten konfrontiert sein. Das Seminar gliedert sich in folgende Abschnitte: Psychodynamische Aspekte der chronischen Schmerzerkrankung, Probleme in der ambulanten Einzeltherapie, Vorstellung der Therapieelemente im stationären Setting (insbes. Kunsttherapie, Konzentrative Bewegungstherapie), Rolle der Traumatisierung und des EMDR, Interdisziplinäre multimodale Kurztherapie mit der Anästhesie zusammen...


Ressourcenorientierte Psychodynamische Therapie

Wolfgang Wöller

Das Seminar will ein zeitgemäßes Verständnis psychodynamischer Psychotherapie vermitteln, das den Reichtum des psychoanalytischen Erfahrungswissens bewahrt und gleichzeitig den Ergebnissen der empirischen Psychotherapieforschung Rechnung trägt. Vor dem Hintergrund der Befundlage der modernen Neurowissenschaften, die uns unmissverständlich auf die Bedeutung positiver Emotionen für das neuronale Wachstum und die Regulation von Beziehungen hingewiesen hat, kommt dem Wirkprinzip der Ressourcenaktivierung eine besondere Bedeutung zu. Es bildet die Grundlage für eine sichere und kooperative therapeutische Beziehung und stellt zahlreiche therapeutische Elemente zur Verfügung, die wir brauchen, um unzureichend verfügbare Ich-Funktionen der Selbst- und Beziehungsregulation zu restituieren und abgespaltene traumatische Erinnerungsfragmente in die Repräsentanzenwelt des Alltags zu integrieren. Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt...


Musik und Psyche

Eckart Altenmüller

Neurobiologische Grundlagen der Musikwirkungen Zunächst wird der aktuelle Forschungsstand zu den vielfältigen Wirkungen von Musik auf die Psyche besprochen. Indikationen und Methoden der Musiktherapie werden dargelegt: Musik kann emotionale Erinnerungen aktivieren und bei Menschen mit Demenz personale Identität und biographische Kohärenz bewirken. Über die Aktivierung der Neuroplastizität des Gehirns und Stressreduktion kann Musik verlorene Funktionen in der Therapie bei Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen wieder zugänglich machen. Bei Affektstörungen und Kommunikationsstörungen ist Musik entweder direkt als Kommunikationsmittel wirksam oder kann mit verschiedenen Methoden den Zugang zum Innenleben der Betroffenen ermöglichen. Psychotherapeutische Musiktherapie benötigt daher individualisierte Beziehungsarbeit. Im Seminar wird viel Musik gehört und über die vielschichtigen, durch Musik ausgelösten Emotionen und Erinnerungen diskutiert...


Psychodynamische Psychosentherapie ist wirksam

Dorothea von Haebler

Theorie, Modifikation und Anwendung Die modifizierte psychodynamische Psychosentherapie (MPP) basiert auf dem theoretischen Konstrukt eines Dilemmas: Sowohl Nähe wie auch Distanz bedrohen die Kohärenz des Ich. Das Dilemma zeigt sich bei Menschen mit Psychosen im interpersonellen Raum und damit auch im therapeutischen Kontext. Modifikation in Kontaktgestaltung, therapeutischer Haltung und bewusste Nutzung der Gegenübertragung ermöglichen einen Zugang. Ein psychosespezifischer "Werkzeugkasten" wird durch Fallbeispiele veranschaulicht. Dieser ermöglicht klinische Nutzung und die oft fehlende Lehre der Methode. Darüber hinaus werden Anwendung und Weiterentwicklung in Einzel- und Gruppentherapien und eine spezifische Diagnostik zu Trauma-Psychose-Zusammenhängen vorgestellt. Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt. Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Wachstum und Reifung", 19. - 24...


Wachstum durch Beziehung und Verantwortung - Schule im Aufbruch

Margret Rasfeld

Vortrag zum Wochenthema "Bildung und Reifung über die Lebensspanne" Schuldrama und Transformation - Wege aus der Ohnmacht zu Selbstwirksamkeit und Verantwortung Das aktuelle Schulsystem steht vor einer Zerreißprobe. Während psychische Belastungen, Zukunftsängste und das Gefühl von Ohnmacht unter Jugendlichen dramatisch zunehmen, hält der klassische Lehrplan oft starr an Strukturen fest, die eher auf "Funktionieren" als auf Entfaltung ausgerichtet sind. Margret Rasfeld, ehemalige Schuldirektorin und Mitbegründerin der Bewegung "Schule im Aufbruch", gibt in diesem tief bewegenden Vortrag dem Schmerz im System eine Stimme. Sie zeigt auf, wie Schule durch Leistungsdruck und Standardisierung zur "Entfremdungsmaschine" werden kann – und bietet gleichzeitig visionäre Auswege an. Ein Plädoyer für eine Bildungsrevolution, die Herzensbildung, Beziehung und echtes Handeln in den Mittelpunkt stellt...


