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König, Oliver: Macht in Gruppen new

König, Oliver: Macht in Gruppen
Art.Nr.: (CT12-K2)

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CD  ArtikelNr: CT12-K2C 
DVD  ArtikelNr: CT12-K2D 

Artikelbeschreibung:

Von der Autoritätsauseinandersetzung zur Selbstorganisation

Als Oliver König Anfang der 1980er Jahre in die Gruppendynamik kam, erlebte er die Nachklänge der Autoritätsauseinandersetzungen, die die 1960er und 70er Jahre geprägt hatten. Es dominierte ein konkurrenter und stark männlich geprägter Habitus die Kommunikation, sowohl mit den TeilnehmerInnen wie im kollegialen Kontext selber. Theoretische Auseinandersetzungen mit sozialwissenschaftlichen Konzepten von Macht, Autorität etc. und ihre Übertragung auf gruppendynamische Theorie und Praxis gab es nur wenige, obgleich Machtphänomene als zentral für die Gruppendynamik angesehen wurden. Stattdessen wurden Machtauseinandersetzungen innerhalb der Profession stark moralisch aufgeladen ausgetragen. Als Sozialwissenschaftler reizt ihn sowohl die theoretische Auseinandersetzung wie auch der Versuch, ein anderes Verständnis der Rolle des/der TrainerIn zu formulieren. Dabei orientiert er sich am relationalen und herrschaftskritischen Denken des französischen Soziologen Pierre Bourdieu und den Machtanalysen von Norbert Elias und Michel Foucault. Entgegen der im psychosozialen Feld verbreiteten Praxis Machtfragen entweder gar nicht oder nur stark moralisch zu thematisieren, zielt Oliver König darauf ab, Macht als ein soziales Totalphänomen zu beschreiben, das in allen sozialen Beziehungen stets gegenwärtig ist. Dabei geht es ihm darum, die soziale Logik von Machtprozessen und damit auch ihre Funktionalität herauszuarbeiten, um zu einem auch positiven Verständnis von Macht zu kommen. Auf diesem Hintergrund erst wird ein nicht moralisierender und zugleich kritischer Zugang zu Macht möglich. In der Analyse führt er die Unterscheidung zwischen Hierarchisierung (z.B. Autorität, Führung) und Normierung ein als zwei mögliche "Lösungen" für das Problem der Macht. Letzteres erscheint ihm die wichtigere Ebene, vor allem in Zeiten, in denen allenthalben von Selbststeuerung, Selbstmanagement etc. geredet wird, womit hierarchische Machtphänomene diffuser werden und sich in der Folge davon immer stärker in die einzelne Person zurückverlagern.

Dr. Oliver König (Köln), Jg. 1951, Promotion (Frankfurt) und Habilitation (Kassel) in Soziologie. Trainer für Gruppendynamik (DAGG), Supervisor (DGSv), Heilpraktiker (Psychotherapie), Ausbildung in systemischer Therapie in Heidelberg (IGST). Seit 1983 freiberufliche Arbeit in Erwachsenenbildung, Training, Supervision, Beratung, Psychotherapie und der Lehre. Diverse Buch- und Aufsatzpublikationen.

Vortrag anlässlich der Changetagung vom 19. - 20. Januar 2012 an der Hochschule für soziale Arbeit, Basel, ca. 44 Min. auf 1 CD oder 1 DVD

Diesen Artikel haben wir am Montag, 23. Januar 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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