Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Ein Brückenschlag zur modernen Neurobiologie
Mit der Begründung, der Begriff bezeichne ein stofflich (bzw. molekular) nicht fassbares und daher letztlich lediglich phantasiertes Phänomen, lehnen verschiedene Strömungen der modernen Biologie es ab, den Begriff der „Seele“ zu verwenden.
Nachdem maßgebliche Vertreter der sogenannten Soziobiologie Organismen als von ihren (egoistischen) Genen gebaute „Maschinen“ definiert haben (deren unbewusster Auftrag es sei, die in ihnen befindlichen Gene maximal zu verbreiten), macht - da Maschinen zweifellos keine „Seele“ haben - der Begriff einer „Seele“ in der Tat keinen Sinn.
Umso mehr überrascht es, dass der große Biologe und Aufklärer Charles Darwin, dessen 200. Geburtstag (9. Februar 2009) diesen Jahres gedacht wird, keinen Zweifel an der Existenz einer „Seele“ hatte. Doch nicht nur dies: Darwins Autobiografie, insbesondere aber seinem lesenswerten Werk „On the Expression of Emotions in Man and Animals“ entnehmen wir, dass er – verschiedene moderne neurobiologische und psychosomatische Ansätze gleichsam vorwegnehmend - dem Phänomen „Seele“, auch dynamische, körperliche Prozesse beeinfl ussende Wirkungen zusprach.
Die Referenten werden anschaulich machen, zu welchen Erkenntnissen Darwin bei seinem Blick auf Gehirn und Seele kam und wie sich seine Erkenntnisse im Lichte der modernen Hirn- und Seelenforschung darstellen.
(Kongress: 59. Lindauer Psychotherapiewochen "Dem Fremden begegnen" / "Der Gewalt begegnen", 13. - 24. April 2009, ca. 225 Minuten auf 5 CDs oder 2 DVDs oder als Sofortdownload (278 MB audio, 1,5 GB video))
Vortrag aus dem Jahr 2009, aufgenommen in Lindau
Sprache: Deutsch
Verfügbar in folgenden Formaten:
Download: Video Download: Audio CD DVD
Alle Artikel von Gerhard Roth und Joachim Bauer