Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Auditorium Netzwerk Fachkongresse 2018/10 - turmdersinne 2018, Fürth
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Über Entscheidendes und Entscheiden an harten Wendepunkten Können wir voraussagen, ob wir uns in Krisen oder gar Katastrophen "richtig" verhalten werden? Die meisten glauben, dass man das nicht kann. Manche Erfahrung spricht dafür: Wenn der Schreck in die Glieder fährt und die Knie weich werden, wenn Angst umklammert und Panik aufsteigt, wenn man außer sich gerät und den Kopf verliert. Doch es gibt auch ganz Anderes. Menschen, die unerwartet über sich hinauswachsen und Helden werden, die, statt ihn zu verlieren, einen kühlen Kopf behalten, die genau das Richtige tun, selbst wenn sie es nicht erlernt hatten. Die Vermutung liegt nahe, dass in uns allen Potenziale schlummern, die wir nicht kennen. Sie haben viele Namen: Lebensmut, Lebenskraft, Widerstandsfähigkeit, Überlebenswille. Doch nicht alle haben gleich viel davon und nicht alle Potenziale reichen, um alles unbeschadet aushalten und durchstehen zu können. In seinem Vortrag geht Wolf R...
Wenn Medien Ängste auslösen Das Erleben von Spannung bzw. Angstlust ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein zentrales Motiv für die Nutzung von Unterhaltungsmedien wie Film, Fernsehen, Literatur und Computerspielen. Medieninhalte werden dann als besonders unterhaltsam erlebt, wenn sie spannend sind. Spannung entsteht einerseits auf kognitiver Ebene durch die Interpretation von Ereignissen innerhalb der Erzählung sowie auf emotionaler Ebene durch Gefühle zwischen Hoffnung und Furcht. Gute Unterhaltung hält uns in einem emotionalen Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen. Ist eine Geschichte hochspannend, kann dies dazu führen, dass wir neben Spannung auch Angst und Furcht erleben. Zumeist ist diese Art von Angst beim Schauen, Lesen oder Spielen gut zu bewältigen, womit die Lust an der Angst hier überwiegt. Neben dem unterhaltsamen Nervenkitzel bieten Medien aber auch reale angstauslösende Inhalte an...
Wann zahlt sich Risiko aus? (...) fragt Thorsten Pachur in "Alte Angsthasen? Wie sich Risikoentscheidungen über die Lebensspanne verändern" und räumt damit auf, ältere Erwachsene seien weniger risikobereit als jüngere. Es ist völlig normal, soziale Ängste zu haben. Gar keine zu haben, ist selten, so Jürgen Hoyer in "Unter den Augen der anderen - soziale Angst als Antrieb und Hemmnis". Die Uneinschätzbarkeit einer Situation bringt sozialen Stress, denn wir wissen nicht, wie die anderen uns bewerten. Wir haben Angst vor Peinlichkeit und Blamage, entwickeln Scham, dass andere uns nicht mehr bei sich haben wollen. Anerkennung durch andere und Zugehörigkeit zu ihnen sind menschliche Grundbedürfnisse. Ob wir eingebunden sind in eine soziale Gruppe und von ihr notfalls Hilfe erwarten dürfen, hat sogar Einfluss auf unsere Lebenserwartung...
Wie genetische Variationen Furcht und Angst beeinflussen Das Empfinden von Furcht und Angst ist ein in der Evolution entwickelter Mechanismus, mit dessen Hilfe sich ein Lebewesen vor bedrohlichen Situationen schützen oder sich diesen entziehen kann. Dieser Schutzmechanismus basiert auf einer komplexen Verarbeitung von externen oder internen Informationen. Grundlage hierfür ist die Aktivität von und die Kommunikation zwischen Nervenzellen in bestimmten Regionen des zentralen Nervensystems mittels neuronaler Botenstoffe. Genetische Variationen, so genannte Polymorphismen, können die Qualität dieser neuronalen Kommunikation bei der Verarbeitung bedrohlicher Situationen deutlich verändern, so dass es unter bestimmten Bedingungen zu einer übersteigerten, pathologischen Furcht- oder Angstreaktion kommt. In diesem Vortrag wird die Auswirkung eines solchen Polymorphismus auf die Verarbeitung von Furcht und Angst sowohl im Tier als auch im Menschen näher erläutert...
