Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Lebensthemen / Lebensrückblick / Lebensmitte


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Unsere Hoffnungen, unsere Ängste, unsere Zukunft

Andreas Krafft

Wege in eine sinnerfüllte Zukunft Kriege, Umweltzerstörung und politische Debakel. Gibt es denn noch Grund zur Hoffnung und wenn ja, was hält unsere Hoffnung am Leben? Wie wir in die Zukunft schauen, ob mit Hoffnung, Angst oder Gleichgültigkeit, wird die Art und Weise bestimmen wie wir im Hier und Jetzt denken und handeln. Die Vergangenheit können wir nicht verändern, aber wir haben ein gemeinsames Interesse, eine sinnerfüllte und nachhaltige Zukunft zu gestalten. Wir berichten über die globalen Zukunftserwartungen der Menschen in Europa, über ihre Hoffnungen und Befürchtungen sowie über ihre wünschenswerten Zukunftsbilder. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 53 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (70,5 MB audio, 1,2 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Hoffnung – die Beziehung zum Leben halten

Alfried Längle

Wenn wir am Ende sind, wenn es kein Werden und keinen Ausweg mehr gibt, kommt Verzweiflung auf. Verzweiflung heißt keine Hoffnung mehr zu haben. Doch was ist Hoffnung? Hoffen ist mehr als ein Gefühl, es ist ein existentieller Akt, eine lebenstragende Haltung, vor dem Unglück und dem Leid nicht zu weichen, sondern in Verbundenheit zu bleiben. Der Hoffende hält den Wunsch für das Positive aufrecht, sogar wenn eine positive Wendung unwahrscheinlich ist. Und dies, obwohl man aktiv nichts (mehr) zur Verbesserung beitragen kann. Zur Untätigkeit verbannt bleibt doch noch das eine: die Treue zu halten dem Wert, der Beziehung, der Zukunft – dem Leben. Diese den Menschen beseelende Haltung hat große psychotherapeutische Relevanz. Sie ist wie ein "psychosomatisches Medikament" – eine Grundlage für Resilienz. Der Vortrag geht auf den psychischen und existentiellen Hintergrund von Hoffnung ein und beleuchtet den Umgang aber auch die Problematik mit ihr...


Mythodrama oder der Mut zu Nachtmeerfahrten

Allan Guggenbühl

Mit Hilfe von Geschichten Wege aus der Verzweiflung finden Berufsschwierigkeiten, Scheidungen, kriegerische Geschehnisse: Es gibt Lebenssituationen, die unsere Klienten wie auch uns selbst enorm herausfordern. Wie vorgehen, wenn jemand die Heimat verloren hat, seine berufliche Existenz zerstört wurde oder er an sich selbst verzweifelt? Oft kommen wir auch als Therapeuten an unsere Grenzen. Im Referat wird aufgezeigt, wie der Einsatz von mythodramatischen Geschichten helfen kann, Menschen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation zu helfen und Zuversicht zu gewinnen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 39 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (52 MB audio, 1,5 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


"Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!" (Dante Alighieri)

Hemma Hammann

PsychotherapeutInnen begegnen Menschen, die hoffen, und jenen, die "hoffnungslos" verloren scheinen. Während Hoffnung die einen PatientInnen zu tragen scheint, birgt sie für andere die Gefahr einer zunehmenden Passivität. Als PsychotherapeutIn wägt man ab und entscheidet gemeinsam mit der betroffenen Person, was es jetzt braucht, damit es "gut" werden kann. Das kann in einem Fall ein fürsorgliches Versorgen des "zarten Pflänzchens Hoffnung" sein und im anderen Fall das Loslassen unhaltbarer Hoffnungsfantasien. Es braucht eine fundierte Auseinandersetzung des Themas "Hoffnung" in der eigenen Biografie und in der Wertehaltung. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 43 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (58 MB audio, 1,4 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Hoffnung: Kontrovers, jedoch wichtig

Iryna Davydenko

Das Zusammennähen des Dialogs in der unterstützenden Beratung von krebskranken Menschen in der Anschlussheilbehandlung Das Durchleben einer Krebserkrankung ist existenzerschütternd und verlangt von PatientInnen eine "double awareness" im Umgang mit der Krankheit. Eine therapeutische Begegnung bietet eine Atempause (auch Triangulierung) im Umgang mit der Krankheit und die Möglichkeit, schwierige Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit der Krankheitserfahrung auszudrücken und zu teilen. Die realistische Hoffnung hilft den PatientInnen, effektive Bewältigungsstrategien aufzubauen und vor allem Selbstmordgedanken zu reduzieren. Die Dynamik des Hoffnungsprozesses erhöht das Bewusstsein und die Akzeptanz der eigenen existenziellen Situation und bestimmt eine Vorbereitung auf die nächsten Schritte im Leben der PatientInnen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 42 Min...


In der Hoffnungslosigkeit Hoffnung finden

Viktoriya Zabor

Herausforderungen im Rahmen der stationären existenzanalytischen Psychotherapie Das Erleben der Hoffnungslosigkeit ist in der Praxis der stationären existenzanalytischen Psychotherapie, sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie, häufig anzutreffen. Was nimmt einem Menschen die Hoffnung? Wie sieht ein Leben ohne Hoffnung aus? Der Vortrag enthält eine Analyse des Phänomens der Hoffnungslosigkeit bei PatientInnen der psychoneurologischen Klinik (Lemberg, Ukraine), ihrer Ursachen und Voraussetzungen. Das Phänomen einer nihilistischen Weltanschauung wird betrachtet, ebenso wie die Möglichkeit, mit diesem Thema in der Psychotherapie zu arbeiten. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 41 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (54 MB audio, 1,3 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Existenzanalytische Feldforschung – Ergebnisse über die Jahre

Maximilian Hetzel

Mit dem Abschluss der über viele Jahre laufenden naturalistischen "Abschlussarbeits-PraktikerInnen-Studie" – an der mehr als 400 PatientInnen aus der freien Praxis teilnahmen – werden weitere Ergebnisse bislang unveröffentlichter Forschungsarbeiten vorgestellt. Ziel des Vortrags ist es, auf Grundlage umfangreicher statistischer Auswertungen einen Einblick in die quantitative Forschungstätigkeit der GLE zu geben und die bedeutsame therapeutische Versorgung psychisch belasteter Menschen durch AusbildungskandidatInnen der existenzanalytischen Psychotherapie zu würdigen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die katamnestischen Daten der Folgeerhebung sechs Monate nach Therapieende gelegt, da sie wertvolle Hinweise auf die Nachhaltigkeit psychotherapeutischer Erfolge liefern – ein Aspekt, der im Praxisalltag häufig nicht sichtbar wird. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca...


