Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Auditorium Netzwerk Fachkongresse 2012/05 - 1. Symposium des Dachverbands Salutogenese

2012/05 - 1. Symposium des Dachverbands Salutogenese


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Ohne eine gute Krankheit ist die beste Gesundheit nichts!

Annelie Keil

Chronifizierung des Akuten, Aktualisierung des Chronischen und die Ökonomie des Lebens Ohne die Krankheiten des Körpers, der Seele, ohne die Störungen, die Leben gefährden und zu Zusammenbrüchen führen, ohne all die Fehler, die wir machen, um angeblich länger, gesünder und auch noch fit bis ins hohe Alter zu kommen, wären wir arm dran. Nicht dass es schön, immer lehrreich und vor allem zum Zwecke der "Erleuchtung" wünschenswert wäre, krank zu werden und zu sein, aber ohne die Fragen, Schwierigkeiten und Verunsicherungen, die die Verletzlichkeit und Endlichkeit des Menschen im Gepäck haben und die nach Antworten aller Art suchen, hätten wir nichts über Gesundheit zu sagen. In der verborgenen Geschichte des Leibes und der Seele geht es um die Rätsel des Lebens, die sich in den Zuständen von Krankheit und Gesundheit manifestieren...


Austausch unter seinesgleichen

Therese Stutz Steiger

als Beitrag zur gesunden Bewältigung einer chronischen Krankheit Das Referat soll aus der Sicht einer persönlich Betroffenen mit Spezialisierung in öffentlicher Gesundheit Diskussionsanstösse vermitteln und folgende Schwerpunkte beleuchten: Auseinandersetzung mit der Formulierung des Symposium-Titels, "Chronisch krank und doch gesund?" Dabei geht es nicht um die zahlreichen Definitionsansätze von Gesundheit und Krankheit; beide Begriffe sind kulturell und historisch geprägt. Es geht vielmehr um Lebensgestaltung. Eine salutogene Orientierung kann vor allem erreicht werden, wenn die Kompetenz und die Potentiale der betroffenen Menschen gefördert und gestützt werden. Gesundheits- und Patientenkompetenz sind "Neuentdeckungen" der letzten ca. 20 Jahre; sie könnten auch fürs Konzept der Salutogenese von Interesse sein. Informationen und Reflexionen über (schweizerische) Netzwerke wie z.B. Patienten- und Behindertenorganisationen, die es u.a...


Gesundheitssystem und chronische Krankheit

Ellis Huber

Der gesellschaftliche Wandel und das Leben mit seiner kontaktreichen Beziehungslosigkeit geht mit Krankheiten des gesellschaftlichen Bindegewebes einher: Depressionen, Ängste, Burnout-Syndrome, Hochdruck, Rückenschmerzen oder chronische Gebrechen als Folge des Lebensstils sind weniger die Folge einer körperlichen Dysfunktion oder individuellen Schwäche und mehr das Ergebnis komplexer sozialer Beziehungsmuster, die nicht geglückt sind und nicht glücken. Auch Rückenschmerzen und andere chronische Gebrechen drücken die Last der psychosozialen Verhältnisse aus. Die heutigen Gesundheitsprobleme und Krankheitsnöte lassen sich nicht mehr mit "medizinischem Fortschritt" oder biochemischen "Wunderwaffen" bewältigen. Die kulturellen und sozialökologischen Verhältnisse sind entscheidend, ob Menschen fett oder depressiv, süchtig oder schmerzgebeutelt sind, sich falsch ernähren oder zu wenig bewegen...


Salutogene Kommunikation

Theodor Dierk Petzold

zur Anregung der Selbstheilungsfähigkeit bei chronischen Erkrankungen (Workshop) Unsere Kommunikation miteinander hat einen großen Einfluss auf unsere gesunde Entwicklung - Menschen entwickeln sich in, mit und durch Kommunikation. Sie kann unsere gesunde Selbstregulation - verstanden als Stimmigkeits-/Kohärenzregulation - wesentlich beeinflussen, sowohl in Richtung Erkrankung als auch in Richtung Gesundheit. Im WS wird das Entwicklungsmodell gesunder kommunikativer Kohärenzregulation vermittelt und einige Kommunikationsübungen zur Anregung der Selbstheilungsfähigkeit werden erprobt. Workshop im Rahmen des 1. Symposiums des Dachverbands Salutogenese: "Chronisch krank und doch gesund" vom 04. - 06. Mai 2012 in Göttingen, ca. 65 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (66 MB audio, 395 MB video)