Human?medizin - Medizinstudium zwischen Bildung und Ausbildung

Pascal Berberat

Was macht einen guten Arzt, eine gute Ärztin aus und warum verlieren so viele Medizinstudierende auf dem Weg dorthin genau das, was sie einst angetrieben hat? Dieser Vortrag stellt eine unbequeme Frage ins Zentrum: Hat die moderne Medizin in ihrem naturwissenschaftlichen Fortschritt den Menschen aus dem Blick verloren und damit auch sich selbst? Der Referent, Medizindidaktiker und ehemaliger Viszeralchirurg, nimmt sein Publikum mit auf eine ehrliche Reise durch das Medizinstudium: von der Erstsemesterbegeisterung über den schleichenden Verlust von Empathie und Idealen bis hin zu den über einem Drittel der Ärzteschaft, die ernsthaft über einen Berufsausstieg nachdenken. Er zeigt, wie ein rein naturwissenschaftliches Ausbildungsmodell Studierende systematisch darin hindert, Patienten als Subjekte wahrzunehmen und sich selbst als solche zu verstehen...


Detransition – Erfahrung und Forschung

Elie Vandenbussche

Was passiert, wenn Menschen ihren Transitionsweg verlassen oder grundlegend hinterfragen? Dieses Thema ist wissenschaftlich noch wenig erforscht, gesellschaftlich kaum sichtbar und für Betroffene oft mit tiefer Isolation verbunden. Die Referentin nähert sich dem Thema aus drei Perspektiven zugleich: als Soziologin, als Gründerin des Sensibilisierungsprojekts Post-Trans und als Person, die selbst eine Detransition durchlebt hat. Sie schildert ihren eigenen Weg von frühen Identitätsfragen über eine medizinische Transition ab 16 Jahren bis hin zur Entscheidung, mit 20 die Hormonbehandlung abzubrechen und die eigene Geschichte neu zu verstehen. Anhand von Erfahrungsberichten aus dem Projekt Post-Trans und den Ergebnissen einer eigenen Studie mit 237 Teilnehmenden zeichnet sie ein differenziertes Bild: Detransition ist keine einfache Rückkehr, sondern ein komplexer Prozess, der psychologische, soziale, medizinische und rechtliche Bedürfnisse mit sich bringt...


Bildungsprozesse

Annabell Daniel

Bildung gilt als Menschenrecht und Versprechen auf Chancengleichheit, doch die Realität sieht anders aus. Dieser Vortrag zeigt mit empirischer Klarheit, wie früh und wie tief soziale Ungleichheiten im Bildungsverlauf verankert sind: Lange bevor ein Kind die Schule betritt, bereits im Alter bis zwei Jahren. Die Erziehungswissenschaftlerin und Bildungsforscherin zeichnet nach, wie sich Unterschiede in familiären Ressourcen durch das gesamte Bildungssystem ziehen. Vom Wortschatz im Kleinkindalter über die Gymnasialempfehlung bis zur Frage, wer sich ein Studium überhaupt zutraut. Besonders aufschlussreich ist ihr Blick auf die sogenannten Erstakademikerinnen und Erstakademiker: junge Menschen, die als Erste in ihrer Familie den Weg an die Universität wagen und dort auf eine Kultur treffen, die ihrer Sozialisation oft fundamental widerspricht...


Persönlichkeitsentwicklung

Wiebke Bleidorn

Ist die Persönlichkeit ab 30 in Stein gemeißelt oder doch eher wie Knetgummi? Die renommierte Persönlichkeitspsychologin räumt in diesem Vortrag mit einem der hartnäckigsten Mythen der Psychologie auf. Mit Daten aus über 200 Studien und einer eigenen Untersuchung mit 166.000 Personen zeigt sie, dass Menschen die Veränderbarkeit von Persönlichkeit systematisch unterschätzen und warum das Konsequenzen hat. Sie führt durch die Grundlagen der Big-Five-Persönlichkeitsforschung, erklärt, wie und warum sich Eigenschaften wie emotionale Stabilität, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit im Laufe des Lebens verändern, und stellt das Phänomen der Persönlichkeitsreifung vor...


Posttraumatisches Wachstum bei Kindern und Erwachsenen

Silvia Exenberger-Vanham

Vortrag zum Wochenthema "Wachstum und Psychotherapie" Kann aus traumatischen Erfahrungen echtes Wachstum entstehen? Und wenn ja, wie sieht das in verschiedenen Kulturen und Altersgruppen aus? Die Klinische Psychologin und Forscherin nähert sich diesen Fragen mit einem beeindruckend breiten Blick: theoretisch fundiert, empirisch belegt und durch eigene Feldforschung in Österreich, Deutschland, Sierra Leone und Indien geerdet. Sie erklärt den Unterschied zwischen posttraumatischem Wachstum und Resilienz, stellt das Konzept der posttraumatischen Minderung als notwendiges Pendant vor und zeigt, warum beides gleichzeitig existieren kann. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der Frage, ab wann Kinder überhaupt die kognitiven Voraussetzungen für Wachstumserfahrungen mitbringen und wie sich das in der Forschungspraxis messen lässt...


