Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Auditorium Netzwerk Fachkongresse 2024/10 - Symposium Kortizes "Im Keller des Geistes"
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Set aller Aufnahmen des Symposium Kortizes "Im Keller des Geistes - Gehirn, Psyche und die Leistungen des Unbewussten" Diese Aufnahmen sind enthalten (alles Videos): body { font-family: BlinkMacSystemFont, -apple-system, "Segoe UI", Roboto, Oxygen, Ubuntu, Cantarell, "Fira Sans", "Droid Sans", "Helvetica Neue", Helvetica, Arial, sans-serif; background: white; color: #333; padding: 2rem; } table { width: 100%; border-collapse: collapse; font-size: 0...
Wie das Gehirn mit unbewussten Mechanismen die Zukunft vorhersagt Unser Gehirn hat die Fähigkeit, Erlebtes in dauerhaften Erinnerungen festzuhalten. Es hat aber unter anderem auch die Aufgabe, die Vielzahl unserer Erlebnisse so zu organisieren, dass wir daraus Wissen formen, dieses Wissen flexibel nutzen und künftige Ereignisse zuverlässig vorhersagen können. Alle dafür erforderlichen Prozesse müssen dynamisch, aber auch sehr schnell und daher oft unbewusst erfolgen, da ein permanentes Nachdenken darüber zu viele kognitive Ressourcen binden und damit das Alltagsleben unmöglich machen würde. Diesen beiden scheinbar entgegengesetzten kognitiven Funktionen - einerseits die Vergangenheit zu erinnern und andererseits die Zukunft vorherzusagen - liegen interessanterweise Prozesse in ein und derselben Gehirnstruktur, der Hippokampusformation, zugrunde...
Wir haben oft den Eindruck, es gäbe einen klaren Zeitpunkt, an dem wir eine bestimmte Entscheidung fällen. Es scheint, der Ausgang habe bis zu diesem Moment noch nicht festgestanden und wir hätten uns noch anders entscheiden können. Der Zeitpunkt der subjektiven Entscheidung spielt für uns in der Festlegung des Ausgangs also eine besondere Rolle. Dem scheinen jedoch Ergebnisse aus der Hirnforschung in der Tradition von Benjamin Libet (unter anderem aus unserer Arbeitsgruppe) zu widersprechen. Diese zeigen, dass der Ausgang von Entscheidungen paradoxerweise bereits vor dem Zeitpunkt der subjektiven Entscheidung vorhergesagt werden kann. Auch wenn diese Vorhersage nur begrenzt ist, scheinen sie dem Eindruck zu widersprechen, wir hätten uns noch umentscheiden können. Allerdings zeigen andere Ergebnisse, dass wir die Vorhersage auch durchbrechen können. So können Menschen eine einmal angebahnte Entscheidung bis zu einem sehr späten Zeitpunkt wieder abändern...
Unbewusste Mechanismen und Anpassungsfähigkeit in der sprachlichen Kommunikation Im Alltag scheint es, als ob wir die Kommunikation in unserer Muttersprache mühelos beherrschen und oft ohne bewusste Anstrengung auskommen. Wie macht unser Gehirn das? Wenn wir als Kinder das Sprechen erlernen, verändert sich unser Gehirn und legt die Grundlage dafür, dass wir mühelos komplexe Sätze verstehen und flüssig miteinander sprechen können. Doch was passiert, wenn die Kommunikation plötzlich nicht mehr automatisch und reibungslos funktioniert? Die erstaunliche Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns, die als Grundlage für hochkomplexe Prozesse wie die Sprachverarbeitung dient, soll hier an verschiedenen Beispielen veranschaulicht werden. Es geht darum, zu verstehen, wie die Architektur und Funktionsweise des Gehirns die sprachliche Kommunikation ermöglicht, welche Rolle unbewusste Prozesse dabei spielen und was uns dabei von anderen Tieren unterscheidet - oder eben nicht...
Neurowissenschaftliche Betrachtung des menschlichen Geruchssinnes Der menschliche Geruchssinn wird in seiner Wichtigkeit unterschätzt. Die Besonderheit des Geruchssystems ist, dass Düfte starke Emotionen und Erinnerungen hervorrufen und das, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Geruchsreize aktivieren das limbische System also teilweise, ohne dass diese Reize in unser Bewusstsein treten. Im Vortrag wird die Wichtigkeit des menschlichen Geruchssinnes durch Erläuterung der derzeitigen Studienlage betont. Es werden sowohl anatomische und physiologische als auch neurowissenschaftliche Grundlagen der olfaktorischen Wahrnehmung erläutert und die Besonderheiten des Geruchssystems herausgearbeitet. Außerdem werden Geruchsreize in den Kontext von alltäglicher multisensorischer Wahrnehmung gesetzt. Abschließend wird die olfaktorische Wahrnehmung mit Hinblick auf angewandte Forschung in den Sektoren Lebensmittel, Getränke und Kosmetik betrachtet...
Einsichten in die Arbeitsteilung zwischen Bewusstsein und Unbewusstem Unsere Vorstellungen von der Arbeitsteilung zwischen Bewusstsein und Unbewusstem wandeln sich stetig. Wichtige zeitgenössische Quellen dieser Vorstellungen sind einerseits experimentell erzeugte Dissoziationen zwischen nachweislich fehlender Wahrnehmung und andererseits geistige Verarbeitungen nicht wahrgenommenen Inputs. Der Vortrag stellt diese Methode und wichtige Ergebnisse aus der Untersuchung normal-gesunder, wacher Menschen vor. In wichtigen Beziehungen ähneln sich die dabei ermittelten Leistungen bewusster und unbewusster (oder besser "nicht-bewusster") Verarbeitung, so in ihrer Abhängigkeit von Absichten. Diese Absichtsabhängigkeit ist wahrscheinlich kritische Voraussetzung für die Dienstbarmachung nicht bewusstseinspflichtiger Verarbeitung für bewusste Prozesse und somit wichtigstes Bestimmungsstück der Zusammenarbeit bzw. der Arbeitsteilung zwischen den beiden Domänen...
