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Süßmuth, Rita: Familie - Beruf - Gesundheit: eine klassische Thematik mit neuen Anforderungen & Perspektiven

Süßmuth, Rita: Familie - Beruf - Gesundheit: eine klassische Thematik mit neuen Anforderungen & Perspektiven
Art.Nr.: (FI09-V1C/FI09-V1D)

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CD  ArtikelNr: FI09-V1C 
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Artikelbeschreibung:

Wir befinden uns mitten in einem Prozess, in dem wir umlernen und weiterlernen. Das Private wird mit dem Beruflichen verbunden, gesundheitliche Belange werden nicht länger isoliert unter Aspekten, wie zum Beispiel Arbeitsschutz und Sicherheit, sondern ganzheitlicher und integriert in den Blick genommen. Physische und psychosoziale Gesundheit bilden eine Einheit. Das umfassende Gesundheitsverständnis der WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird in seinem Stellenwert zunehmend anerkannt.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist seit Jahrzehnten ein ungelöstes Dauerproblem. Es war eine militante Debatte von Kinderärzten und Psychoanalytikern für die Belange der Kinder und gegen die Frauen.
Im Mittelpunkt standen die zeitliche Beanspruchung erwerbstätiger Mütter versus (gegen) Zuwendungszeit für Familie, insbesondere Kinder. Es ging um familienbedingte Berufsunterbrechung und Wiedereinstieg in den Beruf, um Einkommens- und beruflichen Laufbahnverzicht, um finanzielle und sozialversicherungsrechtliche Ausgleichungsleistungen, um pro und contra familienergänzender Betreuung und Bildungsförderung im frühen Kindesalter. Teilzeitbeschäftigung war die für Mütter "adäquate" Frauenbeteiligung am Erwerbsleben mit allen negativen Konsequenzen für ihre Berufsbiographie. Die Bedeutung der Väter spielte lange Zeit keine Rolle. Die "neuen" Väter wurden erst Ende der 80er Jahre relevant. Und aus der Option, Zeit für Familie, wurde erst nach 2005 eine Quasiverpflichtung im Gesetz zu Elternzeit und Elterngeld, wenigstens drei Monate! Die Frauenfrage – Persönlichkeitsentwicklung, Berufsperspektiven, Familien – und Mütterverständnis – galt als Privatangelegenheit.
Eine Wende der hochideologischen, kontroversen Debatte um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde zum einen von den Frauen und ihrer Lebensplanung, ihren Kompetenzen und beruflichen Erwartungen, zum anderen von harten demographischen Veränderungen, dem Geburtenrückgang und der volkswirtschaftlich notwendigen Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt ermöglicht und erzwungen.
Die sogenannte Privatangelegenheit wurde zum öffentlichen Erfordernis. Neue angloamerikanische Schlagworte bestimmen die Debatten in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft: Gender mainstreaming, diversity management, work-life-balance, mental health in privatwirtschaftlichen und öffentlichen Unternehmen. Familienzeit, familienfreundliche Arbeitszeiten und frühkindliche Bildungsförderung und Betreuung waren keine Software oder gar Luxusthemen mehr, sondern gesellschaftliche Fragen von hoher Dringlichkeit. Gesundheit rückte zunehmend stärker in das Themenfeld Familie und Beruf. Es geht um weit mehr als Mütterkuren (vgl. Müttergenesungswerk v. Elly Heuss-Knapp) für überlastete Mütter aus kinderreichen oder durch Krankheit belasteten Familien. Gesundheit – gerade erst in der Prävention erkannt – reduziert sich auch nicht auf Ernährung und Bewegung.

Es geht in Familie und am Arbeitsmarkt um ein umfassendes Gesundheitsverständnis im Sinne der WHO, um die Einheit von körperlicher und psychosozialer Gesundheit. Dazu zählen Arbeitszeiten wie Arbeitszufriedenheit, Gestaltungsspielräume, Wertschätzung, Mitverantwortung und Mitentscheidung im Betrieb, sowie Berücksichtigung familiärer und persönlicher Belange durch das Unternehmen, sowohl der verantwortlichen Manager wie der Beschäftigten.

Die Epoche der weitgehenden, oft strikten Trennung der Lebens- und Arbeitsbereiche gehört der Vergangenheit an. Wir lernen wieder – und das gilt gerade auch für Gesundheitsfragen – ganzheitlicher und vernetzter zu denken und zu handeln.

(Kongress: "Familie-Beruf-Gesundheit" - Fürstenberg-Gesundheitskongress, Hamburg, 17. Juni 2009, Vortrag, 34 Min., 1 CD oder 1 DVD)

 

Diesen Artikel haben wir am Montag, 22. Juni 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

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