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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Therapeutisches Erzählen


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Geschichten für mehrere Generationen

Charlotte Wirl

Märchen, Metaphern und Geschichten werden seit alters her in therapeutischen (hypnotischen) settings genutzt. Im Erfinden und Erzählen von therapeutischen Geschichten und insbesondere Metaphern rufen wir spielerisch Trancezustände hervor, eine indirekte analoge Kommunikation auf verschiedenen Ebenen wird evoziert und utilisiert. Im Workshop wird nach einer kurzen allgemeinen Einleitung des Aufbaues von Märchen und Geschichten aus verschiedenen Ländern die Konstruktion individueller, maßgeschneiderter Geschichten und Metaphern für verschiedene Altersstufen, Einzelne oder Familien gezeigt. Das Erfinden und Erzählen von therapeutischen Geschichten und Metaphern ist eines der kreativsten und schönsten Formen der indirekten Kommunikation für beide: Therapeut(in) und Klient(in). Workshop anlässlich der 7. Kindertagung "Mehrgenerationenperspektive - Hypnotherapeutische und Systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen" von 31. Oktober - 03...


Das Monster zum Freund machen: Hypnosystemische Behandlung von Angst und Phobie

Silvia Zanotta

Märchen, Metaphern und Geschichten werden seit alters her in therapeutischen (hypnotischen) settings genutzt. Im Erfinden und Erzählen von therapeutischen Geschichten und insbesondere Metaphern rufen wir spielerisch Trancezustände hervor, eine indirekte analoge Kommunikation auf verschiedenen Ebenen wird evoziert und utilisiert. Im Workshop wird nach einer kurzen allgemeinen Einleitung des Aufbaues von Märchen und Geschichten aus verschiedenen Ländern die Konstruktion individueller, maßgeschneiderter Geschichten und Metaphern für verschiedene Altersstufen, Einzelne oder Familien gezeigt. Das Erfinden und Erzählen von therapeutischen Geschichten und Metaphern ist eines der kreativsten und schönsten Formen der indirekten Kommunikation für beide: Therapeut(in) und Klient(in). Workshop anlässlich der 7. Kindertagung "Mehrgenerationenperspektive - Hypnotherapeutische und Systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen" von 31. Oktober - 03...


Stimme in Stimmung.

Julia Fischer

Die menschliche Stimme spielt ebenso wie bei anderen Tieren eine wichtige Rolle im Ausdruck von Emotionen und gilt als wichtiges Attraktivitätsmerkmal. Menschen können Emotionen aber auch vortäuschen, was nicht zuletzt Grundlage für die performativen Künste ist. Mit Hilfe akustischer Analysen identifizierten wir Unterschiede zwischen (manchen) „echten“ und „gespielten“ Emotionen. Auch wenn die Zuhörer in Wahrnehmungsexperimenten nicht in der Lage waren, explizit zwischen echten und gespielten Emotionen zu unterscheiden, hatte der Ursprung der Aufnahmen kulturübergreifend einen signifikanten Effekt auf die Erkennung. Der Einsatz von bildgebenden Verfahren zeigte, wie die Wahrnehmung der Stimme unser Räsonieren über die Gedanken und Gefühle anderer beeinflusst. Abschließend wird auf die Merkmale weiblicher Attraktivität in der Stimme und ihrer Funktion als Qualitätsmerkmal eingegangen...


Gene & Genogramme

Albert Pesso

In seinem Vortrag schlägt Albert Pesso eine Brücke von unserem Körper-Gedächtnis zur Mehrgenerationenperspektive. Seine über vierzigjährige therapeutische Arbeit mit Individuen, Paaren und Familien hat ihn zu der Überzeugung gebracht, dass in unserem genetischen Gedächtnis ein innerer Bauplan von Familie mit einem intuitiven Erwartungshorizont verankert ist. Wir „wissen“, was wir von unseren Eltern bekommen sollten, was sie von ihren Eltern gebraucht hätten und wie wir zufriedene Erwachsene werden können. Wir alle haben eine Ahnung von Glück, Freude und Fairness. Von Anfang an tragen wir eine Art „gefühltes“, intaktes, dynamisches Genogramm in uns. Kinder lassen sich vom Leid ihrer Eltern anrühren und fühlen sich aufgerufen für Gerechtigkeit in der Familie und der Welt zu sorgen. In anderen Worten, alle Kinder kommen mit dem Potential auf die Welt, jede familiäre Rolle und Funktion in Realität oder Phantasie auszufüllen...


