Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Auditorium Netzwerk Fachkongresse 2012/10 - Das Tier im Menschen (Nürnberg)

2012/10 - Das Tier im Menschen (Nürnberg)


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Dicke leben länger.

Achim Peters

Wie die Hirnforschung den Mythos vom ungesunden Übergewicht widerlegt Die Hirnforschung liefert neue Ansätze zum Umgang mit hohem Körpergewicht und Diabetes, die dabei nicht zuerst als Krankheiten, sondern als Folgen einer fehlerhaften Energieverwaltung im menschlichen Körper betrachtet werden. Nach dieser "Selfish Brain"-Theorie sorgt das Gehirn immer zuerst für seine eigene Energieversorgung. Benötigt es – zum Beispiel in Stress-Situationen – vermehrt Energie, erfolgt dies bei gestörter Energieverteilung nicht aus körpereigenen Speichern, sondern durch zusätzliche Nahrungsaufnahme. Die Folge: Es kommt zu Gewichtszunahme. Im Vortrag wird gezeigt, was die Theorie des "Selfish Brain" zum Verständnis des Übergewichts beiträgt. Neue Therapieformen beziehen Stressabbau und die Selbstregulationskräfte des Körpers sinnvoll mit ein. Vortrag, gehalten beim Symposium turmdersinne 2012 "Das Tier im Menschen" - Triebe, Reize, Reaktionen, vom 19. - 21...


Lust am Exzess.

Franz Josef Wetz

Drogen, Sex und Clubbing "In jedem Menschen gibt es ein Tier, das eingesperrt ist wie ein Sträfling, und es gibt eine Tür, und wenn man die einen Spaltbreit öffnet, bricht das Tier aus wie der Sträfling, der den Ausweg gefunden hat" (Nietzsche). Doch wie heißt dieses Tier? Gier, Macht, Trieb oder Adrenalin, Testosteron, Serotonin? Die rauschhaften Ausbrüche in die dunklen Abgründe des menschlichen Begehrens sind Teil des biologischen Erbes der Menschheit. Jedoch steckt zu viel schmutzige Wollust darin, als dass die öffentliche Ordnung es uneingeschränkt zulassen und die Bürger auf ´s Geratewohl seinen Verlockungen überlassen könnte. Trotz aller kulturellen Zähmung möchten die Menschen aber hin und wieder zurück in die freie Wildnis. Es geht nicht ohne urwaldähnliche Reservate, in denen sich die Menschen ihrem Verlangen nach der vollen Intensität des Lebens hingeben dürfen...


Die Konrad-Lorenz-Revue.

Franz Wuketits

Ein Kulturbeitrag zu Neugierverhalten und Aggressionshemmung Konrad Lorenz (1903-1989) war nicht nur einer der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung (Ethologie), sondern trat wiederholt als Warner und Mahner auf, wovon vor allem seine Bücher "Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" und "Der Abbau des Menschlichen" beredtes Zeugnis ablegen. Er war ein Vorreiter der ökologischen Bewegung und setzte sich vehement gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks in Zwentendort (Niederösterreich) ein. Darüber hinaus gilt er als Mitbegründer der evolutionären Erkenntnistheorie, einer Evolutionstheorie der (menschlichen) Vernunft und Unvernunft. Populär wurde er vor allem mit seinen Tierbüchern "Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen" sowie "So kam der Mensch auf den Hund". Mit seiner Aggressionstheorie, die er in dem Buch "Das sogenannte Böse" vorstellte, geriet er aber auch in die Schusslinie vieler Kritiker...


Die vierte bis neunte Kränkung des Menschen.

Gerhard Vollmer

Gehirn, Evolution und Menschenbild Nach Sigmund Freud hat die Menschheit drei schwere Kränkungen erfahren: die kosmologische durch Kopernikus, die biologische durch Darwin und die psychologische durch Freud selbst. Dabei ist es nicht geblieben: Weitere wissenschaftliche Fortschritte wurden als so bedeutend angesehen, dass sie jeweils als "vierte Kränkung" angesehen wurden. Zählt man alle zusammen, so kommt man auf neun Kränkungen, je nach Trennschärfe leicht auch auf mehr. Daraus ergeben sich interessante Fragen: Lehrt uns Kopernikus, dass der Mensch bedeutungslos ist? Sagt Darwin, dass der Mensch "eigentlich" nur ein Tier ist? Wann handelt es sich um eine Kränkung? Wer fühlt sich gekränkt und warum? Stehen uns weitere Kränkungen bevor? Könnten wir sie vermeiden? Wenn ja: Sollten wir es versuchen? Vortrag, gehalten beim Symposium turmdersinne 2012 "Das Tier im Menschen" - Triebe, Reize, Reaktionen, vom 19. - 21. Oktober 2012 in Nürnberg, ca. 32 Min...


