Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

DVD, CD, USB-Sticks, Downloads

Mit Suggestion und Autosuggestion ungesunden Versuchungen widerstehen

Vera Ludwig

Vera Ludwig: Mit Suggestion und Autosuggestion ungesunden Versuchungen widerstehen

Eine funktionelle Magnetresonanztomographie-Studie

In früheren funktionellen Bildgebungsstudien wurde bereits gezeigt, dass sich Hypnose auf Prozesse der Wahrnehmung, der Motorik und des Gedächtnis auswirken kann. Bisher hat jedoch noch keine Studie unter Verwendung funktioneller Bildgebung untersucht, ob Hypnose auch die Belohnungsverarbeitung und Entscheidungsfindung beeinflussen kann. In der vorliegenden Studie haben wir untersucht, ob posthypnotische Suggestionen die Attraktivität ungesunder Lebensmittel verringern kann und ob dies wirksamer ist, als die Attraktivität durch eigene Anstrengung mittels Autosuggestion zu vermindern. Hierzu wurden 16 Teilnehmer hypnotisiert und 16 weitere instruiert, einen farbigen Hinweisreiz (einen "Anker"; blau oder grün) mit Ekel in Bezug auf bestimmte Snacks (süß oder salzig) zu verknüpfen. Danach gaben die Teilnehmer während einer Messung mittels funktioneller Magnetresonanz-Tomographie (fMRT) Gebote auf Snacks ab, die auf einem blauen oder grünen Hintergrund gezeigt wurden. Sowohl Hypnose als auch Autosuggestion führten zu einer Abwertung (d.h. Reduzierung der Attraktivität) der Snacks. Dies zeigte sich in den Entscheidungen der Probanden, im Selbstbericht und in einem verminderten blood-oxygen-level-dependent (BOLD) Signal im ventromedialen präfrontalen Cortex (vmPFC); einer Region, von der man annimmt, dass sie den subjektiven Wert von Objekten repräsentiert. Unterschiedliche vmPFC Subregionen reagierten auf den Anker und die Snacksorte. Der Anker hatte stärkere Auswirkungen auf den vmPFC nach der Hypnose als nach der Autosuggestion, was darauf hinweisen könnte, dass Hypnose wirksamer ist als Autosuggestion. Ähnlich wie in früheren Studien war der Precuneus während der Anker-Präsentation an den hypnotischen Effekten beteiligt, indem dieser kodierte, ob ein Snack süß oder salzig war. Unsere Ergebnisse zeigen, dass posthypnotische Suggestionen Bewertungsprozesse und die Entscheidungsfindung beeinflussen können.

Vortrag anlässlich der MEG - Jahrestagung in Bad Kissingen vom 19. bis 22. März 2015, ca. 23 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (22 MB audio, 88 MB video).

Vortrag aus dem Jahr 2015, aufgenommen in Bad Kissingen

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

   Download: Video    Download: Audio    CD    DVD

Preis: ab 14,95 € *

Artikel-Nr. MEG15-V11

 

   Bitte zuerst Format wählen        

 

 

Alle Artikel von Vera Ludwig