Die Macht der Stimme in Beratung und Therapie

Arno Fischbacher

Ärger, Angst, Freude, Selbstsicherheit. Nichts zeigt innere Regungen so unmittelbar wie der Klang der Stimme. Stimme schafft Distanz, aber auch beruhigende Nähe. Sie verrät präzise, ob jemand meint, was er sagt. Stimme macht Stimmung! Wer in Therapie und Beratung tätig ist, sollte die Signale von Stimme und Körpersprache professionell zu nutzen wissen. Arno Fischbacher zeigt in diesem Workshop, wie stark die Tonalität der Stimme den Therapiealltag bestimmt. Anhand von Praxisbeispielen erproben Sie den Einfluss Ihre Stimme auf die Qualität von Begegnung, Gespräch und Therapiearbeit. Die Teilnehmer erhalten Tipps, wie sie ihren "Autopiloten" ausschalten und bewusst auf neues Verhalten umschalten können. Workshop beim Junfermann-Kongress "Selbstmanagement, Coaching und erfolgreiche Kommunikation" vom 10. - 12. Februar 2012 in Paderborn, ca. 181 Min. auf 3 CDs oder 1 DVD oder als Sofortdownload (211 MB audio, 1,4 GB video)


Das Tier im Menschen - Triebe, Reize, Reaktionen

Thomas Junker, Julia Fischer, Franz Josef Wetz, Rudolf Kötter, Franz Wuketits

Der Mensch entstammt dem Tierreich – das merkt man ihm bis heute an. Wie beeinflusst ihn diese "biologische Erdung"? Kann die Kluft zwischen alten Schlüsselreizen und neuen Vernunftidealen überbrückt werden? Die Vorträge aus den Gebieten der Evolutionsbiologie, der vergleichenden Neuroanatomie, der Paläoanthropologie, Ethologie, Psychologie und Philosophie liefern spannende Erkenntnisse: Prof. Thomas Junker: Die Gene – Freund oder Feind? Zum Menschenbild der evolutionären Psychologie Prof. Dr. Sabine Döring: Die Rückseite der Vernunft Was zeichnet menschliche Gefühle aus? Prof. Dr. Achim Peters: Dicke leben länger Wie die Hirnforschung den Mythos vom ungesunden Übergewicht widerlegt Prof. Dr. Julia Fischer: Stimme in Stimmung Gefühle, Absichten und weibliche Reize in der menschlichen Stimme Prof. Dr. Franz Josef Wetz: Lust am Exzess Drogen, Sex und Clubbing Prof. Dr...


Dem 'Inneren Selbst' in Geschichten und Metaphern begegnen

Charlotte Wirl

Geschichten und Metaphern werden seit alters her zur Vermittlung von Wissen, Erfahrung, Visionen, Ideen, Bewältigungsstrategien, zur Ressourcenetablierung und dem Zugang zu inneren Gefühlen wie Liebe, Vertrauen, der eigenen Stärke genutzt. Geschichten versetzen in Trance und in Trance erzählte Geschichten potenzieren den Erfolg. Im Seminar werden basierend auf den grundlegenden Strukturen von Geschichten und Erzählungen die Konstruktion individueller, maßgeschneiderter Geschichten und Metaphern gezeigt. Die Seminarteilnehmer erschaffen selbständig spezielle, symbolische Metaphern bei Nutzung der persönlichen Ressourcen und der gleichzeitigen Kommunikation auf einer multilevel Ebene. Das Erfinden und Erzählen von Geschichten und Metaphern ist eines der kreativsten und schönsten Formen der indirekten Kommunikation. Ziel: individuelle Geschichten/Metaphern zielorientiert zu erschaffen und in Trance zu erzählen. (Workshop, 1. Hypno Kongress "GEIST-KÖRPER-GRUPPE" vom 12. - 15...