Vom gut gemeinten Druck zur ehrlichen Hoffnung

Stephanie Häfele-Hausmann

Kritikerarbeitung in der Traumatherapie schafft Freiraum für Hoffnung Die Wirkung von inneren Kritikern wird von KlientInnen in der Psychotherapie häufig sehr einengend wahrgenommen. Durch die Begegnung mit diesen in der Haltung der "radikalen Sanftheit" (Weiser-Cornell) kann ihre Herkunft und meist wohlwollende Absicht verstanden werden und Freiraum entstehen. Im Vortrag soll in einer Falldarstellung gezeigt werden, wie die – durch den Körper geführte – Kontaktaufnahme mit einem seit frühester Kindheit wirkenden Kritiker Freiraum schaffen und eine "ehrliche Hoffnung" – als Ausrichtung auf die Zukunft, als ein Aufgehoben-Sein in einem größeren Ganzen – im tiefsten Inneren auftauchen und Erleichterung sowie Sinn bringen kann. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 30 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (39 MB audio, 920 MB video)...


Wieder zurück ins Leben

Sabine Dungl-Nemetz

Im Vortrag wird von einer Patientin mit Blick auf die Thematik "Zuversicht und Hoffnung" berichtet. Durch einen Motorradunfall als Beifahrerin im 18. Lebensjahr ist das Leben von Sonja komplett aus den Fugen geraten. Biografisch hatte sie eine frühe emotionale Entwicklungsstörung (Traumatisierung mit Trennungsängsten), wodurch der Schulalltag eine Herausforderung darstellte. Nach dem Verkehrsunfall war es ihr nicht mehr möglich, aus dem Haus zu gehen, zum einen aufgrund der Schmerzen durch die Fremdkörperverletzung und zum anderen aufgrund der Flashbacks (Geräusche, Gerüche und Sonnenlicht). Nach und nach hat sich Sonja wieder zurück ins Leben gekämpft, sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 24 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (31 MB audio, 847 MB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


"Hoffen" als wesentlicher existenzieller Akt zum Überleben

Johannes Rauch und Elsbeth Kohler

Im südlichen Hochland von Tansania ist jedes vierte Kind Halb- oder Vollwaise aufgrund schwieriger Lebensbedingungen und Krankheiten wie HIV. Da die Kinder das Sterben ihrer Mütter über längere Zeit mittragen müssen, wird ihr Vertrauen in die Welt erschüttert. Johannes Rauch und sein Team haben vor ca. 20 Jahren mit 64 Dörfern eine lokale Organisation gegründet, um sich diesem Problem anzunehmen. Dazu wurden Männer und Frauen aus den Dorfgemeinschaften auf der Grundlage der Existenzanalyse ausgebildet, um die Waisenkinder in ihren "Kinderfamilien" zu unterstützen. Das Vermitteln von Hoffnung in einer "ausweglosen" Situation war dabei von zentraler Bedeutung. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 48 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (65 MB audio, 1,0 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Durch Hoffnung in Krisen berührt

Michaela Gudenus

Hoffnung in der Paartherapie stärken Hoffnung beschreibt eine positive Zukunftserwartung. In der Psychologie gilt sie als kognitive Fähigkeit, um Ziele zu setzen und Motivation zu bewahren. Philosophisch wird sie als Tugend gesehen, verbunden mit Glauben und Erwartung. In der Paartherapie bildet Hoffnung die Basis der gemeinsamen Arbeit: die Akzeptanz des Unabänderlichen und das Schaffen neuer Verbindungsmöglichkeiten ohne Hoffnungslosigkeit. Diese Arbeit beleuchtet das Stärken von Hoffnung in der existenzanalytischen Paartherapie. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 23 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (36 MB audio, 873 MB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Pädosexuelle Täter in der Zwickmühle

Ingo Zirks

Existenzanalytische Sexualtherapie zwischen Verzweiflung und Zuversicht Die Therapie mit pädophilen Menschen ist herausfordernd, weil sie PsychotherapeutInnen mit dem unendlichen Leid der Opfer und dem der Täter konfrontiert. SexualtherapeutInnen dürfen sich nicht scheuen, schon im Ansatz sichtbare Grenzüberschreitungen aufzuzeigen und Grenzen (zum Schutz weiterer Opfer) zu setzen. Sie trauen sich, schwierige Fragen zu stellen und u.a. verstörende, aber auch berührende Antworten zu hören. In dem Vortrag werden unterschiedliche motivationale Aspekte in der Sexualität (besonders in der Pädophilie) herausgearbeitet. Die personalen Aktivitäten werden von der Annahme des sexuellen Schicksals über die emotionale Zuwendung zu den Opfern und zu sich selbst, der Stellungnahme bis zum Handeln nachgezeichnet. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 38 Min...


Die Verletzlichkeit des Menschen als Ressource

Giovanni Maio

Jeder Mensch ist von seinen Existenzbedingungen her und erst recht, wenn er sich in der Situation des Krankseins befindet, grundverletzlich und angewiesen. Die Verletzlichkeit des Menschen ist nicht nur als Gefährdungsterminus zu sehen, sondern zugleich als Befähigungsterminus, die dem Menschen ermöglicht, sich weiterzuentwickeln. So fordert das Bewusstsein der Verletzlichkeit des Menschen dazu auf, sich in umsichtiger Weise der Not des anderen anzunehmen, denn dort, wo eine Kultur der Sorge den Menschen begleitet, kann die Verletzlichkeit zur Ressource werden. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 46 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (61 MB audio, 1,7 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Leave me alone – oder doch nicht?

