Fachvorträge, Einführungen und Fortbildungen aus zahlreichen Wissenschafts- und Lebensbereichen, Bibliothek und Kultur-Archiv wertvollen Menschheitswissens
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Friedrich Schillers Diktum "Es ist der Geist, der sich den Körper baut" (Wallenstein) ist aus moderner neurowissenschaftlicher Sicht weniger abwegig, als es auf den ersten Blick scheint. Seriös definiert, meint Geist eine bestimmte Haltung ("Spirit"), einen mentalen Zustand ("Mind"), schließlich aber auch sprachliche Produkte, Ideen und Informationen ("Contents").
Akteur eines so definierten Geistes ist das Selbst, ein spezifisch humanes Phänomen, dem die modernen Neurowissenschaften durch die Entdeckung der Selbst-Netzwerke erst seit Kurzem auf die Spur gekommen sind (siehe Joachim Bauer: "Wie wir werden, wer wir sind", Blessing-Verlag 2019). Der Mensch wird ohne ein Selbst geboren. Seinen »Geist« eingehaucht bekommt das Selbst durch die Resonanzen, die wir zeitlebens durch signifikante Andere erhalten. Für den Säugling und das Kleinkind fungiert die Hauptbezugsperson als eine Art "Extended Mind". Aber auch danach interferieren von signifikanten Anderen kommende Botschaften mit dem Selbst des Adressaten. Das Selbst fungiert als Schnittstelle zwischen sozialer Außenwelt und der Innenwelt des Körpers.
Vortrag im Rahmen des Symposium Kortizes "Wo sitzt der Geist?" vom 13. -15. November 2020 online, ca. 39 Min. auf 1 CD oder 1 DVD oder als Sofortdownload (37 MB audio, 136 MB video).
Vortrag aus dem Jahr 2020, aufgenommen in digital
Sprache: Deutsch
Verfügbar in folgenden Formaten:
Download: Video Download: Audio CD DVD
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