Über die Kunst, eine therapeutische Geschichte zu erzählen

Hanne Seemann

(Kongress:"Hypnotherapie: Handwerk, Kunst und Wissenschaft", Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft, Bad Kissingen, 24. - 27. März 2011, Workshop, ca. 150 Min. auf 3 CDs oder als Sofortdownload (170 MB audio))


Movies in the Mind: Healing the Disturbing Consequences on our Minds

Albert Pesso

and Bodies from Hearing Family Stories of Incompletions and Injustice... (Kongress: "Hypnotherapie und Körpertherapie", Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft, Bad Kissingen, 04. - 07. März 2010, Vortrag, 34 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder englisch, als Sofortdownload (42 MB audio, 160 MB video))


Von Frauen lernen. Die starken Frauengestalten

Paul Janouch

in Wagners "Ring des Nibelungen" - und warum Männer von Frauen lernen müssen (Kongress: "Hypnotherapie und Körpertherapie", Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft, Bad Kissingen, 04. - 07. März 2010, Vortrag, 65 Min. auf 1 CD oder als Sofortdownload (74 MB audio))


The Invisible Story Teller: how to Understand and Treat Conversion Disorders with Hypnotherapy

Camillo Loriedo

Conversion Disorders correspond to the more emblematic symptoms of what was previously defined as Hysterical Disturbances. An updated view of these disorders should take in account the peculiar interaction style of these patients that behave in their daily lives as if they should continuously tell stories in the desperate search for someone who can accept to listen to them. Camillo Loriedo, MD, is Professor of Psychiatry, University of Rome, School of Medicine. Dr. Loriedo is President of the Italian Society of Hypnosis and past-President of the European Society of Hypnosis. He is President of the Italian Milton Erickson Society and a member of the Board of Directors of the Milton H. Erickson Foundation. Dr. Loriedo is the Editor of the Italian hypnosis journal, Ipnosi; Editorial Consultant, International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis; and member of the Editorial Board of the American Journal of Clinical Hypnosis. In the year 2001, he received the Milton H...


Weisst Du, wie das wird? Die Musik als Medium des Unbewussten in den Opern Richard Wagners

Paul Janouch

(Kongress: Hypnotherapie und Psychodynamik - Jahrestagung der Milton-Erickson-Gesellschaft, Bad Orb, 06. - 09. März 2008, Vortrag, 62 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (65 MB audio, 575 MB video))


Geschichten - kommunikatives Bindeglied zwischen Einzel- und Familientherapie

Charlotte Wirl

(Kongress: 5. Kindertagung Heidelberg 2005, "Hypnotherapeutische und systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen",  03. - 06. November 2005, Workshop, 151 Min., 3 CDs oder als Sofortdownload (155 MB audio))


Heilungsgeschichten - Wie die Logotherapie Menschen hilft

Elisabeth Lukas

Zu diesem Artikel wurden noch keine inhaltlichen Angaben hinterlegt. (1999, ca . 54 Min. auf 1 CD oder als Sofortdownload (74 MB audio))


Aspekte der Wirklichkeit

Helmuth Stolze

Von der Wirklichkeit des therapeutischen Handelns   Prof.Dr. Helmuth Stolze: Im Blick auf die Wirklichkeit des therapeutischen Handelns zeigt sich zunächst, dass in Klinik und Praxis anderes geschieht, als man nach den an Theorien und Konstrukten orientierten Richtlinien erwarten sollte. Eng mit der Erörterung dieser Situation verbunden ist die zweite Wirklichkeitsfrage des Themas: Was wirkt in der Psychotherapie? Hier kann einmal angeknüpft werden an die vorausgehende Vorlesung (von Trenkel) über die Beziehungswirklichkeit. Zum anderen aber - und das wird der Hauptteil der Vorlesung sein - wird die Bedeutung von Handeln und Tun für die psychotherapeutische Wirklichkeit herausgestellt werden. Dazu muss geklärt werden, was "Handeln" in der Psychotherapie überhaupt meint...


Trauma als Folge von Gewaltverbrechen

Gottfried Fischer

Mit Diskussion   Prof Dr. Gottfried Fischer: Die Folgeschäden bei Opfern von Gewaltverbrechen werden u.a. anhand eigener Untersuchungsergebnisse aus dem "KOM-Projekt" ("Kölner Opferhilfe Modellprojekt" in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, NRW) dargestellt und diskutiert. Näher eingegangen wird auf Risikofaktoren für die Entwicklung eines psychotraumatischen Belastungssyndroms im Anschluss an die Gewalterfahrung. Für sekundäre Prävention und Therapie werden die Grundlagen eines Interventionskonzepts dargestellt, die "Mehrdimensionale Psychoanalytische Traumatherapie" (MPIT)...


