Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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In diesem Vortrag geht Daniel Stern ergänzend und vertiefend auf die Vorlesung "Die Entwicklung des Selbst" ein:
In meinem Vortrag werde ich mich mit Narrativen und dem narrativen Selbst in der psychotherapeutischen Situation beschäftigen. Narrative sind ein beliebtes Thema, und ich werde es aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.
Ich würde gerne mit der zentralen Bedeutung des Narrativs in der Psychotherapie beginnen. Das Narrativ steht im Zentrum der verbalen Psychotherapie. Wenn man darüber nachdenkt, gehört alle Information, die ein Patient liefert, zum sog. Narrativ. Patienten erzählen dem Therapeuten Geschichten darüber, wer sie sind, wie ihre Mutter war, wie sie glauben, wie der Therapeut ist und was gestern passiert ist. So besteht der größte Teil der Information in der verbalen Psychotherapie aus Geschichten, mit anderen Worten Narrativen. Narrative sind die Grundbausteine, die Therapeut und Patient versuchen aufzudecken, zu konstruieren, rekonstruieren und zu manipulieren. Dies ist die Hauptarbeit der Therapie und dies ist eine gemeinsame Konstruktion zwischen Therapeut und Patient, also ein Zwei-Personen-Prozeß. Der zentrale Punkt, den ich vermitteln will, ist, daß es zwei verschiedene Strukturen von Narrativen gibt und daß man sich in der therapeutischen Arbeit zwischen diesen beiden Strukturen hin und her bewegt.
Vortrag in englisch im Rahmen der 47. Lindauer Psychotherapiewochen "Das Narrativ", 16. April 1997, ca. 61 Min. auf 1 DVD oder als Sofortdownload (130 MB video)
Vortrag aus dem Jahr 1997, aufgenommen in Lindau
Sprache: Englisch
Verfügbar in folgenden Formaten:
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