Soziale Angst als Antrieb und Hemmnis Ganze Industrien profitieren davon, dass es Menschen wichtig ist, in den Augen der anderen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Umgekehrt ist die Angst vor Peinlichkeit, Blamage oder Herabwürdigung eine wichtige Motivationsquelle für Verhalten, vor allem für - oft subtile - Vermeidungsstrategien. Werden derartige Ängste übertrieben stark, spricht man von sozialer Angststörung. Das Störungsbild, seine evolutionspsychologischen Quellen und neurobiologischen Korrelate werden im Vortrag erläutert und wirksame Strategien zur kurz- und langfristigen Überwindung sozialer Angst abgeleitet. Vortrag im Rahmen des Symposiums turmdersinne "Nerven kitzeln: Wie Angst unsere Gedanken, Einstellungen und Entscheidungen prägt", 12. - 14. Oktober 2018 in Fürth, ca. 46 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (52 MB audio, 136 MB video)
Wie sich Risikoentscheidungen über die Lebensspanne verändern Bei fast allen Entscheidungen liegt uns nur begrenztes Wissen darüber vor, welche Konsequenzen unser Verhalten haben wird - wir entscheiden also permanent unter Risiko. Ob wir dabei eher vorsichtig oder eher mutig entscheiden, wird von einer Reihe kognitiver und emotionaler Mechanismen beeinflusst. In seinem Vortrag legt Thorsten Pachur dar, wie sich diese entscheidungsrelevanten Aspekte im Denken und Fühlen über die Lebensspanne verändern und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf altersbedingte Unterschiede bei Risikoentscheidungen haben. Entgegen dem gängigen Stereotyp zeigt sich dabei, dass ältere Erwachsene häufig risikofreudiger entscheiden als jüngere Erwachsene. Vortrag im Rahmen des Symposiums turmdersinne "Nerven kitzeln: Wie Angst unsere Gedanken, Einstellungen und Entscheidungen prägt", 12. - 14. Oktober 2018 in Fürth, ca. 42 Min...
Die Leistungsfähigkeit von Spitzensportlern in Stresssituationen Im Sport sind Athleten nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Training immer wieder unerwarteten Stressoren ausgesetzt und müssen an ihre Grenzen gehen. Extremsportlerinnen und -sportler riskieren bei der Ausübung ihres Sports sogar das höchste Gut, ihre körperliche Unversehrtheit. Dennoch scheinen die erfolgreichen Spitzensportler selbst in Extremsituationen keine Angst zu spüren, sondern rufen souverän ihre sportlichen Bestleistungen ab. Das gelingt ihnen nur dann, wenn sie ihr Verhalten, ihre Aufmerksamkeit und ihre Emotionen regulieren können, wenn sie also über eine hohe Selbstkontrolle verfügen. Gerade Sportler, die sich zu neuartigen und riskanten sportlichen Herausforderungen hingezogen fühlen, auch High Sensation Seeker genannt, sind in diesen Grenzsituationen weniger stark physiologisch und psychologisch beansprucht und haben somit bessere Leistungsvoraussetzungen...
Wie neurowissenschaftliche Mythen die Vorstellungswelt von SchülerInnen beeinflussen Verdrahtete Gehirne, Cyborgs und Gedankenlesen mittels bildgebender Verfahren. Der öffentliche Diskurs über das menschliche Gehirn und neurowissenschaftliche Forschung ist durch unzählige Mythen geprägt. Bleiben diese unreflektiert, so wecken sie Misstrauen und Ängste bei wissenschaftlichen Laien und stehen der selbstbestimmten Teilhabe am öffentlichen Diskurs im Wege. In seinem Vortrag vermittelt Alexander Bergmann einen Einblick in die Vorstellungswelt von GymnasialschülerInnen einer 11. Klasse und skizziert ihre Erwartungen und Befürchtungen gegenüber der Hirnforschung. Es wird diskutiert, was in der Schule und in der alltäglichen Kommunikation getan werden kann, um SchülerInnen und wissenschaftlichen Laien ein angemessenes Verständnis des Gehirns und neurowissenschaftlicher Forschung zu ermöglichen...
Angst ist Furcht vor Trennung und Verlust. Sie kann seelisches Wachstum fördern oder hemmen und ist Begleiterscheinung bei der Entwicklung der eigenen Identität. Daher kann und soll es Angstfreiheit nicht geben. Doch bis wohin ist die Angst hilfreich und wo beginnt sie die Entwicklung eines Kindes zu blockieren? Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern bedeutet mit der Angst umgehen zu lernen. Das führt zur Stärkung des Selbstvertrauens. Wie handhaben Kinder ihre Ängste und welche Voraussetzungen und Bedingungen brauchen sie, um aktiv und konstruktiv mit ihren Ängsten umgehen zu können? Welche Rolle spielt der Erwachsene dabei? Vortrag im Rahmen des Symposiums turmdersinne "Nerven kitzeln: Wie Angst unsere Gedanken, Einstellungen und Entscheidungen prägt", 12. - 14. Oktober 2018 in Fürth, ca. 44 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (49 MB audio, 172 MB video)