Salutogenese bei Krebserkrankungen

Wolf Büntig

In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es eine starke Bewegung der kurativen Psychoonkologie, die zum einen angetrieben wurde durch die Beobachtung von Klinikern, dass Menschen unerwartete Besserungen und Heilungen erlebten, die ihre Einstellungen sich selbst, dem Leben und der Krankheit gegenüber änderten (Simonton) oder auf Vorstellungen von einem gesunden Leben hinarbeiteten (LeShan). Zum anderen wurden Berichte über Spontanheilungen wieder veröffentlicht, seitdem es für sie Erklärungsmodelle wie die Wirkung des Immunsystems oder die Reaktivierung der Apoptose gab. Heute erleben wir eine Gegenbewegung: Was sich dem statistischen Nachweis entzieht, kann nicht wirklich wahr sein. Kollektiv ist die medizinische Zunft eher ängstlich konservativ bis reaktionär: Erst seit wissenschaftlich erklärt werden kann, warum die Hummel trotz ihres schweren Körpers und ihrem begrenzten Stoffwechsel fliegen kann, dürfen wir auch wieder wahrnehmen, dass sie tatsächlich fliegt...


Wege zur Gesundheitsorientierung und mentalen Heilungsförderung

Gerhart Unterberger

Wenn Menschen krankheitsorientiert über ihren Gesundheitszustand nachdenken, unterschätzen sie den eigenen Einfluss und können ihr Selbstheilungspotential nicht optimal nutzen. An Verfahren aus dem Hildesheimer Gesundheitstraining zeigt Unterberger beispielhaft, wie man Erkrankte dabei unterstützen kann, zu einer Sichtweise zu kommen, die an Gesundheit und den persönlichen Zielen orientiert ist; blockierende Überzeugungen können entmachtet und Heilungsprozesse selbsthypnotisch gefördert werden. Vortrag im Rahmen des 1. Symposiums des Dachverbands Salutogenese: "Chronisch krank und doch gesund" vom 04. - 06. Mai 2012 in Göttingen, ca. 28 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (29 MB audio, 124 MB video)


Chronic care oder: Wie kann man trotz chronischer Erkrankung gut leben?

Stefan Wilm

Wie kann man trotz chronischer Krankheit gut leben? Gute Frage. Je nach Defnition der Vertreter des Gesundheits(!)systems sind fast alle Deutschen chronisch krank. Aber chronisches Kranksein ist immer auch eine Frage der inneren Haltung und des Umgangs, nicht nur des Leidens an einer Krankheit...


Lebensfreude als Mittel gegen chronische Erkrankungen

Ulla Sebastian

Die meisten Menschen verbinden chronische Krankheiten mit Leid, Schmerz, Depression und tödlicher Bedrohung. Dies schlägt sich nieder in dem Spruch: "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts". Ist das wirklich so? Jede Krankheit ist auch eine Chance zur Veränderung der Lebenshaltung, einer tieferen Sinnfindung und damit Erfüllung. In diesem Vortrag schauen wir, wie Lebensfreude den Umgang mit der Krankheit erleichtern kann und welche Grundhaltungen und Schritte notwendig sind, um zur Lebensfreude trotz chronischer Krankheit zu finden. Vortrag im Rahmen des 1. Symposiums des Dachverbands Salutogenese: "Chronisch krank und doch gesund" vom 04. - 06. Mai 2012 in Göttingen, ca. 37 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (55 MB audio, 219 MB video)


Einführung

Theodor Dierk Petzold

Einführung in das Symposiumsthema: "Was bedeutet eine salutogenetische Orientierung?" Ottomar Bahrs und Theodor Petzold führen in die Thematik des Symposiums ein. Einführung in die Thematik des 1. Symposiums des Dachverbands Salutogenese: "Chronisch krank und doch gesund" vom 04. - 06. Mai 2012 in Göttingen, ca. 36 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (39 MB audio, 212 MB video)


Chronizität - was ist wirklich möglich?

Wolfram Fischer

Ausgehend von der Zunahme chronischer Erkrankungen wird eine semantische und handlungspraktische Verschiebung des Krankheitsbegriffs vom Episodischen zum Andauernden konstatiert. Patienten, Angehörige und die Akteure des Gesundheitssystems stehen vor der Aufgabe, die Integration der Erkrankung als Normalität im konkreten biographischen Lebensprozess zu unterstützen. Der Verfasser sieht dabei die Notwendigkeit die Merkmale leiblicher und biographischer Strukturierung zu erkennen und den individuellen Orientierungshorizont offen zu halten. So kann das wirklich Mögliche, nämlich eine salutogene Lebensweise, schon jetzt beginnen. Vortrag im Rahmen des 1. Symposiums des Dachverbands Salutogenese: "Chronisch krank und doch gesund" vom 04. - 06. Mai 2012 in Göttingen, ca. 43 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (55 MB audio, 256 MB video)