Wie sich Therapeutinnen und Therapeuten entwickeln (können)

Bernhard Strauß

Vortrag zum Wochenthema "Wachstum und Psychotherapie" Der Psychotherapeut als "unbekanntes Wesen": Effekte, Entwicklung und Risiken der Behandlerperson Lange Zeit konzentrierte sich die Psychotherapieforschung primär auf Methoden und Techniken. Doch wer ist eigentlich die Person hinter der Couch? Prof. Dr. Bernhard Strauß, einer der international renommiertesten Forscher im deutschen Sprachraum, widmet sich in dieser Aufnahme der "unbekannten Variable" im Heilungsprozess: dem Therapeuten selbst. Auf Basis großer Datensätze und jahrzehntelanger Forschung räumt er mit Klischees auf und zeigt, warum die Person des Behandlers oft entscheidender für den Erfolg ist als die Methode selbst. Strauß verbindet wissenschaftliche Evidenz mit einer scharfen berufsethischen Selbstreflexion und scheut sich nicht, auch die Schattenseiten – von der Selbstüberschätzung bis zum empathischen Versagen – klar zu benennen...


Koevolution im Paar und in der Paartherapie

Bernadette Ruhwinkel

Vortrag zum Wochenthema "Wachstum und Psychotherapie" Was bedeutet es, in einer Zweierbeziehung wirklich zu wachsen und was steht diesem Wachstum im Weg? Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie führt in diesem Vortrag in das Konzept der Co-Evolution ein, das der Schweizer Paartherapeut Jürg Willi in der ökologisch-systemischen Therapie verankert hat. Sie beginnt mit einem zeitgenössischen Blick: Wohin entwickeln sich Paarbeziehungen in einer Kultur, die Autonomie, sofortige Bedürfnisbefriedigung und immer mehr Alternativen – von Polyamorie bis zum humanoiden Roboter – in den Vordergrund stellt? Und weicht diese Entwicklung vielleicht dem eigentlich Anspruchsvollsten aus: der wirklich nahen, ausschließlichen Zweierbeziehung? Co-Evolution, so die Referentin, ist keine harmonische Idylle, sondern die Kunst des gemeinsamen Wachsens durch gegenseitige Herausforderung, Begrenzung und Resonanz...


Meine Geschichte der (Trauma)Psychotherapie

Ulrich Sachsse

Was bewegt einen Menschen dazu, sich über Jahrzehnte mit den schwierigsten Patienten und den dunkelsten Themen der Psychiatrie zu beschäftigen, und wie hat sich das Verstehen dabei selbst verändert? In dieser persönlichen Rückblicksvorlesung lässt der renommierte Psychiater, Psychoanalytiker und Traumatherapeut die Geschichte seines klinischen und theoretischen Denkens lebendig werden: von den 68er-Jahren in Göttingen über die frühen Begegnungen mit selbstverletzendem Verhalten bis hin zur Entwicklung eines differenzierten Verständnisses von Borderline-Persönlichkeitsstörungen und komplexen Traumafolgestörungen. Er zeigt, wie therapeutische Mythen – von der Nachreifungsidee bis zum Traumamodell – die Arbeit der jeweiligen Jahrzehnte geprägt haben, und wie die Diskrepanz zwischen wachsendem Verstehen und wachsender therapeutischer Hilflosigkeit immer wieder neue Denkbewegungen ausgelöst hat...


ADHS: von der Neurobiologie zur Psychotherapie

Alexandra Philipsen

Was wirkt bei ADHS im Erwachsenenalter wirklich, und was nicht? In diesem Vortrag nimmt die Expertin die psychotherapeutische Behandlung von ADHS unter die Lupe: Was leistet kognitive Verhaltenstherapie, was leistet Medikation, und was bringt die Kombination? Sie stellt zentrale Therapiemodule vor, präsentiert aktuelle Studienergebnisse, darunter eine eigene große Meta-Analyse zur Alltagsfunktionalität und Lebensqualität, und zeigt, wo KVT ihre Stärken hat und wo sie an Grenzen stößt. Besonders aufschlussreich sind ihre Befunde zum Stufenkonzept der Behandlung: Nicht jeder braucht sofort Medikation, aber wer nicht auf Psychoedukation anspricht, profitiert klar davon. Auch das viel diskutierte Neurofeedback wird kritisch bewertet. Abgerundet wird der Vortrag durch einen Ausblick auf digitale Interventionen und die Frage, wie App-basierte Unterstützung die therapeutische Arbeit sinnvoll ergänzen kann...


