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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Wo die Liebe fehlt

Bärbel Wardetzki

Bärbel Wardetzki: Wo die Liebe fehlt

Wie narzisstische Beziehungen scheitern und gelingen

KONGRESS-BESTSELLER

Narzisstische Liebesbeziehungen sind wie ein Feuerwerk, wenn auch leider nur für eine kurze Zeit. Verliebtheit, sich gegenseitig verführen, verschmelzen in der gemeinsamen Grandiosität - das kennzeichnet den Anfang. Die Gefühle sind heiß, die Begierde ist groß. Das Erlöschen folgt auf dem Fuß.
In narzisstischen Beziehungen dreht sich alles um den eigenen Vorteil, alles steht im Dienste des eigenen Selbst: die Auswahl des Menschen, die Art mit ihm umzugehen, die Entscheidung, welches Selbstbild vermittelt wird, sowie die Erwartung, was der andere erfüllen soll. Es geht weniger um den anderen Menschen an sich, als mehr um die Funktion, die er für das Selbsterleben hat.
Narzisstische Beziehungen sind selten dauerhaft befriedigend, erfüllend, nährend oder glücklich. Oft enden sie, bevor sie wirklich begonnen haben und hinterlassen das unangenehme Gefühl des eigenen Versagens oder der Unzulänglichkeit des Beziehungspartners. Oder sie verlieren im Lauf der Jahre ihren Glanz und das, was die Anziehung einmal ausgemacht hat: die Idealvorstellung eines untrüglichen, gemeinsamen Glücks. Das führt zu persönliches Leid, da die betroffenen Menschen unzufrieden, ängstlich oder frustriert zurückbleiben.
Otto Kernberg schrieb über die reife Liebe: "Die anfängliche Leidenschaft mag von kurzer Dauer sein, doch die Fähigkeit beider Partner, eine tiefe Beziehung einzugehen, hilft ihnen, die heiße Flamme der Leidenschaft in ein sanftes Glimmen der Partnerschaft umzuwandeln."
Das gelingt in narzisstischen Beziehungen kaum, denn dort begegnen sich in der Regel zwei Menschen mit einem verletzten Selbst. Daraus entstehen die charakteristischen Konflikte wie Entwertung und Erhöhung des anderen und der eigenen Person, die Angst vor Nähe und zugleich vor Einsamkeit, der Wunsch zu verschmelzen und die Furcht, sich darin zu verlieren, das Gerangel um Macht, das Ungleichgewicht in der Begegnung und das Streben nach einem idealen Bild von sich und seinem Gegenüber.
Das narzisstische Thema finden wir nicht nur in Zweierbeziehungen, sondern in jedweder Form des Aufeinanderbezogenseins, sei es im Beruf, zwischen Freunden, in der Familie, in der Nachbarschaft oder in der Psychotherapie. Überall, wo Menschen zusammenkommen, kann es geschehen, dass sie ihre narzisstischen Anteile ausagieren und sich dadurch in Konflikte verstricken.
In Zweierbeziehungen ist die Dynamik aufgrund der Nähe jedoch besonders stark.

Vortrag anlässlich der IGT Arbeitstagung "Liebe - die transformierende Kraft in Beziehungen und Gesellschaft" vom 27. - 31. Oktober 2013 in Lindau, ca. 49 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (55 MB audio, 290 MB video)

Vortrag aus dem Jahr 2013, aufgenommen in Lindau

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

   Download: Video    Download: Audio

Auf Anfrage auch auf CD/DVD erhältlich (je nach Verfügbarkeit)

Preis: ab 9,54 € * ab 13,65 € *

Artikel-Nr. IGT13-V4

 

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