Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Die Unerträglichkeit der erinnerten, der wieder befürchteten oder in Fantasien erlebten Scham treibt Rachsucht an und macht Verzeihen unmöglich. Um Verzeihen zu ermöglichen, “gibt die Betrachtung der Schamphantasien notwendige Details darüber, warum die Scham als so unerträglich erlebt wird” (Lansky). Wird das Durcharbeiten dieser Scham in der Analyse zugunsten von Wut oder Ressentiments und der mit ihnen einhergehenden Schuldgefühle übersehen oder übergangen, wird der Prozess des Verzeihens kurzgeschlossen. Der Teufelskreis von Scham, Ressentiment und Rache soll in der Behandlung durch einen Prozess unterbrochen werden, der allmählich zu Versöhnlichkeit führt. Dieser Prozess bedarf eines sehr detaillierten Durcharbeitens gerade der Dynamik der verborgenen Scham. Ungenaue Deutungen, die Wut, Kontrolle und Schuld auf Kosten der Dynamik der Scham überbetonen, sind zumeist unwirksam.
(Kongress: 55. Lindauer Psychotherapiewochen, 1. Woche: lernen / 2. Woche: träumen, 10. - 22. April 2005, Seminar, ca. 450 Min. auf 6 CDs oder als Sofortdownload (498 MB audio))
Seminar/Workshop aus dem Jahr 2005, aufgenommen in Lindau
Sprache: Deutsch
Verfügbar in folgenden Formaten:
Alle Artikel von Léon Wurmser