Das Trauma

Almuth Massing

Unheimliche Geschichte-Geschichten - Die verheimlichten Spätfolgen von NS-Zeit und tabuisierten Ereignissen   Dr. Almuth Massing: Spätestens seit der kontroversen Diskussion von Goldhagens "Hitlers willige Vollstrecker" müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass das Erbe der Vergangenheit weiterhin durch unbewusste - auch bewusste - Tradierungen und unbewusste Identifizierungen weiterhin wirksam und damit in mannigfaltigsten Symptombildern und Verstörungen aufzuspüren ist. Eine weitere Begründung, dass die Chance nicht vertan werden darf, unserer "unheimlichen Geschichte" Be-Achtung zuzuwenden, liegt in der Tatsache, dass die Zeugen - Opfer, Täter, Mitläufer - bald nicht mehr nach ihren "verheimlichten Geschichten" befragt werden können, da sie verstorben sind...


Das Trauma: Folter, Opfer, Therapeuten

Alfred Drees

Prof. Dr. Alfred Drees: Die weltweite Folterpraxis in unserer Zeit bedarf einer offenen, kritischen und engagierten Betrachtung, bevor wir uns der Therapie von Folteropfern zuwenden können. Denn wir sind Teilnehmer unserer Geschichte. Wir sind Betroffene. Die Zunahme von Gewaltopfer stellt Hilfswillige, Berater und Psychotherapeuten vor zum Teil unlösbare Aufgaben. Es zeigt sich, dass mitmenschliches Einfühlen in das Leiden der Gewaltopfer, vor allem bei foltertraumatisierten Patienten, seine Grenze in der Tatsache findet, dass das Ausmaß des durchlittenen Schreckens nicht übertragbar ist in nachvollziehbare mitmenschliche Gefühle und das die empathische Offenheit der Helfenden regelhaft überfordert wird. Gewaltopfer sind in ihrer traumatischen Erlebenswelt eingeschlossen. Sie haben den Zugang zu ihrem prätraumatischen Gefühlsreichtum verloren...


Grundlagen der psychoanalytischen Krankheitslehre

Rainer Krause

Prof. Dr. Rainer Krause: Ausgehend von der therapeutischen Beziehung und ihrer grundlegenden Andersartigkeit zu anderen Beziehungen, wird die Situation, in der die psychoanalytische Theorie entstand, untersucht. Es werden die verschiedenen Modi der Verarbeitung in der Forschung und der Psychotherapie/Psychoanalyse und ihre partielle Vereinbarkeit besprochen (Beobachtung, Empathie, Bedeutungsaufhellung). Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 283 Min. auf 5 DVDs oder als Sofortdownload (543 MB video)


Das Trauma: Trauma und Schmerz

Hildegund Heinl

Dr. Hildegund Heinl: Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Beziehung von seelisch-körperlicher Traumatisierung im Lebensverlauf einerseits und der chronischen Schmerzkrankheit des Bewegungssystems andererseits als eine der Ausdrucksformen für unbewältigte traumatische Erfahrungen. Seelische und körperliche Misshandlung, seelische und körperliche Vernachlässigung, emotionale und sexuelle Ausbeutung, Armut und Krankheit in der Familie gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren, die den Entstehungsprozess einer chronischen Schmerzkrankheit begünstigen. Die Referentin stellt vielfältige kreative, diagnostische und therapeutische Zugangswege zum Patienten und seiner traumatischen Erfahrung anhand von Einzelfallbeispielen und Bildmaterial dar. Die dargestellten Fälle sollen ermutigen, von der weit verbreiteten resignativen Einstellung zur Schmerzkrankheit als Schicksal, "mit dem man leben muss", hin zu einer Hoffnung auf Linderung, vielleicht auch Heiliung , sich auszurichten...


Traumatische Folgen des Nationalsozialismus in der 2. und 3. Generation

Anita Eckstaedt

Eine Spurensuche   Dr. med. Anita Eckstaedt: Vortrag und Diskussion zum Leitthema "Das Trauma". Dr. med. Anita Eckstaedt vertieft sich auf die traumatischen Folgen des Nationalsozialismus anhand mehrerer Fallbeispiele bestehend aus Gesprächen mit Patientinnen und Patienten aus ihrer Praxis. Vortrag und Diskussion im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 120 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (349 MB video)


Der Gewaltzirkel

Manfred Cierpka

Wie das Opfer zum Täter wird   Prof. Dr. Manfred Cierpka mit Dr. Barbara Diepold: Die Geschichte der Menschheit ist von Gewalt gezeichnet. Eine Gewalttat scheint die nächste zu gebären, und die öffentliche Diskussion wird derzeit von diesem Thema auf unterschiedlichen Ebenen beherrscht: So werden erst jetzt, 50 Jahre nach Kriegsende, beängstigende Aspekte der nationalsozialistischen Geschichte deutlich, dass nämlich "ganz normale Männer" - so ein Buchtitel von Ch. Browning - Gewalttäter waren, und das ganze deutsche Volk bereitwillig das brutale Mordprogramm seines Diktators vollstreckte - so die Anklage D. Goldhagens. In diesem Vortrag geht es um die Art von Gewalt, bei der die Täter zumeist aus dem eigenen familiären Umfeld stammen. Die Traumaforschung zeigt, dass viele Opfer ihre schrecklichen Erfahrungen so verarbeiten, dass sie die Passivität der Opferrolle in die Aktivität eigenen gewalttätigen Handelns verkehren...


