Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Auditorium Netzwerk Fachkongresse 2017/06 - 17. Jahreskongress der GwG, Würzburg
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Essentials aus der focusingorientierten Praxis "Lasse die Theorie deiner Erfahrung nicht den Weg versperren. Erleben und Erfahrung verändern die Theorie" (Gendlin). Wenn wir in der therapeutischen Situation sind, bemerken wir, dass "Prozess"-Erleben und "Beziehungs"-Erleben nicht voneinander trennbar sind. "Prozess" steht für konkret erlebte kleine Veränderungsschritte, die eins sind mit der gefühlten "Beziehung" - sowohl für den/die Klient/in als auch für den/die Therapeuten/in. Daraus ergeben sich grundlegende Hinweise für therapeutisches Verhalten, das manchmal "Technik" genannt wird. Wiltschko bespricht als Praktiker mit 40jähriger Erfahrung als personzentrierter und focusingorientierter Therapeut (und Ausbilder) einige dieser essentiellen Hinweise und zeigt, dass "der Prozess" zwar kein ausgedachtes Ziel, aber eine Richtung hat. Diese zugleich entstehen zu lassen und ihr zu folgen, erspart Umwege, und das heißt: schneller geht's nicht! Vortrag im Rahmen des 17...
Versteht man den Menschen als ein komplexes bio-psycho-soziales System, so ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen für die Psychotherapie. Aus einem meta-theoretischen Rahmen (Synergetik, Chaostheorie, complexity science) lassen sich sehr konkrete Bedingungen für die Unterstützung solcher Selbstorganisationsprozesse ableiten, die als therapeutische Heuristiken und Entscheidungshilfen bei den zahlreichen Mikroentscheidungen im Prozess dienen können (sog. Generische Prinzipien). Eine konkrete Theorie der Psychotherapie sollte es erlauben, nichtlineare Verlaufsmuster, diskontinuierliche Musterwechsel (sudden gains oder sudden losses) sowie chaotische (d.h. irregulär aussehende und nur sehr begrenzt vorhersehbare) Dynamiken, wie wir sie in Therapieverläufen empirisch vorfinden, verstehbar zu machen und zu reproduzieren. Die individuelle Netzwerkdynamik psychischer Systeme erfordert spezifische Formen der Fallkonzeption, wie sie die idiographische Systemmodellierung bietet...
Die Grundbedingungen einer förderlichen Beziehung im Rahmen von Psychotherapie, Beratung und Coaching haben inzwischen selbst weit über den Personzentrierten Ansatz (PZA) hinaus große Beachtung gefunden. Hingegen fristet die "Aktualisierungstendenz" selbst innerhalb des PZA ein Schattendasein. Dieses zentrale Konzept von Rogers (aus der organismischen Gestalttheorie Kurt Goldsteins) wird meist entweder ignoriert oder aber glorifiziert und mystifiziert. Dabei handelt es sich schlicht um die Beschreibung einer prozessorientierten Perspektive auf Entwicklungsvorgänge sowohl in der Kindheit als auch in späteren Selbstaktualisierungsprozessen im Rahmen von Therapie, Beratung und Coaching. Ein Verständnis für die Prozessaspekte ist aber wichtig, da es keineswegs gleich ist, ob man sich bei der Arbeit von der (statisch-mechanistischen) Metapher leiten lässt, Probleme und Symptome wären Berge bzw...