Sinn und Werte (in) der Schönen Literatur

Alexandra Pontzen

Vortrag zum Wochenthema "Psychotherapie und Psychedelika" Die Diskussion um Werte und ihre Bedeutung für Individuum und Gesellschaft beschäftigt die Philosophie seit der Antike, oft verknüpft mit der Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens. Die medialen, politischen und sozialen Umbrüche unserer Gegenwart stellen alte Wertordnungen in Frage und erschweren die Orientierung. Die Vorlesung gibt einen Überblick über den Wertewandel, den Werke der Schönen Literatur aus verschiedenen Epochen dokumentieren und zeigt exemplarisch, wie Einzelne, Familien oder ethnische Gruppen sich mit gesellschaftlichen Normen, persönlichen Überzeugungen und existenziellen Fragen auseinandersetzen, wenn sie nach einem Sinn für ihr Dasein suchen. Dass und wie die Literatur selbst Wertgarantin und Sinngeberin sein kann, soll ebenfalls gezeigt werden. Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt. Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76...


Die neue Psychosomatik der Körperbeschwerden

Peter Henningsen

Körperbeschwerden ohne klaren Organbefund, das kennen viele Patientinnen und Patienten, und viele Ärztinnen und Ärzte. Doch was steckt wirklich dahinter, wenn Schmerzen, Erschöpfung oder Funktionsstörungen sich einer eindeutigen Diagnose entziehen? Dieser Vortrag lädt dazu ein, das klassische Entweder-oder-Denken, organisch oder psychisch, hinter sich zu lassen und ein wirklich biopsychosoziales Verständnis von Körperbeschwerden zu entwickeln. Der Referent zeigt, dass funktionelle Beschwerden keineswegs "nur" Befindlichkeitsstörungen sind: Empirische Studien belegen, dass sie die Lebensqualität teils stärker beeinträchtigen als klar definierte organische Erkrankungen. Ausgehend von den traditionellen Erklärungsmodellen, darunter das psychogene Modell Franz Alexanders und das biopsychosoziale Modell nach George Engel, arbeitet er heraus, wo diese zu kurz greifen und was ein zeitgemäßes Verständnis ausmacht...


Bindung und ADHS im Kindes- und Jugendalter

Manuela Gander

Bedeutung für die Psychotherapie Welche Rolle spielen Bindungsmuster bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS und was bedeutet das für die Psychotherapie? Die Bindungsforscherin und Kinder- und Jugendpsychiaterin nähert sich dem viel diskutierten Störungsbild ADHS aus einer Perspektive, die in der ADHS-Forschung oft zu kurz kommt: der Bindungsperspektive. Sie führt zunächst in die Grundlagen der Bindungsforschung ein, erklärt das klinisch besonders relevante desorganisierte Bindungsmuster und zeigt, wie es in der Jugendpsychiatrie mit psychischen Erkrankungen zusammenhängt. Anschließend beleuchtet sie bekannte Risikofaktoren für ADHS auf Eltern- und Kinderebene sowie psychodynamische Erklärungsmodelle für Hyperaktivität, Impulsivität und Aufmerksamkeitsprobleme...


Sinn und Trauma

Andreas Maercker

Vortrag zum Wochenthema "Sinn und Un-Sinn in der Psychotherapie" Wie kann Psychotherapie die therapeutische Beziehung nutzen, um Sinn zu finden, auch da wo er allein nicht gesehen werden kann? Auch die Frage, ob und wie Sinnlichkeit als Sinn, der vom Körper ausgeht oder durch den Körper zum Ausdruck kommt, verstanden werden kann, ist psychotherapeutisch hochrelevant. Nicht selten ist es in der Psychotherapie die Aufgabe, einer zunächst völlig sinnlosen traumatischen Erfahrung Sinn zu verleihen, indem eine Integration in ein kohärenteres Selbst- und Weltbild angestrebt wird. Genau hier gibt es in der Psychoanalyse eine Position, die davor warnt, vorschnell zu verstehen. Der Verzicht auf vorzeitige Sinnschauung öffnet einen Raum, in dem Sinn wachsen kann. Die Deutung als per definitionem Sinn stiftende Intervention erhält ihren Platz und die Therapieziele "Integration der Persönlichkeit" und "Verbesserung der Mentalisierungsfähigkeit" bleiben legitim...