Virginia Kerbl

Wie Hoffnung in Jugendlichen mit frühen Bindungsstörungen entstehen kann Beziehungslosigkeit, Identitätskrisen und immer wiederkehrender Haltverlust durch instabile Familienverhältnisse, einhergehend mit affektiven Symptomen, lösen im Jugendalter oft Ablehnung der gesamten Welt gegenüber aus. Was entsteht, ist eine tiefe Hoffnungslosigkeit. Im Rahmen dieses Vortrages wird der Frage nachgegangen, welche Haltung es einerseits braucht, um trotz Ablehnung eine Beziehung zu den jungen PatientInnen aufzubauen, und andererseits, was es braucht, damit Hoffnung überhaupt entstehen darf. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 36 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (48 MB audio, 815 MB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Hoffnung als Leidenschaft für das Leben

Markus Angermayr

Um Hoffnung nicht nur als Wunschdenken, Optimismus oder politische Utopie zu verstehen, muss sich der einzelne Mensch mit der Unverfügbarkeit, mit Verletzbarkeit, Angst und Tod auseinandersetzen. Auch wenn sich keine letztgültigen Aussagen finden lassen, entwickeln Menschen ihre eigene kleine Metaphysik der Hoffnung. Das Dasein erweist sich selbst als existenzieller-personaler Nährboden. Darin finden sich sowohl implizites Wissen als auch Erfahrungen und Imaginationen, wie das Leben weitergehen kann. Das Vertrauen entsteht aus den tiefen Wurzeln des körperleiblichen Daseins und den Strukturen der Existenz. Hoffnung wird so zu existenzieller Zuversicht und zur Ermutigung, einen Anfang zu machen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 48 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (63 MB audio, 1,8 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


… und was nun?

Erika Luginbühl

Erfahrungen mit Hoffnungslosigkeit in Psychotherapie und Beratung Hoffnungslosigkeit ist leidvoll und schwer zu ertragen. Wir spüren, dass sie uns in der Tiefe herausfordert, uns der damit verbundenen Frage zu stellen: Will ich so weiterleben? Diese zentrale existenzielle Frage erleben wir als bedrohlich, sowohl in unserem eigenen Leben als auch im therapeutischen Setting, wo wir Mitverantwortung dafür tragen, dass diese Auseinandersetzung stattfindet. Aber haben wir den Mut und die Kraft, uns dieser grossen Aufgabe zuzuwenden? Fühlen wir uns ihr gewachsen oder setzen wir unbewusste Schutzreaktionen ein, um uns psychisch zu entlasten? Ziel dieses Referats soll unter anderem sein, uns alle zu ermutigen, Hoffnungslosigkeit zuzulassen, um frei zu werden für die Frage: … und was nun? Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 41 Min...


Traumatisierte Sexualität

Melanie Büttner

Zwischen Verzweiflung und der Hoffnung auf Nähe Menschen, die (sexuelle) Gewalt erlebt haben, fällt es häufig schwer, sich in intimen Begegnungen sicher und geborgen zu fühlen. Sexualität kann Erinnerungen an das Trauma wachrufen und intensive emotionale oder körperliche Reaktionen auslösen. Manche Betroffene vermeiden sexuelle Nähe, andere halten Unangenehmes aus oder dissoziieren. Wenn Bedürfnisse und Grenzen nicht klar spürbar sind, wird es zudem schwierig, Sexualität selbstbestimmt zu gestalten und sich vor neuen Verletzungen zu schützen. Dadurch steigt das Risiko für Retraumatisierungen und erneute Übergriffe. Der Vortrag beleuchtet typische Folgen sexueller Traumatisierung und macht ihre Dynamik verständlich. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 50 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (67 MB audio, 1,9 GB video)...


Mehr Hoffnung wagen

Irina Pendorf

Vom Hoffen als Notwendigkeit für gelingende Erziehung Erziehung heute – hoffnungslos? Nein! Erziehung ist existenzieller Ausdruck von Hoffnung. Erziehung ist tätiges Hoffen auf ein lebendiges Morgen trotz Unsicherheit und Bedrohung. Hoffen und Erziehen, beides ist Wagnis und Zukunftsentwurf, beides ist möglich und unverfügbar, beides gibt Halt und fordert Haltung im Hier und Jetzt. Was bedeutet das für PädagogInnen in krisenhaften Zeiten? Wie kann Kindern Grund zur Hoffnung mit auf den Weg gegeben werden? Woher nehmen wir selbst die Hoffnung dafür? Fragen wie diesen wird aus der Perspektive der existenziellen Pädagogik nachgegangen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Es gibt doch (noch) HOFFNUNG!?", 01. - 03. Mai 2026 in Lindau, ca. 27 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (29 MB audio, 1,0 GB video). Auf Nachfrage auch als CD oder DVD erhältlich.


Vom göttlichen Funken in der Weihnachtsgeschichte

Julia Onken

Die Weihnachtsgeschichte in einem anderen Kontext angeschaut Vortrag vom 04. Dezember 2025 am Frauenseminar Bodensee, online, ca. 51 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (45 MB audio, 1,2 GB video).


Die Reise der Lachse als Navigation für den eigenen Lebensweg

Julia Onken

Finde zurück zu dir – inspiriert von der Reise der Lachse Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein Fluss voller Stromschnellen. Du kämpfst gegen den Strom, verlierst die Richtung – und fragst dich: Wo ist mein innerer Kompass geblieben? In diesem Online-Seminar mit Julia Onken begibst du dich auf eine symbolische Reise – wie der Lachs, der unbeirrt zu seinen Ursprüngen zurückkehrt. Du lernst, Krisen als Wendepunkte zu begreifen, innere Klarheit zu finden und deinem Leben neue Tiefe zu geben. Ein Tag, der dich berührt, stärkt und dir zeigt: Der Weg zu dir selbst ist kein Umweg – er ist deine wahre Richtung. Vortrag der onkenakademie, 04. Oktober 2025, online, ca. 223 Min. auf 1 MP3-CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (203 MB audio, 5,4 GB video).


