Auditorium Netzwerk | Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens

Herausgeber: Dipl. Päd. Bernd Ulrich

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Carpe diem: eine transformative Wende ... (engl.)

Maureen O'Hara

Maureen O'Hara: Carpe diem: eine transformative Wende ... (engl.)

Carpe diem: eine transformative Wende für die personzentrierte Praxis?

1969 umriss Carl Rogers in einer Rede vor Absolventen der Sonoma State University die radikalen Veränderungen, die während seines Lebens stattgefunden hatten und schloss daraus, dass eine dramatische kulturelle Wende bevorstehe, die nicht nur die äußere Welt, sondern auch die innere Welt der menschlichen Psyche verändern würde.
Obwohl Viele auf den damaligen kulturellen Umbruch mit Angst reagierten - Angst vor sozialen Umwälzungen, vor Verlust von gesellschaftlichen Konventionen und sozialer Kontrolle - stellte Rogers die kreative und emanzipatorische Möglichkeit, die damit verbunden ist, in den Mittelpunkt.
Obwohl sich damals wie heute konservative Kräfte, auch unter den PsychologInnen, dafür stark gemacht haben, diesen emanzipatorischen Bewegungen zu widerstehen, hörte Rogers eine Generation, die nach Wegen suchte, auf die Herausforderungen ihrer Zeit zu antworten, ohne dabei nur alte Lösungen anzuwenden, sondern neue Strategien zu entwickeln, die diese neue Art des Seins widerspiegeln sollten. Für Viele stellte die PZT eine wirksame neue Technologie dar, um bessere Ergebnisse in der Ausbildung, Beratung und Psychotherapie zu erreichen, was eine Herausforderung gegenüber der damals vorherrschenden psychoanalytischen und verhaltenstherapeutischen Praxis darstelle. Doch für Rogers und seine KollegInnen ging es insgesamt um etwas viel Radikaleres. Diese neuen Seins- und Denkweisen brachen mit den philosophischen Gegebenheiten des Modernismus und brachten eine radikale Wende hin zum Postmodernismus - eine Wende weg von den objektivistischen und transaktionalen Konzepten des Modernismus hinsichtlich des Verhaltens einzelner "Dinge" hin zu einer relationalen und kontextualen Sichtweise, die Realität als holistischen, sich entwickelnden Prozess versteht. Viele Beobachter*innen sind der Ansicht, dass menschliche Gesellschaften und Planetensysteme, die Basis für unser Überleben und Wohlbefinden, derzeit einen kritischen Punkt erreichen, der möglicher Weise bald irreversibel sein wird. Doch ein anderes, hoffnungsvolleres Szenario ist möglich und umsetzbar. Oft entsteht gerade innerhalb eines scheinbar chaotischen Kontextes ausreichend Diversität und ungebundene Energie für kreative Veränderungen. Uneingeschränkte Freiheit eröffnet oft Räume für Innovation und menschlichen Erfindungsgeist. Jene Kräfte, einst gebunden an die Unterstützung großer starrer Strukturen, werden frei, um diese wahre Veränderung zu fördern.
Mit der Präsentation aktueller Beispiele wird dieser Vortrag zeigen, wie die PZ Gemeinschaft Teil dieser transformativen Dynamik werden könnte, u.zw. in humanisierenden Initiativen auf der ganzen Welt, welche die grundlegenden personzentrierten Prinzipien, die vor über 60 Jahren entstanden sind, verkörpern.

Vortrag in englisch im Rahmen des PCE Weltkongresses "Hoffnung möglich machen - persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen", vom 08. - 12. Juli 2018 in Wien, ca. 52 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (57 MB audio, 455 MB video)

Vortrag aus dem Jahr 2018, aufgenommen in Wien

Sprache: Englisch

 

Verfügbar in folgenden Formaten:

   Download: Video    Download: Audio    CD    DVD

Preis: ab 17,22 € *

Artikel-Nr. PCE18-V3

 

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