Sinn und Gesundheit

Tatjana Schnell

Empirische Erkenntnisse zu einer existenziellen Ressource Vortrag zum Wochenthema "Facetten des Sinns" Was hat Lebenssinn mit körperlicher und psychischer Gesundheit zu tun, und was sagt die Forschung dazu? Die führende europäische Sinnforscherin gibt in diesem Vortrag einen fundierten Überblick über das, was die empirische Psychologie heute über Sinn weiß – und was ihn von verwandten Konzepten wie Glück, Hoffnung oder Depression unterscheidet. Sie zeigt, wie Sinnerfüllung operationalisiert und gemessen wird, welche vier Elemente sie ausmachen – Kohärenz, Orientierung, Bedeutsamkeit und Zugehörigkeit – und warum Sinn kein gutes Gefühl im Moment ist, sondern etwas, das sich meist erst im Rückblick zeigt. Die Befundlage ist eindrücklich: Wer sein Leben als sinnvoll erlebt, hat ein geringeres Sterblichkeitsrisiko, ein stärkeres Immunsystem, ein gesünderes Verhalten und kommt besser durch Krisen...


Berührung und Gemeinschaft

Ilona Croy

Vortrag zum Wochenthema "Facetten des Sinns" Warum fühlen wir uns nach einer Umarmung besser? Warum beruhigt ein sanftes Streicheln über den Rücken ein weinendes Kind und warum hilft es nur dem, der berührt wird, nicht dem, der berührt? Die Sinnesforscherin und klinische Psychologin nimmt ihr Publikum mit auf eine faszinierende Reise in die Neurobiologie der Berührung: Sie stellt den kaum bekannten Sinn der C-taktilen Nervenfasern vor: Ein eigenes sensorisches System in unserer Haut, das speziell auf langsames, sanftes Streicheln reagiert und direkt mit Belohnungssystemen, Herzrate und Stressreduktion verbunden ist. Mit eleganten Experimenten zeigt sie, wie Berührung Schmerz lindert, das Cortisol senkt, Vertrauen schafft und soziales Verhalten grundlegend beeinflusst, und das nicht nur beim Menschen. Daten aus 42 Ländern und 15.000 Befragten machen deutlich, wie stark kulturelle, geschlechtliche und religiöse Faktoren beeinflussen...


Participatory Sense-Making - Sinn entsteht im Zwischen

Thomas Fuchs

Vortrag zum Wochenthema "Facetten des Sinns" Was geschieht in jenen Momenten einer Therapiestunde, in denen sich plötzlich etwas verändert? Nicht durch eine gezielte Deutung, sondern durch eine Pause, einen Blick, ein geteiltes Schweigen? Der Philosoph und Psychotherapeut entwickelt in diesem Vortrag eine faszinierende Perspektive auf das therapeutische Geschehen: Sinn entsteht nicht im Inneren eines einzelnen Menschen, sondern im Zwischenraum der Begegnung, im lebendigen Zusammenspiel zweier verkörperter Subjekte. Ausgehend von der verkörperten und handlungsbezogenen Kognition zeigt er, wie soziale Wahrnehmung, Empathie und Verstehen primär über leibliche Resonanz, Affektabstimmung und dynamische Kopplung entstehen und nicht über innere Modelle oder Schlussfolgerungen...


Zugänge mit Logotherapie und Existenzanalyse

Alfried Längle

Was ist Sinn – und wie finden wir ihn? Alfred Längle, Schüler und langjähriger Mitarbeiter Viktor Frankls und Pionier der Existenzanalyse, führt in diesem Vortrag tief in das Herzstück der Logotherapie ein. Er unterscheidet zunächst die große ontologische Sinnfrage, warum bin ich überhaupt auf der Welt?, von der kleinen existenziellen Sinnfrage des Alltags: Wozu tue ich das hier und jetzt? Sinn, so zeigt er, ist kein Konstrukt, das man sich zurechtlegt, sondern eine Richtung, die gefunden werden will und die wir mit einem feinen inneren Detektor spüren, lange bevor wir sie rational begreifen. Frankls bekanntes Nietzsche-Zitat „Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie" bekommt hier klinisches Gewicht: Sinnlosigkeit führt in die Verzweiflung, während ein erlebter Sinn selbst schwerste Lebenssituationen tragbar macht...


Psychedelika in der Psychotherapie

Gregor Hasler

Vortrag zum Wochenthema "Psychotherapie und Psychedelika" Psychedelika als therapeutisches Werkzeug – was steckt wirklich dahinter, und wie sieht die Praxis aus? Der erfahrene Psychiater und psychedelische Psychotherapeut gibt in diesem Vortrag einen ehrlichen, nuancierten Einblick in ein Feld, das gerade einen wissenschaftlichen Aufschwung erlebt. Er erläutert die wichtigsten Substanzen – Psilocybin, MDMA, LSD – und ihre unterschiedlichen Wirkmechanismen, stellt Wirksamkeitsstudien bei Depression, PTBS und Sucht vor und diskutiert, warum eine volle Dosis entscheidend ist und Microdosing nicht wirkt. Besonderes Gewicht legt er auf das psychotherapeutische Setting: Vorbereitung, Substanztag, Integration und die Rolle von Musik, Augenbinden und therapeutischer Präsenz als aktive Elemente...