Der unausweichliche Konflikt

Alfried Längle

Wie bestehen und bearbeiten? Leben muss man nicht nur bestellen und pflegen, sondern mitunter auch vertreten und verteidigen. Es ist umstellt von Gefahren und umgeben von Gegensätzlichkeiten, Widersprüchen, Begehrlichkeiten, von innen und außen, Zielen, Vorstellungen, Absichten. Manche Spannungen entstehen durch polare Gegensätzlichkeiten, die sich diametral gegenüberstehen und kaum oder gar nicht zusammenzubringen sind. Solche Positionen oder auch Persönlichkeitseigenschaften, Lebenshintergründe usw. sind mit je eigenen Interessen, Fähigkeiten, Ansichten usw. verbunden, die nicht mit denen der anderen übereinstimmen. Es ist natürlich, dass es da zu Konflikten kommt, sowohl im Miteinander als auch in der Abgrenzung. Sich diesen Differenzen nicht zu stellen und Seines nicht zu vertreten, bedeutet Aufgabe des Eigenen. Das kann Lebensgrundlagen bedrohen. Sich ihnen aber zu stellen, bringt vielleicht Beziehungen in Gefahr, die ebenfalls wichtig für das Leben sind...


Was im Schatten liegt

Lea-Sophie Richter

Die dunklen Seiten der menschlichen Psyche/Seele nach C.G. Jung Das Schattenkonzept gilt als eines der bedeutendsten Konzepte der Analytischen Psychologie C.G. Jungs. Es steht für die unbewussten Facetten der menschlichen Psyche und umfasst unterdrückte Gefühle, Wünsche und andere verborgene psychische Anteile, die mit gesellschaftlichen und persönlichen Idealen nicht im Einklang stehen. Oft repräsentiert der Schatten einen wichtigen Aspekt ungelebten Lebens – einen Schatz also, der dazu einlädt, gehoben zu werden. Durch eine möglichst detailreiche Untersuchung von Jungs Schattenkonzept sowie der Sichtweisen moderner Vertreter seiner Analytischen Psychologie wird versucht zu eruieren, wie Elemente des Schattens zu inneren Spannungen, zwischenmenschlichen Konflikten und breiteren gesellschaftlichen Polarisierungen beitragen...


Gegensätzlichkeit als Grundprinzip des Lebens und Garant von Lebendigkeit

Emmanuel J. Bauer

Gegensätze bergen ein destruktives Potenzial in sich. Sie können das individuelle wie gesellschaftliche Leben belasten oder zerstören, zu unversöhnlichen Brüchen, zerrissenen Seelen, unüberwindlichen Polarisierungen und todbringenden Kriegen führen. Gegensätzlichkeit ist aber ursprünglich nicht primär ein Potenzial der Bedrohung, sondern der Lebendigkeit. Sie ist eine Grundkonstitution der Wirklichkeit und des Lebens als solchen. Insbesondere ist konkretes menschliches Leben nicht denkbar ohne Polarität, es ist nicht lebendig ohne die konstruktive Spannung von gegen-sätzlichen Momenten. Ohne statische Kräfte verliert sich das Dynamisch-Aktive ins Formlose, ohne die kreative Kraft des Ursprünglichen erfriert die Aktivität in starrer Regelhaftigkeit. Personales Sein kann sich nur entfalten, wenn es von einem Ursprung in der Innerlichkeit des Menschen getragen ist und zugleich sich selbst auf das "Du" hin transzendiert...


Das liebe Böse

Nahlah Saimeh

Warum wir gut sein wollen und nicht können Forensische Psychiater gehören zu jenen Professionen, die regelmäßig nach den Hintergründen, Motiven und Kausalfaktoren menschlicher Destruktivität gefragt werden. Geschehen besonders grausame oder gesellschaftlichen Erwartungen krass zuwider laufende Straftaten, so folgt die Frage nach dem Warum sofort. Aufgabe der Forensischen Psychiatrie ist es, bei Straftätern das Verhältnis von psychischer Gesundheit oder psychischer Störung und ihrem straffälligen Verhalten zu untersuchen, die Schuldfähigkeit zu beschreiben und Aussagen zum Risikoprofil in Bezug auf weitere Straftaten zu machen. In dem Vortrag geht es aber um einen weiteren Schritt. Es geht um die grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis zwischen Mensch-Sein, Verbindung zur Welt und damit auch Verbindung zu sich und Anderen und einer Imaginationsübung, wer wir sein könnten, wenn wir ein Anderer wären...


Diagnose: Bipolar!

Astrid Freisen

Rollenkonflikte als Ressource für die psychiatrisch-psychotherapeutische Tätigkeit Bipolare Störungen stellen Betroffene, Behandelnde und Angehörige vor vielfältige Herausforderungen. Während in der Manie insbesondere die fehlende Krankheitseinsicht und das Überschreiten sozialer Grenzen zu Hilflosigkeit und Wut bei den Angehörigen führen, sind in der Depression der fehlende Antrieb und die Suizidalität für Betroffene, Behandelnde und Angehörige eine große Herausforderung. Betroffene können sich als Spielball ihrer Phasen erleben, mit Medikamenten und ihren Nebenwirkungen hadern, und in den wiederkehrenden Episoden einen Kontrollverlust erleben. Manche suchen die positiven Gefühle der (Hypo)Manie und geraten dadurch wiederholt in schwere Krankheitsphasen. Oft sind die bestehenden Bedürfnisse widersprüchlich, wodurch es zu Konflikten zwischen den Beteiligten kommt. Wie ist es nun, wenn sich alle drei Rollen in einer Person vereinen? Dr...


