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Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Gewaltprävention und Medien

Christian Pfeiffer

Christian Pfeiffer: Gewaltprävention und Medien

Gewaltprävention, Medienkonsum und die Bildungskrise der Jungen

Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Kriminologe und Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, stellt in diesem Vortrag zentrale Ergebnisse seiner langjährigen Forschung vor. Es geht um den Zusammenhang zwischen Medienkonsum, sozialer Herkunft und schulischem Erfolg, mit besonderem Blick auf die wachsende Bildungsbenachteiligung von Jungen. Anhand umfangreicher Daten aus bundesweiten Befragungen und einer mehrjährigen Panelstudie zeigt er, wie Geräteausstattung, familiäre Bildungsnähe und Migrationshintergrund zusammenspielen, warnt aber zugleich vor vorschnellen Kausalschlüssen.

Themenschwerpunkte:

  • Radikale Frühprävention: Ein Präventionsprojekt nach amerikanischem Vorbild (David Olds), bei dem junge, sozial belastete Schwangere ab dem vierten Monat bis zum zweiten Geburtstag ihres Kindes wöchentlich von einer Familienbegleiterin unterstützt werden. Die Langzeitforschung zeigt deutlich weniger Armut, Kriminalität und Drogenabhängigkeit bei den so betreuten Kindern.
  • Die wachsende Kluft zwischen Jungen und Mädchen: Wie sich Gewaltbelastung, Schulabbruch, Auf- und Abstiegsquoten sowie Abiturquoten seit 1990 auseinanderentwickelt haben, bis hin zur Studienfächerwahl in Medizin und Psychologie.
  • Erklärungsansätze auf dem Prüfstand: Warum die oft vermutete Feminisierung des Lehrerberufs die Unterschiede nicht erklärt, aber das Geschlecht der Grundschul-Klassenlehrkraft offenbar eine Rolle spielt, besonders bei Jungen mit Migrationshintergrund.
  • Medienkonsum als Bildungsfaktor: Der Zusammenhang zwischen Geräteausstattung im Kinderzimmer, täglicher Bildschirmzeit und Schulerfolg, aufgeschlüsselt nach Bildungsnähe der Eltern, Migrationshintergrund und Region (etwa Dortmund im Vergleich zu München).
  • Methodische Sorgfalt: Anhand der bekannten Storchen-Geburten-Analogie macht Pfeiffer deutlich, wie leicht Scheinkorrelationen entstehen, und zeigt, wie sich Faktoren wie innerfamiliäre Gewalt, ein eigenes Kinderzimmer oder musikalische Förderung sauber auseinanderhalten lassen.

So fügt Pfeiffer kriminologische, entwicklungspsychologische und bildungssoziologische Perspektiven zu einem Gesamtbild zusammen. Im Kern zeigt er, dass strukturelle Ungleichheit oft der eigentliche Treiber hinter scheinbar medienbedingten Effekten ist, ohne dabei den eigenständigen Einfluss exzessiven Medienkonsums kleinzureden.

Diese Beschreibung wurde mithilfe von KI auf Basis eines Transkripts der Aufnahme erstellt.

Kongress: Frühprävention - Gessellschaftliche Anforderungen und psychosoziale Praxis, Frankfurt a.M., 26. - 28. Oktober 2007, Vortrag, 86 Min. auf 2 CDs oder 1 DVD oder als Sofortdownload (95 MB audio, 865 MB video)

Vortrag aus dem Jahr 2007, aufgenommen in Frankfurt am Main

Sprache: Deutsch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

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Auf Anfrage auch auf CD/DVD erhältlich (je nach Verfügbarkeit)

Preis: ab 16,39 € *

Artikel-Nr. SFI07-Fr01

 

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