Psychotherapeutische Begegnungen mit der Sinnfrage

Ralf Vogel

Was bedeutet Sinn und warum ist diese Frage für die Psychotherapie so grundlegend? Der Referent, Jungianischer Analytiker und langjähriger Kenner existenzieller Themen, nähert sich dem Sinnbegriff von vielen Seiten: sprachlich, philosophisch, klinisch und ganz persönlich. Er zeigt, wie weit der Begriff reicht – von den fünf Sinnen über Sinnlichkeit, Sinnhaftigkeit und Widersinn bis hin zum Übersinn im Frankl'schen Verständnis – und warum diese Breite für die therapeutische Arbeit entscheidend ist. Dabei blickt er auf 100 Jahre Tradition zurück: Bereits 1926 sprach Viktor Frankl erstmals auf einem Psychotherapiekongress über den Lebenssinn. Empirische Forschung belegt heute, dass nahezu alle Patientinnen und Patienten, explizit oder implizit, ein Sinnthema mitbringen, und dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten häufig einen blinden Fleck genau dafür haben...


Achtsamkeit, Meditation und Psychotherapie - East meets West

Johannes Michalak

Vortrag zum Wochenthema "Psychotherapie mit Sinn und Werten" Was passiert, wenn klinische Psychologie und Zen-Buddhismus miteinander ins Gespräch kommen? Der klinische Psychologe und langjährige Zen-Meditierende nimmt sein Publikum mit auf eine ungewöhnliche Reise: Er stellt die erkenntnistheoretischen Grundlagen westlicher Wissenschaft; Rationalismus, Objektivismus, Materialismus, Universalismus den grundlegenden Haltungen des Zen gegenüber und zeigt, dass beide Zugänge zur Wirklichkeit auf unausweichlichen metaphysischen Vorannahmen beruhen. Dabei wird deutlich, wo westliche Wissenschaft an ihre Grenzen stößt, etwa bei der Frage, warum schweres Leid gerade diesen Menschen getroffen hat und was eine ganzheitlichere, momentzentrierte Perspektive ergänzend beitragen kann. Mit einer geführten Achtsamkeitsübung zu Beginn und Zitaten von D.T. Suzuki und C.G. Jung entsteht ein Vortrag, der sowohl intellektuell herausfordert als auch unmittelbar spürbar macht, worum es geht...


Was unser Leben trägt - Begegnung mit der Positiven Psychologie

Judith Mangelsdorf

Vortrag zum Wochenthema "Psychotherapie mit Sinn und Werten" Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Sinn und Werte", 12. - 17. April 2026, ca. 54 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (73 MB audio, 1,3 GB video)


Spirituelle Sinnarbeit

Eckhard Frick

Vortrag zum Wochenthema "Facetten des Sinns" Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Sinn und Werte", 12. - 17. April 2026, ca. 45 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (60 MB audio, 1,0 GB video)


Psychedelika in der Psychiatrie

Daniele Zullino

Vortrag zum Wochenthema "Psychotherapie und Psychedelika" Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Sinn und Werte", 12. - 17. April 2026, ca. 49 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (66 MB audio, 1,1 GB video)


Der Sinn der Werte

Markus Gabriel

Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Sinn und Werte", 12. - 17. April 2026, ca. 59 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (79 MB audio, 1,4 GB video)


"Ein Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht gefunden hat" C.G. Jung

Ralf Vogel

Grundlagen psychotherapeutischer Praxis im Umfeld der Sinnfrage Die Allgegenwart der Sinnfrage im psychotherapeutischen Raum hat sämtliche der relevanten psychotherapeutischen Denkrichtungen beschäftigt, einige haben sich dabei fast zu entsprechenden Spezialdisziplinen entwickelt. Trotzdem birgt die Thematik ein erhebliches Verunsicherungspotenzial auch aufseiten der Therapeutinnen und Therapeuten. Das Seminar möchte, ausgehend von philosophischen, psychologischen und psychotherapeutischen Denkrichtungen, "Rüstzeug" für die psychotherapeutische Praxis im Umfeld der Sinnfrage liefern. Dabei geht es zum einen um die Ausbildung einer eigenen "sinnsensiblen" Haltung und in einem zweiten Schritt um Fragen der therapeutischen Beziehung und um konkret-praktische Überlegungen der Handhabung sinnbezogener Themen in der psychotherapeutischen Arbeit. Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt...