Polarität und Zerrissenheit

Thomas Fuchs

Zur Phänomenologie und Psychopathologie der Ambivalenz Menschliche Triebe, Motive und Strebungen sind häufig polarer oder widersprüchlicher Natur – resultierend aus der „Instinktentbundenheit“, Offenheit und Freiheit, die die psychische Organisation des Menschen charakterisiert. Die Integration gegensätzlicher Strebungen ist in konkreten Situationen die Aufgabe der Entscheidungsfindung, auf grundsätzlicher Ebene die Aufgabe einer integrierenden Entwicklung der Persönlichkeit. Die erlebte Konfliktspannung kann in kreative Lösungen münden, was häufig eine hinreichende Ambiguitätstoleranz voraussetzt. Die Integration kann aber auch misslingen, so dass quälende Entscheidungsneurosen oder Persönlichkeitsstörungen mit extremen Schwankungen zwischen gegensätzlichen Selbstanteilen entstehen. Zer-rissenheit bezeichnet die quälende Erfahrung der Selbstentzweiung, die aus solchen Konflikten resultieren kann...


"Was ich dir sagen will"

Joachim Bitsche und Laura Wolfahrt

Konfrontationen in der stationären Suchttherapie Welche Defizite Suchterkrankte im Umgang mit zwischenmenschlichen Konflikten haben, wird im stationären Setting deutlich sichtbar. Frustrane Beziehungserfahrungen führen oft zu Rückfällen und Therapieabbrüchen. Ein beziehungsfokussierter Therapieansatz ermöglicht personale Begegnungen, unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung der Patient:innen und verringert so die Rückfallgefahr. Im Beitrag wird das existenz-analytische Therapiekonzept der Therapiestation Carina (Stiftung Maria Ebene) vorgestellt. Vertieft wird auf die „Konfrontationsgruppe“ eingegangen, ein strukturiertes Gruppenangebot, das auf der Personalen Existenzanalyse (PEA) und den Grundsätzen der gewaltfreien Kommunikation beruht. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 43 Min...


Qualitative Forschung zur "Personalen Seins-Beziehung"

Silvia Längle und Angelika Längle

Die Psychotherapieforschung fordert einen starken Praxisbezug von Studienergebnissen. In diesem Trend liegen die laufenden existenzanalytischen Projekte (z. B. „Praktiker-Studie für Therapeut:innen in Ausbildung unter Supervision“, „Carina-Studie“, Klinische Einzelfall-Studien). Der Kongress-Beitrag liefert aktuelle Ergebnisse aus diesen Projekten, sowohl hinsichtlich quantitativer als auch qualitativer Methodik wie der hermeneutisch-phänomenologischen Analyse. Darüber hinaus werden Anregungen für Forschungsprojekte gegeben, die einzelne Psychotherapeut:innen als „forschende Praktiker:innen“ ohne allzu großen Aufwand selbst durchführen können. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 46 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (61 MB audio, 1 GB video).


Auf der Suche nach dem inneren Kompass

Franziska Linder

Dialogischer Umgang mit Gegensätzen in der Arbeitsintegration Personen, die nach krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren wollen, sind mit vielseitigen Herausforderungen konfrontiert. Oft entsteht eine Verunsicherung über die eigene Leistungsfähigkeit, andererseits kann eine unrealistische Wunschhaltung die Folge sein. Dazu kommen neben den gesundheitlichen Problemen häufig finanzielle und psychosoziale Schwierigkeiten sowie im Rahmen der Arbeitsintegration die Vorgaben von Kostenträgern. Anhand von Fallbeispielen wird erörtert, wie die Klient:innen in diesem Spannungsfeld zur Stellungnahme und einem Entwicklungsprozess angeregt werden können, der gleichzeitig an die Realität des Arbeitsmarktes angebunden ist. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 34 Min...


Die Ohnmacht im Belogen-Werden

Emanuel Weber

Vom Umgang mit der Lüge in Beratung und Therapie Es gibt Klient:innen oder Patient:innen, die gelegentlich oder öfter lügen, also bewusst Unwahrheiten ins Spiel bringen – sei es Drittpersonen gegenüber (Partner:innen, Eltern, Freund:innen, Behörden) oder auch gegenüber uns als Berater:in oder Therapeut: in. Vordergründig steht dann in Frage, was wirklich ist. Doch ein Streit darüber führt oft in die Enge oder ins Leere. Wie können wir also damit umgehen, wenn wir an der Wahrheit, die uns präsentiert wird, zweifeln? Was sehen wir, wenn wir über die Lüge hinaus auf die Beziehung schauen? Welche Not? Welche Absichten? Welche Konflikte? Wie sehen die Machtverhältnisse zwischen Lügenden und Belogenen aus? Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 35 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (47 MB audio, 799 MB video).


Denk- und Handlungsmuster von Führungskräften

Maximilian Basener

Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Authentizität und dem "angeeigneten Anderem" Zunehmende Komplexität und Schnelllebigkeit fordern Führungskräfte in ihrem beruflichen Alltag. So verlangt eine vernetzte, facettenreiche Berufswelt viel Selbstführungskompetenz, die aber maßgeblich durch die biographisch geprägten Denk- und Handlungsmuster beeinträchtigt wird. Aus existenzanalytischer Perspektive wird hier vor allem das Spannungsfeld zwischen dem Selbst und der authentischen Person sichtbar, in dem das Ich durch Wahrnehmen, Sich-Berühren-Lassen und Ernst-Nehmen, Stellungnahme und einem Wollen Antworten sucht. Dieser Vortrag behandelt typische Denk- und Handlungsmustern von Führungskräften und möchte ein existenzanalytisches Vorgehen für die Bearbeitung dieser Muster aufzeigen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 29 Min...