Das Trauma: Zur Geschichte und Psychodynamik des Traumas

Almuth Sellschopp

Prof. Dr. Almuth Sellschopp: Der Vortrag geht aus geschichtlicher Sicht auf die Merkmale ein, die die Trauma-Phänomenologie und Pathologie gliedern. Er behandelt desweiteren die heute gültigen diagnostischen Klassifikationen und ihre Psychodynamik. Die Referentin schließt mit der Darstellung der wichtigsten Modi traumatischen Erlebens, sie zeigt Besonderheiten differentieller Indikationen auf und gibt therapeutische Angebote. Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 60 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (113 MB video)


Bearbeitung des Traumas in der therapeutischen Beziehung

Mathias Hirsch

Dr.Mathias Hirsch: Traumatische Gewalt in der Familie, wie körperliche Misshandlung und sexueller Missbrauch, überrollt die körperlichen, sexuellen, sowie psychisschen Grenzen des Kindes. Auch Opfer vom Extremtraumatisierung im Erwachsenenalter regredieren auf das Stadium eines hilflosen, abhängigen Kindes; die Abwehrmechanismen, die ein Überleben ermöglichen, sind gleich: Dissoziation von Teilen des Körper-Selbst, sowie die Internalisierung der Gewalterfahrung und der entsprechenden Beziehung in Form von Introjektion und Identifikation mit dem Aggressor. In der psychoanalytischen Therapie des Opfers kommt es darauf an, das fremdkörperartige traumatische Introjekt zu externalisieren, es mitsamt den dissoziierten Affekten in die Übertragungsbeziehung zu bringen, bzw. projektiv externalisierte Selbst- und Objektanteile zu integrieren...


Behandlungsstrategie für in der Kindheit traumatisierte Patienten

Ulrich Sachsse und Luise Reddemann

Prof. Dr. Ulrich Sachsse mit Dr. Luise Reddemann: Eine Behandlungsstrategie für in der Kindheit traumatisierte Patienten und Patientinnen Die Vorlesung vermittelt das aktuelle diagnostische Verständnis traumabedingter Symptombildung und eine gestufte, imaginative Psychotherapiestrategie, die die Dissoziationsfähigkeit der PatientInnen therapeutisch aufgreift: Ressourcenorientierte Bildung eines sicheren inneren Ortes, Schaffung innerer Helfer, verschiedene Techniken der Traumaexposition in der Imagination, Ansätze für eine neue Sinnfindung, Gestaltung der therapeutischen Beziehung. Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 279 Min. auf 5 DVDs oder als Sofortdownload (752 MB video)


Was Patienten ihren Therapeuten erzählen

Brigitte Boothe

Prof. Dr. Brigitte Boothe: Erzählungen künden von "psychischer Wahrheit", jedoch in vermittelnder Weise. Erzählte Welt ist keine faktische, sondern eine dramatische Welt. Ihr Lebenselement ist nicht Abbildung, sondern die Suggestion. Der Erzähler ist nicht einsam, sondern entfaltet sich inmitten sozialer Resonanz. Der Hörer wird Gefäß für ein psychisches Anliegen und genießt emotionalen Mitvollzug. Die Erzählung ist manipulationskräftig, der Hörer manipulierbar. Psychotherapie kann maligne in den Sog von Erzählkonstruktion geraten. Die "psychische Wahrheit" als gelebter Konflikt ist die verdeckte Basis der Erzählkonstruktion. Jene wird jedoch nicht sichtbar und nicht bearbeitbar, wenn die Konstruktionen sich dem Aufbrechen, dem Infragestellen verweigern. Vortrag, Diskussion sowie Schlusswort von Theodor Seifert der 1. Woche im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 90 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (208 MB video)


