Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Die Erziehung von Kindern ist ein schwieriges und herausforderndes Thema. Zuerst einmal: Es gibt gute Neuigkeiten. Die meisten Eltern sind in ihrer Elternrolle zufrieden und erleben Elternsein als lohnend und erfüllend, und - die Mehrheit der Familien ziehen gesunde und sozial kompetente Kinder groß. Dennoch zeigen ungefähr 20% der Kinder im Alter von 2 - 16 Jahren behandlungsbedürftige psychische Störungen, das sind rund 2 Millionen in BRD. Aus Elternsicht sind 35% der Kinder auffällig und Körperstrafen („Klapse“, „Ohrfeige“) sind noch weit verbreitet: im Altern von 0 - 4 Jahren: 70%; im Altern von 4 - 7 Jahren: 55%. Ca. 15% der Kindergartenkinder sind aggressiv und dieses Verhalten zeigt sich als stabil. Einige Risikofaktoren sind bekannt, so spielt das kindliche Temperament eine wesentliche Rolle, aber auch soziale Faktoren wie Armut oder Arbeitslosigkeit. Bei den elterlichen Faktoren kann Mangel an liebevoller Zuwendung und Bindung, inkonsistentes Erziehungsverhalten, harte Bestrafungen (z.B. körperliche Gewalt) genannt werden. Auch familiäre Faktoren wie eine Depression der Mutter oder auch Konflikte zwischen den Eltern beeinflussen deutlich das Verhalten des Kindes und auch die Erziehungskompetenz der Eltern.
Oft sind nicht nur Eltern, sondern auch Erzieherinnen und auch Lehrer überfordert und hilflos welchen Weg sie einschlagen sollen. Denn nach der autoritären Erziehungspräferenz folgte in einer Gegenbewegung die antiautoritäre Erziehung. Viele Eltern sind heutzutage irritiert und verunsichert hinsichtlich dessen, was gut für ihr Kind sein soll. Auf dem Markt gibt es ein reichhaltiges Angebot an Erziehungsratgebern, Elternschulen und Elterntrainings. Diese können sowohl unspezifisch als auch spezifisch ausgerichtet sein. So existieren z.B. mittlerweile Elterntrainings für alleinerziehende Mütter als auch für Eltern deren Kinder unter AD(H)S leiden. Trotz der angebotenen Vielzahl ist dennoch das Angebot von evidenzbasierten Programmen leider sehr begrenzt. Jedoch rücken genau diese mehr und mehr ins Zentrum der Forschung und der Versorgung da in Deutschland eine gravierende Unterversorgung hinsichtlich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu verzeichnen ist. Durch solche strukturierten Elterntrainings ist es möglich die Prävalenz- und Inzidenzrate insbesondere im Vor- und Grundschulalter zu senken, um präventiv zu handeln. Der Beitrag von Frau Dr. Angelika Schlarb hat zum Ziel die Hintergründe verschiedener etablierter Elterntrainings zu erleuchten als auch die konkrete Vorgehensweise und die Wirksamkeit darzustellen. Es werden unter anderem „Starke Eltern – starke Kinder“, „Triple P“, „STEP“, „Der Erziehungsführerschein“ und „Tipe“ hinsichtlich Hintergrund, Ziele, Methodik, Setting und Wirksamkeit miteinander verglichen. Schwerpunkt soll dann das Tipe darstellen, das an der Universität Tübingen in der Abteilung für Klinische und Entwicklungspsychologie entwickelt und evaluiert wurde.
(Kongress: 6. Kindertagung: "Hypnotherapeutische und systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen", Heidelberg, 29. Oktober- 01. November 2009, Vortrag, deutsch, 168 Minuten auf 3 CDs) oder als Sofortdownload (175 MB audio)
Vortrag aus dem Jahr 2009, aufgenommen in Heidelberg
Sprache: Deutsch
Verfügbar in folgenden Formaten:
Download: Audio, Artikel-Nr. KITA09-D026Z
* Preise inkl. gesetzlicher MwSt. zzgl. Versandkosten (ausgenommen Downloads/Live-Seminare)
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CD, Artikel-Nr. KITA09-D026C
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