Esau und Jakob

Rupert Dinhobl

Ein intrauteriner Urkonflikt Der Konflikt zwischen Esau und Jakob ist legendär. Dieser hat schon intrauterin begonnen. In der Auseinandersetzung geht es um Macht, um Vorherrschaft. Zwei Pole stehen in Spannung zueinander. Im Vortrag wird versucht, den Prozess dieser Polarität nachzuzeichnen und signifikante Stationen darin zu beschreiben. Im nächtlichen Kampf des Jakob mit Gott muss sich Jakob seinen Ängsten, seinem Schatten stellen. Er geht als Verwandelter durch dieses „Tor des Todes“. Die darauffolgende Begegnung mit seinem Bruder Esau gelingt. Doch Jakobs Grundstruktur bleibt. Er hat trotz Metamorphose noch einen langen existentiellen Weg vor sich. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 27 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (36 MB audio, 614 MB video).


Wir sind im Kampfe Tag und Nacht

Gregoria Hötzer

Wider die heillose Ruhe Psychotherapie wie Seelsorge sind u. a. mit der Erwartung konfrontiert, „Seelenfrieden“ zu schaffen. Aber wann und wo gibt es denn diesen paradiesischen Zustand der Einigkeit mit sich, „Gott und der Welt“? Er ist bestenfalls vorübergehend. „Meine innerste Wahrheit“, sagt der 1989 in Charkiw geborene Lyriker Yevgeniy Breyger „ist der Kampf meiner besten, meiner zartesten Teile gegen meine schlimmsten, gröbsten. Und da sich die einen wie die anderen in der Gesellschaft spiegeln, soll das gelernt sein – es ist durchaus ein politischer Kampf.“ Und: ein zentrales existenzielles und spirituelles Thema. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 23 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (30 MB audio, 514 MB video).


Armutsforschung trifft Existenzanalyse!

Helmut Gaisbauer

Anfragen, Positionen, Widersprüche Ich lade Sie zu einer Auseinandersetzung über spannende Anschlussmöglichkeiten und eventuelle Widersprüche ein. Das Strukturmodell und die Begrifflichkeiten der Existenzanalyse eröffnen neue Perspektiven auf Armut. Dies möchte ich an einem Forschungsprojekt zu Kinderarmut in Rumänien (Dumbrăveni) demonstrieren. Kritische Rückfragen zum Gesamtbezug wären: Wo und wie gehen wir Existenzanalytiker:innen mit Armutsbetroffenen und mit Armut als gesellschaftlichem Thema um? Wie sollten/wollen wir umgehen? Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Spannungen - Konflikte - Polarisierungen", 02. - 04. Mai 2025 an der Paris Lodron Universität Salzburg, ca. 41 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (55 MB audio, 934 MB video).


Wie Spannungen, Konflikte und Polarisierungen psychische Leidenszustände formen

Matuszak-Luss

Wenn wir Gegensätzlichkeiten bzw. Polaritäten als Grundprinzip des Lebens betrachten, wird uns dadurch möglicherweise ein erweitertes Verstehen der großen psychischen Krankheitscluster eröffnet. Die Ausführungen zum Vortragsthema stellen u.a einen Diskussionsbeitrag zu der Frage dar, ob diese Betrachtungsweise tatsächlich Bestand hat. Viele psychische Störungsbilder wurzeln in unbewussten, teilbewussten und bewussten intrapsychischen und interpersonellen Konflikten, Spannungen und Polarisierungen, wodurch es zu einer Reduktion der interpersonellen Dialogfähigkeit der Person kommen kann und in weiterer Folge zu krankheitswertigen Zustandsbildern. Dort, wo Polarisierungen als psychodynamische Schutzmaßnahmen bei nicht integriertem Gegensätzlichen notwendig werden, verliert der Spannungsbogen der Polaritäten seine konstruktiven Wirkkräfte und führt zu einem Erstarren angesichts des Auseinanderbrechens von unversöhnlichen gegensätzlichen Polen...


Dem polarisierten Geist entgegenwirken

Kirk Schneider

Das Versprechen eines Dialogs über erfahrungsbasierte Demokratie Übersetzung aus dem unten anhängenden Original Abstract: Dieser Vortrag befasst sich mit dem wachsenden Problem des sogenannten „polarisierten Geistes“. Polarisierter Geist ist die Fixierung auf einen einzigen Standpunkt unter völliger Ausgrenzung konkurrierender Standpunkte und wirkt sich schädlich auf unsere Persönlichkeit und unsere Gesellschaft aus. Ich werde die Natur und die Auswirkungen des polarisierten Geistes auf das individuelle und gesellschaftliche Funktionieren beschreiben. Zweitens werde ich eine vielversprechende Alternative zum polarisierten Geist vorschlagen, die auf der Kultivierung von Präsenz basiert. Präsenz ist eine ursprüngliche Modalität, die das Wesentliche im Inneren eines Menschen und zwischen ihm und der Welt bewahrt und erhellt. Anschließend werde ich eine natürliche Folge von Präsenz beschreiben, die ich als „lebensfördernde Angst“ bezeichne...


Konflikte - ihre Bedeutung, ihr Stellenwert und ihr Verständnis

Renate Bukovski und Christoph Kolbe

Impulse für eine existenzanalytische Konflikttheorie Psychische Störungen haben im Allgemeinen Mangelerfahrungen, Verletzungen oder Konflikte zum Hintergrund, wodurch der personale Umgang mit aktuellen Situationen erschwert oder verunmöglicht werden kann. Insbesondere das Thema der Konflikte ist in der existenzanalytischen Theorie kaum reflektiert. Das mag mit dem Personverständnis zusammenhängen, in dessen Fokus die Eigentlichkeit sowie die Eindeutigkeit der Entscheidung steht. Mit diesem Beitrag sollen Impulse für eine existenzanalytische Konflikttheorie gegeben werden. Denn die Bearbeitung von Konflikten ist in der psychotherapeutischen Arbeit immer auch ein zentraler Fokus und deshalb nicht nur das Hoheitsgebiet psychodynamischer Theorien...