Podiumsdiskussion Die Natur des Menschen

Gerhard Vollmer und Rudolf Kötter

Moderation: Helmut Fink Auch nach zahlreichen gehaltvollen Vorträgen wird es keinen Konsens geben bei einigen Kernfragen, die das menschliche Selbstbild betreffen: Wie verhält sich die natürliche Ausstattung des Menschen zu seiner Kultur? Ist die Erklärung geistiger Phänomene auf neuronale Zustände reduzierbar? Was unterscheidet Gründe von Ursachen? Was trägt die Naturwissenschaft zu einem aufgeklärten Menschenbild bei? Im Podiumsgespräch wird versucht, die Fragen zuzuspitzen und die Antworten aufeinander zu beziehen. Podiumsgespräch mit Gerhard Vollmer und Rudolf Kötter beim Symposium turmdersinne 2012 "Das Tier im Menschen" - Triebe, Reize, Reaktionen, vom 19. - 21. Oktober 2012 in Nürnberg, ca. 62 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (67 MB audio, 403 MB video)


Die Rückseite der Vernunft.

Sabine Döring

Was zeichnet menschliche Gefühle aus? Einer der Pioniere der modernen Emotionsphilosophie, Ronald de Sousa, identifiziert als zentrales Motiv für die Renaissance der Gefühle im modernen Denken „Spezies-Narzissmus, eine Art kindische Suche nach einer speziellen Würde der menschlichen Existenz“. Was aber zeichnet menschliche Gefühle aus? Ziel des Vortrags ist es zu zeigen, dass, sofern es einen signifikanten Unterschied zwischen menschlichen Gefühlen und den Gefühlen anderer Tiere gibt, dieser nicht so sehr darin besteht, dass wir Gefühle haben, die anderen Tieren fehlen. Entscheidend ist vielmehr unsere Fähigkeit, uns reflexiv auf unsere Gefühle zu beziehen, um sie zu kultivieren und zu verfeinern, was dann zur Evolution spezifisch menschlicher Gefühle führt. Vortrag, gehalten beim Symposium turmdersinne 2012 "Das Tier im Menschen" - Triebe, Reize, Reaktionen, vom 19. - 21. Oktober 2012 in Nürnberg, ca. 33 Min...


Stimme in Stimmung.

Julia Fischer

Die menschliche Stimme spielt ebenso wie bei anderen Tieren eine wichtige Rolle im Ausdruck von Emotionen und gilt als wichtiges Attraktivitätsmerkmal. Menschen können Emotionen aber auch vortäuschen, was nicht zuletzt Grundlage für die performativen Künste ist. Mit Hilfe akustischer Analysen identifizierten wir Unterschiede zwischen (manchen) „echten“ und „gespielten“ Emotionen. Auch wenn die Zuhörer in Wahrnehmungsexperimenten nicht in der Lage waren, explizit zwischen echten und gespielten Emotionen zu unterscheiden, hatte der Ursprung der Aufnahmen kulturübergreifend einen signifikanten Effekt auf die Erkennung. Der Einsatz von bildgebenden Verfahren zeigte, wie die Wahrnehmung der Stimme unser Räsonieren über die Gedanken und Gefühle anderer beeinflusst. Abschließend wird auf die Merkmale weiblicher Attraktivität in der Stimme und ihrer Funktion als Qualitätsmerkmal eingegangen...


Die Gene – Freund oder Feind?

