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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Sucht und Suizidalität

Reinhold Fartacek

Reinhold Fartacek: Sucht und Suizidalität

Substanzgebundene Abhängigkeit wird in Bezug auf Suizidalität aus mehreren Blickwinkeln betrachtet. Verlaufsuntersuchungen und psychologische Autopsiestudien etwa zeigen, dass bei Störungen im Zusammenhang mit dem Konsum psychotroper Substanzen das Suizidrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht ist. Alkoholkonsum kann für sich gesehen das Suizidrisiko erhöhen: Die Verringerung der psychischen Belastbarkeit, Erhöhung von Aggressivität und impulsivem Verhalten, Erleichterung des Übergangs von Suizidgedanken zu Suizidhandlungen sowie Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten stellen dabei die wichtigsten Faktoren dar.
Bis zu 70 Prozent aller Suizidversuche geschehen unter dem Einfluss von Alkohol. Der Alkoholeinfluss scheint die Entwicklung bzw. die Anwendung alternativer Problemlösungsstrategien zu erschweren oder gar unmöglich zu machen. Eine große Rolle spielen auch komorbide psychische Störungen wie affektive Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. Psychologische Autopsiestudien an Suizidopfern zeigen, dass bis zu 90 Prozent aller Suizidopfer mit einer Alkoholabhängigkeit gleichzeitig unter einer anderen Achse-I-Diagnose gelitten haben.

Im Beitrag werden historisch bedeutsame sowie aktuelle ätiologische Modelle dargestellt, insbesondere wird auf suizid-relevante neurobiologische Befunde eingegangen. Das von der Forschungsgruppe um J. Mann entwickelte integrative "Stress-Diathese-Modell" der Suizidalität bildet dabei den Ausgangspunkt der Überlegungen. Darüber hinaus werden der psychosoziale Blickwinkel und die neurobiologische Sichtweise einander gegenübergestellt.
Im Hinblick auf den klinischen Alltag wird ein Überblick über die wesentlichen Ausformungen von Suizidalität gegeben. Schließlich wird auf therapeutische Aspekte näher eingegangen. Generell gilt es, bei Vorliegen eines Substanzmissbrauchs oder einer Abhängigkeit eine Einschätzung der Suizidalität genauso vorzunehmen wie bei jeder anderen psychischen Erkrankung. Diesbezüglich werden konzeptuelle und kasuistische Erfahrungen im Setting einer Station für Suizidprävention berichtet.

Vortrag anlässlich der GLE-International "Sucht. Wege aus dem Verfallen-Sein" vom 01. - 03. Mai 2015 in Salzburg, ca. 42 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (42 MB audio, 233 MB video).

Vortrag aus dem Jahr 2015, aufgenommen in Salzburg

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

   Download: Video    Download: Audio    CD    DVD

Preis: ab 14,95 € *

Artikel-Nr. GLE15-V3

 

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