Schluss mit Schuldgefühlen

Julia Onken

Vortrag zum Buch "Mit dem Herzen der Löwin - warum Frauen ihr Selbstbewusstsein verlieren und wie sie es zurückgewinnen" von Julia Onken Vortrag beim Frauenseminar Bodensee, 14. August 2024, online, ca. 77 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (105 MB audio, 1,7 GB video).


Neid und Eifersucht

Julia Onken

Wer gibt schon gerne zu, neidisch oder eifersüchtig zu sein! Vortrag beim Frauenseminar Bodensee, 25. September 2024, online, ca. 77 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (96 MB audio, 1,6 GB video).


Werden wie meine Mutter? Niemals!

Julia Onken

Für viele Frauen ist die Beziehung zur eigenen Mutter problematisch, und sie wollen alles andere als so werden wie sie. Diese ablehnende Haltung wird meist von Schuldgefühlen begleitet, die belastend auf die Mutter-Tochter-Beziehung einwirkt. In diesem Tagesseminar wird einerseits die Frage bearbeitet, weshalb ist die Mutter-Tochter-Beziehung derart konfliktanfällig ist. Zum anderen werden Lösungsperspektiven aufgezeigt, damit Töchter nicht nur wertschätzend mit ihren Müttern umgehen können, sondern den Weg zu ihren eigenen weiblichen Wurzeln und damit zu ihrer Stärke finden können. Vortrag beim Frauenseminar Bodensee, 09. Mai 2024, online, ca. 65 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (90 MB audio, 1,5 GB video).


Transgenerationale Biographie

Dagmar Ingwersen

Es soll die Frage im Fokus stehen, welchen Sinn der Einbezug der transgenerationalen Biographie im Therapieprozess von Klient:innen macht. Vor dem Hintergrund dieser Frage werden in Form eines „Berichts aus der Werkstatt“ sowohl das theoretische Konstrukt als auch mögliche therapeutische Vorgehensweisen aus dem systemischen Behandlungsspektrum veranschaulicht. Fallvignetten verdeutlichen den Ansatz und seine Wirkweisen. Es kann beobachtet werden, wie sich Schicksalszusammenhänge aus der Herkunft musterhaft und oft „blind“ in unseren individuellen Problemen und Beziehungskonflikten spiegeln. Aus unserer hypno-systemischen Perspektive sehen wir die jeweilige Symptomatik als Leistung des Unbewussten, um im familiären Loyalitätsanspruch zurecht zu kommen. Das Wissen um diese sinnstiftenden Zusammenhänge kann zu einer erweiterten, freundlicheren Sicht auf das eigene Schicksal verhelfen und entlasten. Für die Lösung gegenwärtiger Probleme ist es jedoch nicht hinreichend...


Der Körper als sedimentierte Biografie

Markus Angermayr

Zum Verhältnis von implizitem, leiblichem Wissen und explizitem, autobiografischen Erinnern In seinem Vortrag nimmt Markus Angermayr die beständigen körperleiblichen Mikroprozesse in den Blick und streicht außerdem die Bedeutung des körperleiblichen Bezugs für die Erinnerung heraus. Im Gegenwartsmoment ist das gesamte Leben verkörpert, und zwar in einer Weise, die dem Rhythmus, der Haltung und dem Ausdruck der Situation im Augenblick entspricht. Im Moment der Präsenz, der Wahrnehmung, Akzeptanz und Zustimmung geschieht die Anverwandlung des sich in mir Ereignenden. Es ist ein Er-Innern, das innere Aufmerksamkeit benötigt. Im lebendigen gegenwärtigen Er-Innern zeigt sich zugleich – implizit – die Verbindung mit meinem Geworden-Sein. Präreflexive und bisher unbewusste "autonome" Körperphänomene bekommen Raum sich zu zeigen und erschließen uns leiblich wahrgenommene biografische Aspekte...


Zum existenzanalytischen Verständnis des sogenannten "Inneren Kindes"

Christiane Groß

Die Metapher des "Inneren Kindes" ist auf dem Markt der Selbstheilung eine sehr populär gewordene Vorstellung. Auch viele psychotherapeutische Ansätze haben die "Innere Kind-Arbeit" in therapeutischen Verfahren manifestiert. Dieser Vortrag zeichnet das existenzanalytische Verständnis der Metapher des "Inneren Kindes" nach und widmet sich folgenden Fragen: Worum handelt es sich beim "inneren Kind" aus Sicht der Existenzanalyse? Wie lässt sich das theoretisch einordnen und in der beraterischen/ therapeutischen Praxis methodisch einbinden? Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Lebensgeschichte GESTALTEN - Biografie und Freiheit im existenzanalytischen Verständnis", 04. - 05. Mai 2024 an der Freien Universität Berlin, ca. 35 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (46 MB audio, 784 MB video).


Wenn Biografie Stellungnahmen unmöglich macht

Karin Matuszak-Luss

Der Mensch als biopsychosoziales Wesen braucht aus dem existenzanalytischen Verständnis heraus einen Dialog, der von der Umwelt an ihn herangetragen wird und den er selbst initiiert. In diesem Dialog wird die Person immer vom Außen und vom Inneren ergriffen und/oder gibt Antwort auf das Äußere und/oder Innere. Das Angesprochen- sein und das Willkommen-geheißen-sein am Beginn unseres menschlichen Daseins ist entscheidend für die Ausgestaltung der Selbst- und Fremdwahrnehmung, die emotionale Grundfärbung, die Fähigkeit in Beziehung zu treten und zu bleiben, die personale Ich- und Selbstformung und für eine existenzielle Erfülltheit. Erleben Menschen im Laufe ihrer Entwicklung Begegnungen und/oder Ereignisse, die sie hilflos und ohnmächtig machen, beschämen und wenig bis keinen Handlungsspielraum erlauben, kann es zur einer Deformierung bis hin zu einer Blockade der Dialogfähigkeit kommen und damit eine Verunmöglichung der Stellungnahme bewirken...


Wenn die Person zu schwinden scheint ...

