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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter - Teil 5

Guy Bodenmann

Guy Bodenmann: Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter - Teil 5

Teil 5: "Diagnostik, Klassifikation von psychischen Störungen im Kindes und Jugendalter und Angststörungen"

Im Fokus des fünften Teils der Vorlesungsreihe steht zu Beginn die Klassifikation verschiedener Störungen im Kindes- und Jugendalter gemäß DSM und IDC, sowie im Schwerpunkt die Einführung in Formen von Angststörungen im Kindes- und Jugendalter. Auffälliges Verhalten von Kindern und Jugendlichen können mittels des Multiaxialen Klassifikationssystems (MAS), dem diagnostischen und statistischen Manual psychischer Störungen (DSM) und der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD) klassifiziert werden. Mit einer Störungshäufigkeit von mehr als 20 % sind Störungen im Kindes- und Jugendalter weit verbreitet. Rechnet man grenzwertige Auffälligkeiten dazu, sind mehr als 30 % der Kinder in ihrem Funktionsniveau beeinträchtigt. Dabei ist ein Auftreten von verschiedenen psychischen Störungen gleichzeitig (Komorbidität) sehr häufig.
Die häufigsten diagnostizierten Störungen im Kindes- und Jugendalter sind Angststörungen. Obwohl die Angst eine natürliche, lebenswichtige Emotion ist und verschiedene Ängste in den unterschiedlichen Entwicklungsstadien eines Kindes naturgemäss vorkommen, ist eine zu intensive und zu lange andauernde oder fehlende Angst pathologisch. Die häufigsten Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen sind spezifische Phobien, gefolgt von Trennungsangst und der sozialen Phobie. Unter spezifischen Phobien werden abnorm intensive, auf bestimmte Situationen oder Objekte bezogene Ängste zusammengefasst (z. B. Angst vor Gewittern oder Angst vor Spinnen). Sie lassen sich in fünf Typen unterteilen: Tier-Typ, Umwelt-Typ, Blut-Spritzen-Verletzungs-Typ, Situativer Typ und anderer Typ. Die soziale Phobie zeichnet sich vor allem durch eine durchgängige und wiederkehrende Furcht vor fremden Personen, die Vermeidung dieser und ein Unbehagen bei Aufmerksamkeit, Furcht vor Bewertungen oder Angst aus, dass einem etwas Peinliches passieren könnte. Eine soziale Phobie kann auch aus einem starken Leistungsmotiv entstehen. Ein Kind mit Trennungsangst zeigt eine übermässige Furcht oder Angst vor Trennungen von Bezugspersonen oder dass diesen etwas Schlimmes zustossen könnte. Meist werden diese Kinder im Kleinkindalter als ruhig, gehemmt, scheu und zurückhaltend beschrieben, später zeigen sie bei harmlosen Trennungssituationen heftiges Weinen oder Schreien. Überfürsorgliches und überbehütendes Verhalten der Eltern gilt als wichtiger familiärer Risikofaktor.

Teil 5 der 13-teiligen Vortragsreihe "Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter", 16. März 2020 an der Universität Zürich, Schweiz, ca. 78 Min. auf 1 CD oder als Sofortdownload (110 MB audio).

Vorlesung aus dem Jahr 2020, aufgenommen in Zürich

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

   Download: Audio    CD

Preis: ab 17,48 € *

Artikel-Nr. PSK20-05

 

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