Behandlungsgeschichten erzählen

Jürgen Körner

Prof. Dr. Jürgen Körner: Behandlungsgeschichten lassen sich wie eine Novelle lesen: Sie erzählen von einer menschlichen Begegnung, in der sich etwas Neues, "Unerhörtes" ereignete, eine Episode im Leben zweier Menschen, die in beiden auch ihrem Ende fortwirkt. Während eine Novelle sich selbst zu erzählen scheint, wendet sich eine Behandlungsgeschichte (fast) immer an einen, wenn auch abwesenden Leser. Und während der Autor einer Novelle so tun darf, als verfolge er selbst keinerlei Absicht, dürfen wir dem Erzähler oder dem Schreiber einer Behandlungsgeschichte regelmäßig unterstellen, dass er uns - zumindest indirekt - etwas Bestimmtes mitteilen will. Vielleicht möchte er uns mit Hilfe der Behandlungsgeschichte von seiner psychodynamischen Hypothese überzeugen, im anderen Falle ist es ihm daran gelegen, seine fachliche Qualifikaton nachzuweisen...


The Narrative Self

Daniel Stern

In diesem Vortrag geht Daniel Stern ergänzend und vertiefend auf die Vorlesung "Die Entwicklung des Selbst" ein: In meinem Vortrag werde ich mich mit Narrativen und dem narrativen Selbst in der psychotherapeutischen Situation beschäftigen. Narrative sind ein beliebtes Thema, und ich werde es aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Ich würde gerne mit der zentralen Bedeutung des Narrativs in der Psychotherapie beginnen. Das Narrativ steht im Zentrum der verbalen Psychotherapie. Wenn man darüber nachdenkt, gehört alle Information, die ein Patient liefert, zum sog. Narrativ. Patienten erzählen dem Therapeuten Geschichten darüber, wer sie sind, wie ihre Mutter war, wie sie glauben, wie der Therapeut ist und was gestern passiert ist. So besteht der größte Teil der Information in der verbalen Psychotherapie aus Geschichten, mit anderen Worten Narrativen...


Familiengeschichte(n)

Rosmarie Welter-Enderlin

Vortrag und Diskussion   MSW Rosemarie Welter-Enderlin: Geschichten, die im therapeutischen Gespräch erzählt werden, sind in besonderer Weise geeignet, die Struktur handlungsleitender Wirklichkeitskonstruktionen zu erhellen. Was man nicht erklären oder genau definieren kann, muss man erzählen. Auf der Grundlage familialer Sinnstrukturen (metaphorisch ausgedrückt: der Melodien, zu denen Menschen ihren Tanz tanzen), können im gemeinsamen Prozess des Fragens und Erzählens Schritt um Schritt neue Kapitel zu den bisherigen Geschichten entworfen werden. Damit werden psychische und soziale Strukturtransformationen angestoßen, die zu "systemeigenen" Lösungen führen: Aus der Rekonstruktion der Vergangenheit sprießt Zukunft. Als problematisch definiertes Verhalten kann dabei als Vorne anstehenden Wandels verstanden werden...


Erzählung und Erzählen in der Psychodramatherapie

Grete Anna Leutz

Lebensgeschichte(n) im szenischem Handeln   Dr. Grete Anna Leutz: Im Psychodrama wird das Narrativ durch szenische Darstellung vertieft und erweitert. Das spontane szenische Handeln aktualisiert Körpererinnerungen u.a auch an vorsprachliche Lebenserfahrungen, die sich einer rein erzählenden Wiedergabe om Allgemeinen entziehen würden. Ihre Bewusstmachung und Integration in die Lebensgeschichte wird therapeutisch als wichtig erachtet. Im Narrativ enthaltene Entwürfe für künftiges handeln können im Psychodrama zusätzlich auf die Realitätsprobe gestellt und gegebenenfalls eingeübt werden. Das Narrativ setzt sowohl in verbaler als auch geschriebener oder szenischer Darstellung für den Erzähler einen rezipierenden Mitmenschen voraus. Im Sinne Morenos darf es als "Einladung zu einer Begegnung" verstanden werden...