Geertje Bolle

Leben gestalten in der Demenz In einer Verzahnung von Begleitungen aus der Praxis, phänomenologischer Annäherung und theoretischem Grund beleuchtet der Vortrag die Bezugnahme auf und das Arbeiten mit Biografie im Kontext der existenziellen Begleitung von Menschen mit Demenz. Die These: Existenziell zu leben, zu wachsen und das eigene Leben zu gestalten – ist auch in und mit einer Demenzerkrankung möglich. Zeitgitterstörung contra Resonanzgeschehen? Gedächtnisverlust contra im Leibgedächtnis präsente Kontinuität von Lebensgeschichte? Musterhaftes Verhalten contra personales Gestalten? Diesen drei Aspekten geht der Vortrag nach. Dabei werden der Umgang mit Zeit, das Gedächtnis und die Freiheit der Person eine Rolle spielen – und die Frage, inwieweit wir in der Demenzerkrankung Themen begegnen, die letztlich uns alle in unserem existenziellen Sein betreffen...


Entwicklung - Reifung - Altern in Beratung und Therapie

Alfried Längle

Der persönliche Beitrag zur Lebensgestaltung In unserem Leben sind wir üblicherweise mit den täglichen Aufgaben, Problemen und Freuden beschäftigt. Sie ziehen die Aufmerksamkeit so sehr auf sich, dass wir den großen Bogen unseres Daseins wenig oder kaum im Blick haben. Wer schaut schon auf die Gestalt und den Wurf seiner Biographie, des Gewordenseins und des ausstehenden Lebens? Zu sehr sind wir mit dem Täglichen oder vielleicht Jährlichen beschäftigt. Diese Anbindung an das Unmittelbare kann zu einer Zersplitterung, Verfransung, Kompartimentierung oder Partikularisierung des Lebens führen, in der der ganzheitliche Charakter dieses einen, meinigen Lebens verblasst. Es soll hier der Versuch gemacht werden, diese weite Perspektive des Lebens in den Alltag, den Entstehungsort der Biographie, besser einzubinden und auch in Beratung und Therapie den Blick dafür zu schulen, um die aktuelle Arbeit in den Lebensbogen und mit der Reifung der Persönlichkeit zu verbinden...


GLE-Kongress 2024 - Set aller Aufnahmen

Cristina Bacher-Rieger, Eva Maria Waibel, Joachim Bitsche, Viktoriya Zabor, Alfried Längle, Christoph Kolbe, Ralf Vogel, Claudia Reitinger, Gerhard Zarbock, Judith Glück, Dagmar Ingwersen, Markus Angermayr, Christiane Groß, Karin Matuszak-Luss, Geertje Bolle

Set aller Aufnahmen des GLE-Kongresses 2024 Diese Titel sind enthalten: Cristina Bacher-Rieger : Die personale Belastung einer multikulturellen Sozialisation Eva Maria Waibel : Die existenzielle Pädagogik und ihre biografischen Auswirkungen Joachim Bitsche : Existenzanalytische Praxis-Forschung Viktoriya Zabor : "Recht haben, zu sein - Recht haben, man selbst zu sein" Alfried Längle : Podiumsdiskussion Lebensgeschichte gestalten Christoph Kolbe : Geschichte, Bedeutung und Verständnis biographischer Arbeit in der Existenzanalyse Ralf T...


Die personale Belastung einer multikulturellen Sozialisation

Cristina Bacher-Rieger

Viele Menschen sind im Rahmen der Gestaltung ihrer Lebensgeschichte mit dem Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen tiefgreifend konfrontiert. Besonders in der Zeit der Sozialisation können Schwierigkeiten bei der Integration, durch Ablehnung aufgrund des Andersseins oder durch daraus resultierende Konflikte mit den Eltern zu psychischen Belastungen führen. Wo ist in den sich unterscheidenden Welten Halt und Sicherheit, wo ist der eigene Raum gegeben? Wie integriert man die einander widersprechenden Werte? Einige Fallbeispiele sollen die strukturellen Beeinträchtigungen sowie den Weg entlang der Personalen Existenzanalyse zur eigenen emotionalen und geistigen biografischen Antwort veranschaulichen. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Lebensgeschichte GESTALTEN - Biografie und Freiheit im existenzanalytischen Verständnis", 04. - 05. Mai 2024 an der Freien Universität Berlin, ca. 31 Min...


Die existenzielle Pädagogik und ihre biografischen Auswirkungen

Eva Maria Waibel

Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Lebensgeschichte GESTALTEN - Biografie und Freiheit im existenzanalytischen Verständnis", 04. - 05. Mai 2024 an der Freien Universität Berlin, ca. 35 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (46 MB audio, 764 MB video).


Existenzanalytische Praxis-Forschung

Joachim Bitsche, Laura Wolfahrt, Clemens Fartacek

Ein Einblick in die Ergebnisse einer Suchtstation Kostenträger, Anerkennungsbehörden, Institutionen wie auch Behandlungsethik verlangen kritische, empirisch begründete Forschung jeder Therapierichtung. Daher ist auch die GLE verpflichtet, ihre Arbeit zu evaluieren. Wir haben derzeit mehrere laufende Projekte (die „Praktiker-Studie für Therapeut:innen in Ausbildung unter Supervision“, die "Carina-Sucht-Studie", Klinische Einzelfall-Studien). Dieses Jahr werden Ergebnisse aus der Suchtstudie an der Therapiestation Carina (Stiftung Maria Ebene) in Feldkirch präsentiert. Darüber hinaus sollen auch Anregungen für Forschungstätigkeit gegeben werden, die einzelne Psychotherapeut:innen in ihrer Praxis ohne allzu großen Aufwand selbst durchführen können. Vortrag im Rahmen des Internationalen Kongresses der GLE International "Lebensgeschichte GESTALTEN - Biografie und Freiheit im existenzanalytischen Verständnis", 04. - 05. Mai 2024 an der Freien Universität Berlin, ca...


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