Ressourcenorientierung konkret

Christoph Flückiger

Transtheoretisches Wirkprinzip in Diagnostik, Intervention und Therapiebeziehung Zu Beginn einer Behandlung leiden hilfesuchende Personen oftmals darunter, das Vertrauen in ihre eigenen Bewältigungsstrategien verloren zu haben und sind demoralisiert. Gut gemeinte "positive" Tipps des Umfelds können die Überzeugung, nicht verstanden zu werden, zusätzlich verstärken. Diese Hoffnungslosigkeit kann die Personen daran hindern, an den kleinen und feinen Dingen anzusetzen. Praktische Interventionen werden im Seminar umgesetzt und diskutiert, wie: positiven Affekt differenzieren, ressourcenorientierte Hypothesenbildung, Verbesserungen akzentuieren, Ecogramm erstellen, balanciertes Lebenspanorama erarbeiten. Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt. Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Sinn und Werte", 12. - 17. April 2026, ca. 299 Min...


Zum Wandel von Lebensaltereinteilung und Bildungsverläufen in der Kindheit und Jugend

Meike Sophia Baader

Vortrag zum Wochenthema "Bildung und Reifung über die Lebensspanne" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 76. Lindauer Psychotherapiewochen "Wachstum und Reifung", 19. - 24. April 2026, ca. 43 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (73 MB audio, 590 MB video)


Ohne Vergangenheit keine Zukunft - Begegnungen, Gedanken, Geschichten

Gabriela Stoppe, Tom Bschor, Peter Buchheim, Dorothea Huber, Adrian Lambert, Wolfgang Merkle

Diskussionsrunde zu 75 Jahre Lindauer Psychotherapiewochen Diskussionsrunde im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 85 Min. auf 2 CDs oder 1 DVD oder als Sofortdownload (117 MB audio, 1,9 GB video)


Die verkörperte Psyche

Thomas Fuchs

Aktuelle Ansätze der Verkörperung lokalisieren unsere Erfahrung nicht im Gehirn, sondern betrachten sie als Aktivität des gesamten Organismus in seiner Interaktion mit der Umwelt. Damit verlagert sich, was traditionell dem Innenraum der "Psyche" zugeschrieben wird, in den erlebten Leib und in die verkörperten Beziehungen der Person zu ihrer Umwelt. Für die Psychotherapie bedeutet dies, dass die zwischenleibliche Resonanz, die Verkörperung von Gefühlen und das Reenactment von Erfahrungen zentrale Bedeutung erlangen. Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Konzeption der Verkörperung als eine Weiterentwicklung des biopsychosozialen Modells, dazu gehören die Konzepte des Leibgedächtnisses, des zwischenleiblichen Unbewussten und des phänomenalen Feldes der Therapie. Seminar im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 258 Min...


Serious Games und Gamification

Tobias Greitemeyer

Vortrag zum Wochenthema "Virtualität: Parallelwelten oder Therapie?" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 48 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (44 MB audio, 1,1 GB video)


Digitale Interventionen in der psychodynamischen Psychotherapie

Rüdiger Zwerenz

Vortrag zum Wochenthema "Digitale Anwendungen in der Praxis" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 47 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (43 MB audio, 761 MB video)


Künstlichkeit, Natürlichkeit, Authentizität - das Artifizielle (in) der Schönen Literatur

Alexandra Pontzen

Das Künstliche fasziniert und erschreckt zugleich, weil es dem Natürlichen ähnelt und es zugleich übertrifft, weil es von Menschen geschaffen und ihnen überlegen ist. Die Schöne Literatur reflektiert das Verhältnis des Echten zum Gemachten seit der Antike. Die je neuen Erfindungen der Technik stehen in ihrer Ambivalenz im Zentrum von Werken wie Goethes "Zauberlehrling" oder E.T.A. Hoffmanns "Automate". Nach den schachspielenden Automaten der Romantik sind es aktuell Wirkweisen "künstlicher Intelligenz", die Literatur, bildende Kunst und Film beschäftigen. Die Vorlesung gibt einen Überblick über historisch variierende Formen und Motive des Künstlichen in der Literatur, von der sprechenden Puppe bis zum Avatar, und illustriert zugleich, wie Literatur selbst uns täuscht und in Beziehung zum Artifiziellen verstrickt. Seminar im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca...


Sex im Netz - Auswirkungen auf die Gesundheit

Melanie Büttner

Vortrag zum Wochenthema "Virtualität: Parallelwelten oder Therapie?" Porno, Sexting, Online Dating und Social Media gehören für viele zum Alltag. Erwachsene und Jugendliche, aber auch Kinder treffen dabei - gewollt oder ungewollt - auf explizite sexuelle Inhalte. Viele konsumieren gezielt oder treten mit anderen sexuell in Kontakt. Das birgt Chancen und Risiken - je nachdem, wer womit wie intensiv in Berührung kommt. Sexuelle Inhalte im Netz beeinflussen Identität, Selbstwert, Körpererleben und Beziehungsfähigkeit positiv oder negativ. Nicht wenige verlieren sich in sexuellen Welten, entwickeln Süchte oder schädigen sich selbst und andere. Psychische Belastungen, Beziehungsprobleme, sexuelle Störungen, Gewalterfahrungen und Übergriffigkeit sind mit einer ungünstigen Internetnutzung verbunden und weit verbreitet. Wie kann diesen Herausforderungen in der Psychotherapie begegnet werden? Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75...


