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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Neurobiologische Grundlagen von Psychotherapien und ihrer zeitlichen Dynamik

Gerhard Roth

Gerhard Roth: Neurobiologische Grundlagen von Psychotherapien und ihrer zeitlichen Dynamik

Neurobiologische Grundlagen von Psychotherapien und ihrer zeitlichen Dynamik

Neurobiologische Grundlagen von Psychotherapien und ihrer zeitlichen Dynamik Gängige Psychotherapien wie Psychoanalytische Psychotherapie (AP)und verwandte psychodynamische Therapien (PDTs) oder kognitive Verhaltenstherapie (KT) bieten hinsichtlich ihrer möglichen Wirkungsweisen bei affektiven Störungen Erklärungsmodelle an, die aus neurowissenschaftlicher Sicht bestenfalls nicht belegt sind. Dies gilt vor allem für den Ansatz einer "kognitiven Umstrukturierung", sofern man unter "kognitiv" nicht unzulässigerweise "emotional-affektiv" versteht. Aber auch für die AP bzw. die PDTs gibt es bisher kaum Ansätze zu einer neurowissenschaftlichen Fundierung, obgleich hier einige Grundaussagen durchaus zutreffend erscheinen (z.B. Bindungsorientierung).
Die Wirkung von Psychotherapien ist auf der zellulären Ebene limbischer Zentren und ihrer Verknüpfungsstrukturen zu suchen, und zwar im Bereich des Stressverarbeitungs-, Selbstberuhigungs-, Impulshemmungs- und Bindungssystems. Die bei vielen Therapien auftretende anfänglich schnelle Befindlichkeitsbesserung lässt sich gut über die Aktivierung des Bindungssystems (Oxytocin, endogene Opioide) und dessen oberflächlich regulierenden Einfluss auf die anderen Systeme erklären. Ein weiterer positiver Verlauf der Therapie verlangt jedoch tiefgreifende Umstrukturierungen, die mit einer Veränderungsresistenz auf zellulär-molekularer Ebene zu kämpfen haben. Dies gilt insbesondere für die Interaktionen zwischen Stirnhirn, Amygdala und mesolimbischen System und ihren jeweiligen Einfluss auf die Basalganglien (BG) als eigentlichem Steuerzentrum für Psyche und Verhalten im Gehirn. Diese lassen sich nur durch lang anhaltende Einwirkungen in einem förderlichen emotional-motivationalen Rahmen und abhängig von der individuellen Disposition des Patienten ändern.
Dies spricht aus neurobiologischer Sicht für ein Zwei- bis Mehr-Phasen-Modell von Psychotherapien (kurze und langandauernde Therapiephase) bei affektiven Störungen.

Da der Referent in seinem Vortrag viele informative Schaubilder zeigte, empfehlen wir Ihnen, die DVD zu bestellen!

Vortrag anlässlich der Jahrestagung der DGPT "unZEITGEMÄSSES" vom 27. - 29. September 2013 in Berlin, ca. 58 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (61 MB audio, 334 MB video)

Vortrag aus dem Jahr 2013, aufgenommen in Berlin

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

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Preis: ab 13,55 € *

Artikel-Nr. DGPT13-V9

 

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