Thomas Junker

Gegenwärtig ist viel vom „Sieg über die Gene“ die Rede. Das jahrtausendealte Programm, die Natur des Menschen zu beherrschen, lockt mit neuen Verheißungen. Aber was soll hier besiegt, was kultiviert werden? Und ist dies ein erfolgversprechender Weg zu individuellem Glück und zur Lösung gesellschaftlicher Probleme? Oder ist es nicht vielmehr an der Zeit, die innere Natur der Menschen unter Naturschutz zu stellen, um sie wie die letzten Urwälder und Naturlandschaften vor der drohenden Zerstörung zu bewahren? Die evolutionäre Psychologie gibt wichtige Anregungen, wie diese Fragen jenseits von Naturromantik und Machbarkeitswahn beantwortet werden können. Was dies konkret bedeutet, wird der Vortrag an der vielleicht stärksten Kraft im Menschen zeigen, die sich der sozialen Kontrolle immer wieder entzieht, am Beispiel von Sexualität und Liebe. Vortrag, gehalten beim Symposium turmdersinne 2012 "Das Tier im Menschen" - Triebe, Reize, Reaktionen, vom 19. - 21...


Die Vorderseite der Vernunft.

Rudolf Kötter

Tun wir was wir wollen oder was wir müssen? Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus Evolutionstheorie, Genetik, Neurophysiologie etc., auf denen die Referate dieser Tagung beruhen, stellen Triumphe der menschlichen Vernunft dar. Sie sind Erfindungen bedeutender Wissenschaftler und ihre Akzeptanz ist Ergebnis einer freien Zustimmung von Mitgliedern der scientific community. Anders als Zuneigung ist diese Zustimmung weder durch Hormone, noch durch andere chemische Botenstoffe vermittelt, sondern wird durch Gründe getragen, deren Güte durch die je fachspezifische Methodologie festgelegt wird. Wissenschaft ist immer das Paradebeispiel dafür, was es heißt, einen freien Willen zu besitzen: Frei ist, wer nach guten Gründen handelt. Dass die größten Leistungen der menschlichen Vernunft die Menschheit "kränken" sollen, ist wohl eher eine literarische Übertreibung als eine begründete Feststellung...


Aber Mama, alle haben einen Faustkeil!

Miriam Haidle

Zur Entwicklung kultureller Kapazitäten Wir bauen Laubhütten und Wolkenkratzer. Wir essen vielfältig veränderte Speisen. Wir kommunizieren in tausenden Sprachen und Dialekten, surfen im Internet und nutzen dafür komplizierte Technologie. Doch auch die besondere Kulturfähigkeit des modernen Menschen hat tierische Wurzeln. Es gibt nicht DIE Kultur. Kulturfähigkeit entwickelt sich biologisch, historisch-sozial und individuell in Wechselwirkung mit der Umwelt. Grundlegende kulturelle Kapazitäten wie sozial übermittelte Informationen, Traditionen, die Herausbildung von unterschiedlichen Mustern mehrerer Traditionen, die sich zwischen geografischen Gruppen unterscheiden, können bei verschiedenen Tieren beobachtet werden. Die kulturellen Leistungen von Schimpansen und Orang-Utans sind erstaunlich, doch die menschliche Kulturfähigkeit reicht weit darüber hinaus. Der Verlauf ihrer Entwicklung kann mit Hilfe archäologischer Funde erforscht werden...


Das Tier im Menschen - Triebe, Reize, Reaktionen

Thomas Junker, Julia Fischer, Franz Josef Wetz, Rudolf Kötter, Franz Wuketits

Der Mensch entstammt dem Tierreich – das merkt man ihm bis heute an. Wie beeinflusst ihn diese "biologische Erdung"? Kann die Kluft zwischen alten Schlüsselreizen und neuen Vernunftidealen überbrückt werden? Die Vorträge aus den Gebieten der Evolutionsbiologie, der vergleichenden Neuroanatomie, der Paläoanthropologie, Ethologie, Psychologie und Philosophie liefern spannende Erkenntnisse: Prof. Thomas Junker: Die Gene – Freund oder Feind? Zum Menschenbild der evolutionären Psychologie Prof. Dr. Sabine Döring: Die Rückseite der Vernunft Was zeichnet menschliche Gefühle aus? Prof. Dr. Achim Peters: Dicke leben länger Wie die Hirnforschung den Mythos vom ungesunden Übergewicht widerlegt Prof. Dr. Julia Fischer: Stimme in Stimmung Gefühle, Absichten und weibliche Reize in der menschlichen Stimme Prof. Dr. Franz Josef Wetz: Lust am Exzess Drogen, Sex und Clubbing Prof. Dr...