Sexueller Kindesmissbrauch und Grooming in den sozialen Medien

Laura Kuhle

Strategien, Dynamiken und umfassende Präventionsansätze Die Digitalisierung hat die Kinder- und Jugendzimmer für Täter weltweit geöffnet und neue, oft unsichtbare Tatgelegenheiten geschaffen. Während Kinder als "Digital Natives" technisch versiert sind, fehlt ihnen oft die reflexive Medienkompetenz, um die manipulativen Strategien und psychologischen Mechanismen hinter digitalem Missbrauch zu durchschauen. Dieser umfassende Vortrag analysiert das Phänomen des sexuellen Kindesmissbrauchs im Netz auf Basis kriminologischer Modelle wie der Routine-Aktivitätstheorie und liefert tiefgehende Einblicke in aktuelle Täterstrategien sowie notwendige Präventionsansätze. Von der ersten Kontaktaufnahme in Gaming-Chats bis hin zu komplexen Grooming-Prozessen und den Gefahren durch KI-basierte Deep Fakes wird das gesamte Spektrum der digitalen Gefährdung beleuchtet, ergänzt durch erschütternde Fall-Vignetten aus der Praxis...


Chatbots und psychische Gesundheit

Björn Schuller

Von der Emotionserkennung zur KI-gestützten Intervention Die künstliche Intelligenz hat die Schwelle von der reinen Datenverarbeitung zur empathischen Interaktion überschritten. In diesem umfassenden Vortrag beleuchtet Prof. Björn Schuller (TU München / Imperial College London) die rasanten Entwicklungen des Affective Computing und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Während der erste Teil den Fokus auf die diagnostischen Möglichkeiten durch "Digital Phenotyping" und die Analyse von Sprachklang und Mimik legt, vertieft der zweite Teil die aktive Rolle der KI in der Therapie. Schuller demonstriert, wie generative Modelle heute charismatisch wirken, Humor verstehen und sogar komplexe Beziehungsdynamiken in der Paartherapie analysieren können. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der mentalen Gesundheit liegt in der Synergie aus hochpräziser Technik und menschlicher Empathie...


Fusion of neuroscience and robotics for future society (Englisch)

Gordon Cheng

Vortrag zum Wochenthema "Perspektiven künstlicher Intelligenz" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 49 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (45 MB audio, 1,5 GB video)


Von der realen zur künstlichen therapeutischen Beziehung

Eva-Lotta Brakemeier

Vortrag zum Wochenthema "Digitale Anwendungen in der Praxis" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 56 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (77 MB audio, 1,3 GB video)


Jugend in virtuellen Welten: Von Cyber Community bis Cybermobbing

Daniel Süss

Vortrag zum Wochenthema "Virtualität: Parallelwelten oder Therapie?" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 51 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (47 MB audio, 833 MB video)


KI - Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen

Manfred Spitzer

Vortrag zum Wochenthema "Perspektiven künstlicher Intelligenz" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 57 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (52 MB audio, 1,4 GB video)


Verantwortung und KI

Alena Buyx

Vortrag zum Wochenthema "Perspektiven künstlicher Intelligenz" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 46 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (42 MB audio, 1,5 GB video)


Computerspiele zwischen Suchtgefahr und therapeutischem Nutzen

Bert te Wildt

Vortrag zum Wochenthema "Virtualität: Parallelwelten oder Therapie?" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 52 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (48 MB audio, 854 MB video)


Digitale Gesundheitsinterventionen: Stand der Dinge

Harald Baumeister

Vortrag zum Wochenthema "Digitale Anwendungen in der Praxis" Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02. Mai 2025, ca. 49 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (45 MB audio, 1,2 GB video)


Mensch plus X - Was künstliche Intelligenz aus uns macht

Jannis Brühl

Vortrag im Rahmen der zweiten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Therapeutische Beziehung: künstlich oder real?", 27. April - 02.Mai 2025, ca. 88 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (80 MB audio, 1,6 GB video)


Theatertherapie - Theoretische Ansätze, Praxis, Wirkweisen

Johannes Junker

Vortrag zum Wochenthema "Mehr als nur Worte" Vortrag im Rahmen der ersten Themenwoche der 75. Lindauer Psychotherapiewochen "Psychotherapie: Methoden oder Moden?", 20. - 25. April 2025, ca. 78 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (107 MB audio, 1 GB video)


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