Mitschnitt des online Livestream-Seminar mit Wolfhard H. König vom 20. und 21. Januar 2023
"Die fünf Grundmodelle der Psychoanalyse: Triebpsychologie, Ich-Psychologie, Selbstpsychologie, Objektbeziehungspsychologie und relationale Psychoanalyse."
Zum Inhalt
Die fünf Grundmodelle oder Grundlagen der Psychoanalyse entsprechen den vier klassischen Grundbegriffen Trieb, Ich, Selbst, Objekt und (in neuerer Sicht) Interaktion.
Daraus resultieren die Trieb-Psychologie, die Ich-Psychologie, die Objektbeziehungstheorie, die Selbst-Psychologie sowie gegenwärtig die interaktionelle (oder relationale) Psychoanalyse.
Jedes dieser Modelle fügt den vorhergehenden Modellen (in obiger Reihenfolge) jeweils ein erweitertes Menschenbild, eine erweiterte Sichtweise auf das Funktionieren der Psyche und daraus resultierend eine weitergehende Behandlungstechnik hinzu. Diese fünf behandlungstechnischen Strategien repräsentieren die moderne Psychoanalyse.
- Triebpsychologie
(ab 1895) Es geht um die beiden Grundtriebe Sexualität und Aggression. Vor allem wird die Umsetzung der zentralen Lebens- und Lustenergie Libido untersucht, deren hinreichende Befriedigung als Grundvoraussetzung für ein entspanntes psychisches Leben gilt ("Wege und Umwege der Libido"). In den "drei Abhandlungen zur Sexualtherapie (1905)" beschreibt Freud die Grundgesetzte des Funktionierens der Sexualität.
- Ich-Psychologie (ab 1923)
Wieweit sind die Ich-Funktionen eines Pat. ausgereift? Wie gut funktioniert die Regulationsfunktion der Triebenergien und der Emotionen? Wie weit haben sich Adaptionsmöglichkeiten entwickelt? Welche Abwehrmechanismen hat das Ich entwickelt? Wie weit kann das Ich seine Aufgabe zur Synthese mit Es und Über-Ich erfüllen (Strukturhypothese)
- Objektbeziehungstheorie (von Melanie Klein zu Otto Kernberg - ab 1950)
Übergang zur Zwei-Personen-Psychologie: die Beziehungen und die verinnerlichten Beziehungserfahrungen (innere Objekte) rücken in den Blickpunkt der Behandlung. Frühe Beziehungserfahrungen (Frühstörungen) und die Entwicklung von der paranoid-schizoiden zur depressiven Position werden wichtig. Wie entstehen aus Partialobjekten ganze Objektbeziehungen?
- Selbst-Psychologie (H. Kohut ab 1971)
das Ich als Organ des Funktionierens und das Selbst als Organ des Erlebens und Anteilnehmens, der Empathie. Die Entwicklungsstufen des Selbst und die Selbststörungen (vor allem Narzissmus). Stabiles Selbstbild und Selbstwertentwicklung. Die Wirkung der Selbstobjekte und die Selbst-Objekt-Matrix.
- Relationale Psychoanalyse - die intersubjektive Wende (ab 1990)
Stolorow und Atwood in den USA, Altmeyer in D Die Interaktion und Wechselwirkung von Patient und Therapeut steht im Mittelpunkt. Das Selbst wird nicht mehr als feste innere Struktur angesehen, sondern entsteht aus der dynamischen Wechselwirkung zweier Individuum, aus der Begegnung. Aus dem "intersubjektiven Feld" konkretisiert sich das gemeinsame Beziehungserleben und Verhalten in der Therapie im Hier und Jetzt.
Mitschnitt Livestream-Seminar vom 20. und 21. Januar 2023, online, ca. 551 Min. auf 3 DVDs oder als Sofortdownload (12 GB video) oder als USB-Stick (video).
Livestream-Seminar aus dem Jahr 2023, aufgenommen in digital
Sprache: Deutsch
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USB-Stick: Video, Artikel-Nr. 4241USBV
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