Narrative psychologische und historische Wahrheit

Léon Wurmser

Mit Beispielen aus der Weltliteratur Léon Wurmser: Ausgehend von einer Aussage von George Eliot, dass sie in ihrem Roman "Romola" auf "die Ausübung einer wahrhaften Vorstellungskraft in der historischen Darstellung abziele, indem sie "alle bestehende Evidenz brauchte und das, was fehlte, durch sorgfältige analogische Schöpfung ergänzte" werden tiefe Wesensähnlichkeiten bestimmter literarischer Werke mit der psychoanalytischen Arbeit und Theorie untersucht. Die Psychoanalyse zielt ihrerseits auf die systematisch ordnende und symbolisch darstellende, voraussagenkräftige, also wissenschaftliche Erfassung der Seele ab, und zwar des Innenlebens, das im Konflikt steht. Doch verbindet sie diese mit einem historischen Bewusstsein des Einzellebens, das eine Unmenge von Einzelheiten zusammenfasst und in oft dichterischer Form dem Patienten vermittelt und natürlich, mutatis andis, auch dem Fachpublikum...


Erzählung und Erzählen in der Psychoanalyse

Dieter Ohlmeier

Erkennen, Erleben und Rekonstruktion der eigenen Geschichte   Prof Dr. Dieter Ohlmeier: Das Thema erinnert an jenen Dreitakt, den Freud 1914 in seiner bekannten psychoanalytischen Arbeit "Erinnern - Wiederholen - Durcharbeiten" genannt hat. Und damit versucht er die zentrale Ebene des sogenannten "behandlungs-technischen Vorgehens" der Psychoanalyse zu beschreiben, die sich auf das Erinnern, das Wiederholen und das Durcharbeiten beim Patienten in ihrer Aufmerksamkeit und in ihrer Aktivität von Seiten des Therapeuten zu richten hat. Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 56 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (164 MB Video)


Erzählung und Erzählen in der Transaktionsanalyse

Angela Seifert

Skriptgeschichten   Angela Seifert: Wenn die Lebensgeschichte nicht weiter Geschichte bleibt, sondern Erzählung wird, ist Bewusstheit über Zusammenhänge möglich, in die der betreffende Mensch sich bislang hilflos verwickelt glaubte. Bewusstwerdung braucht ein Gegenüber: dieses kann in Gestalt der Leitfigur - des "Helden" - der Erzählung besser wahrgenommen werden als in der Verwobenheit der Lebensgeschichte. In der Identifizierung mit den Leitfiguren der verschiedenen Geschichten geschieht auch die Distanzierung zur eigenen Vergangenheit, die nunmehr mit ein bisschen Weinen und Lachen als wunderbare, grandiose, schlaue oder kühne Inszenierung betrachtet werden kann. Daraufhin kann dann die Entscheidung getroffen werden: Will ich diese Rolle weiterspielen oder schreibe ich mein Skript um und weise mir eine Rolle zu, die heute besser zu mir passt...


Erzählung und Erzählen in der Familientherapie

Terje Neraal

Erzähltes, Verschwiegenes, Mythen und Geheimnisse in der Familientherapie   Dr. Terje Neraal: Zunächst springt einem das Gegensätzliche zwischen Mythen und Geheimnissen ins Auge: Bei den Mythen handelt es sich um eine spezielle Art von Erzählungen, während es bei den Geheimnissen um Verschwiegenes geht. Bei näherer Betrachtung werden jedoch Gemeinsamkeiten deutlich. Sowohl bei den Mythen, als auch bei den Geheimnissen geht es um die Frage: Wieviel Wahrhaftigkeit können wir uns selbst erlauben, wieviel Wahrheit können wir den anderen zumuten? Denn bei Mythenbildungen handelt es sich um eine Verfälschung der Wahrheit, bei der Geheimhaltung wird sie jemanden vorenthalten. Von daher liegt es nahe zu vermuten, dass die Wahrheit deswegen verdreht oder verschwiegen wird, weil sie Angst macht, und dass Mythen und Geheimnisse Schutz- und Abwehrfunktionen erfüllen...


Erzählung und Erzähltes in der Verhaltenstherapie

Dirk Zimmer

Prof Dr. Dirk Zimmer: Wesentliches Kennzeichen einer modernen kognitiven Verhaltenstherapie ist die Überlegung, wie neue Lernerfahrung auf der affektiven, kognitiven und Verhaltens-Ebene innerhalb und außerhalb der therapeutischen Beziehung angeregt werden können. Diese zukunftsweisende Aufgabe ist in der Regel nur möglich auf der Basis eines guten Verständnisses der zentralen kognitiv-emotionalen Schemata und ihres biographischen Hintergrundes. Aktuelle emotional bedeutsame Situationen sind daher häufig Anlass, Brücken zwischen gegenwärtigen Konflikten und frühen Erfahrungen zu schlagen und gezielt Erzählungen anzuregen. Der Wahrheitsgehalt der Rekonstruktion der eigenen Geschichte ist dabei weniger im Vordergrund als die Auseinandersetzung mit den Erinnerungen und auftauchenden Bildern. Diese Auseinandersetzung mit alten Bildern und Überzeugungen kann deutlich machen, wo wichtige Schritte vermieden wurden und Freiheiten eröffnen, diese zu wagen...