Visuelle Informationsverarbeitung im Gehirn Unsere subjektive Wahrnehmung der äußeren Welt entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen den Informationen, die unsere Sinnesorgane liefern, und kognitiven Einflüssen wie unserem Wissen, unseren Erfahrungen und unseren Erwartungen. Diese Interaktion vollzieht sich größtenteils automatisch in unserem Gehirn und ist uns nicht bewusst. In diesem Vortrag werden zunächst Methoden präsentiert, die es uns ermöglichen, experimentell die Entstehung bewusster visueller Wahrnehmung aus sensorischer Eingabe im Gehirn zu untersuchen (z. B. visuelle Täuschungen, binokulare Rivalität). Danach spricht die Referentin darüber, was bisher über die Gehirnbereiche und -netzwerke, die an diesem Prozess beteiligt sind, bekannt ist. Schließlich geht die Referentin auf noch unerforschte Fragen ein und zeigt, wie moderne Hirnbildgebungstechnologien dazu beitragen können, diese zu beantworten...
Die Grundlagen des Selbstverständnisses von Personen Personen haben typischerweise eine Vorstellung von sich selbst - darüber, wer sie sind, welche Eigenschaften sie haben und wie sie sich von anderen Personen unterscheiden. Eine besondere Rolle spielen dabei persönliche Erinnerungen an frühere Erfahrungen, die sie im Leben gemacht haben. Solche Erinnerungen bilden den Kern von Geschichten, die Personen über sich erzählen, um zu charakterisieren, wer sie sind. Die Untersuchung der Struktur solcher Geschichten ("Selbst-Narrationen") ist Gegenstand philosophischer narrativer Theorien des Selbst. Im Vortrag diskutiere ich Ansätze, die behaupten, das Selbstverständnis von Personen ließe sich allein und vollständig im Rückgriff auf Selbst-Narrationen erklären. Dagegen wird argumentiert, dass eine angemessene Beschreibung auch nicht-narrative und minimal bewusste Aspekte berücksichtigen muss...
Neue Erkenntnisse der Hirnforschung und die Rolle des Unbewussten Emotionen und Empfindungen stellen ein zentrales Problem der Bewusstseinsforschung dar: Es scheint einfach keine Brücke zu geben zwischen der subjektiven Erfahrung von Freude, Trauer oder Schmerz und objektiven Erkenntnissen über die elektrochemische Aktivität von Nervenzellen. Doch so plausibel diese Skepsis auf den ersten Blick auch erscheinen mag: Die Argumente, auf die sie sich stützt, sind überraschend schwach. Zudem hat gerade die Schmerzforschung in den letzten Jahren eine Reihe von Erkenntnissen erzielt, die eine direkte Verbindung zwischen subjektiver Empfindung und objektiven Tatsachen erkennen lassen. Eine wichtige Rolle spielen dabei unbewusste Verhaltensprogramme, die unser Denken und Handeln massiv beeinflussen und zudem äußerst intelligent sind. Vortrag im Rahmen des Symposium Kortizes "Im Keller des Geistes - Gehirn, Psyche und die Leistungen des Unbewussten" vom 04. - 06...
Wie im Schlaf Langzeitgedächtnis gebildet wird Im Vortrag wird kurz erläutert, was Schlaf aus biologisch-psychologischer Sicht ist und wie er untersucht wird, um dann auf seine zentrale Funktion, nämlich die der Langzeitgedächtnisbildung, einzugehen. Die Prozesse, die dazu führen, dass wir Dinge langfristig behalten, finden nicht im Traumschlaf, sondern hauptsächlich im Tiefschlaf statt. Im Schlaf werden auch nicht alle Erlebnisse des Tages abgespeichert, sondern nur ein Teil, quasi die Essenz, dieser Erlebnisse. Um diese Essenz herauszufiltern, werden die neu in das neuronale Netzwerk enkodierten Erlebnisse im Schlaf auf neuronaler Ebene wiederholt reaktiviert, wodurch sie allmählich in abstraktere Repräsentationen transformiert werden, die dann im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden. Abschließend wird auf den frühkindlichen Schlaf eingegangen, bei dem dieser transformative Charakter der Gedächtnisbildung im Schlaf besonders ausgeprägt zu sein scheint...
Eine Reise durch die Mysterien von Gehirn, Psyche und Traumwelten Freud entwickelte seine Theorie des Unbewussten hauptsächlich durch seine Traumtheorie. Doch seine enge Verbindung zur Neurophysiologie als Neurophysiologe selbst beeinflusste maßgeblich unser heutiges Verständnis des Unbewussten. Schon 1891 betonte er die Notwendigkeit, Psychologie und Physiologie für ein umfassendes Verständnis der Psyche zu vereinen. In seinem endgültigen Modell des psychischen Apparates postulierte Freud ein dynamisches, komplexes System mit den drei Hauptinstanzen: das Es, das Ich und das Über-Ich, in dem das mächtige psychologische Unbewusste eine zentrale Rolle einnimmt. Die Traumtheorie wurde zum Geburtsort der Psychoanalyse als Wissenschaft des Unbewussten. Anhand Freuds Analyse seines "Onkeltraums" wird im Vortrag verdeutlicht, wie Träume unbewusste Konflikte widerspiegeln und bearbeiten...