Trauma und Gedächtnis

Rainer Krause

Eröffnungsvortrag   Prof Dr. Rainer Krause: Ausgehend von dem amerikanischen Bestseller "Die therapierte Erinnerung. Vom Mythos der Verdrängung bei Anklagen wegen sexuellen Missbrauchs" wird das Problem des sogenannten "false memory syndroms" und der damit verbundenen Gedächtnismodelle aufgerollt. Anhand zweier klinischer Episoden mit "Amnesien" wird die Frage diskutiert, welche Art von Schlussfolgerugen man aus der klinischen Situation in Bezug auf die Faktizität von Erinnerungen bzw. vormals verdrängten Erinnerungen machen kann. Daran anschließend wird eine Synopsis über die modernen Gedächtnisvorstellungen, die Bedeutung des Traumas und von Dissoziationen im Rahmen dieser Gedächtnisvorstellungen und die wesentlichen Unterschiede zum klassischen psychoanalytischen Gedächtnismodell Freuds diskutiert. Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 15. - 25. April 1997, ca. 60 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (118 MB video)


Narration and Fantasy

Ethel Person

Prof. Dr. Ethel Person: Vortrag zum Leitthema "Das Narrativ - aus dem Leben Erzähltes". Vortrag im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 14. - 18. April 1997, ca. 60 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (115 MB video) auf Englisch


Erzählen und Zuhören

Verena Kast

das Narrativ im therapeutischen Dialog "Ich hab so vieles zu erzählen" Vortrag von 1997, ca. 58 Min. auf 1 CD oder als Sofortdownload (58 MB audio).


Orientalische Märchen in der Psychotherapie

Nossrat Peseschkian

Transkultureller und interdisziplinärer Ansatz der Positiven Psychotherapie. Geschichten und Lebensweisheiten werden in der Positiven Psychotherapie nicht willkürlich verwendet, sondern gezielt im Rahmen einer fünfstufigen Behandlung. Ziel ist es, ein Modell zu erarbeiten, das als orientierende und strukturierende Hilfe dazu dienen soll, eine Gesamtdiagnose für den Patienten zu finden. Darüber hinaus muss dieses Modell die gesunden Anteile aufzeigen können, aus denen die Ressourcen für Heilung bzw. Fähigkeiten und Energien hervorgehen. (1996, 90 Min. auf 2 CDs oder als Sofortdownload (101 MB Audio))


Der Kaufmann und der Papagei (mit vielen orientalischen Geschichten)

Nossrat Peseschkian

Orientalische Geschichten in der Positiven Psychotherapie. An vielen Fallbeispielen wird die „psychotherapeutische Funktion“ orientalischer Geschichten geschildert und gezeigt, wie man durch das Medium von Parabel und Gleichnis die Ursache von Fehlverhalten aufdecken kann. Das gibt jedem die Möglichkeit, sich selbst in diesen Geschichten wiederzufinden. Ein Stück praktische Lebenshilfe und Einblick in die bunte Vielfalt orientalischen Lebens. (1996, 112 Min. auf 2 CDs oder als Sofortdownload (171 MB audio))


Set aller Aufnahmen

Nossrat Peseschkian

Set aller Aufnahmen unseres Archivs von Nossrat Peseschkian Diese Titel sind enthalten (alles Audios): 1314C Sammle die positiven Aspekte des Lebens ein und bewahre sie für die dunkle Zeit 150C Orientalische Märchen in der Psychotherapie 1768C Therapie und Praxis einer transkulturellen Bewusstseinserweiterung 178C Grundlagen der positiven Psychotherapie und der positiven Familientherapie 183C Psychotherapie des Alltagslebens 184C Positive Psychotherapie - Eine Einführung. Theorie und Praxis einer neuen Methode 185C Der Kaufmann und der Papagei (mit vielen orientalischen Geschichten) 188C 33 und eine Form der Partnerschaft - Positive Partnerschaft 189C Psychosomatik und positive Psychotherapie ... 190C Positive Stressbewältigung JOK1515C Zum Positiven Umgang mit Lebensweisheiten JOK3757M Orientalische Geschichten und Lebensweisheiten


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