Artikelbeschreibung:
Wie mentale Prozesse unser Gehirn verändern.
Vortrag gehalten auf der 1. Hypnosystemischen Tagung in Zürich, März 2010.
Über Jahrhunderte galten Gedanken und Vorstellungen als wissenschaftlich nicht erforschbar. Noch 1992 warnte der Psychologe und Behaviorist B.F. Skinner davor, über »die Welt in unserem Kopf« zu spekulieren: Was sich in der Black-Box Gehirn abspiele, sei nicht messbar.
Diese Sichtweise hat sich mit den kognitiven Neurowissenschaften und den Möglichkeiten moderner bildgebender Verfahren geändert. Mittlerweile kann man messen, was in unserem Oberstübchen vorgeht, wenn mentale Vorgänge ins Spiel kommen. Dabei zeigen immer mehr Befunde, dass eben diese mentalen Vorstellungen die Anatomie und Funktionsweise unseres Gehirns verändern: Es ist, mit anderen Worten, formbar wie Knetmasse.
In seinem überaus anschaulichen und unterhaltsamen Vortrag stellt Lutz Jäncke die faszinierenden Prozesse unserer »Welt im Kopf« dar. Z.B.: - wie emotionale Reaktionen durch Wiederholen gelernt werden - wie Musik das Gehirn anatomisch verändert - Mit der Kraft der Gedanken spielen - die Selbstbeeinflussung des Gehirns - u.a.
Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke ist Ordinarius für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Schwerpunkte seiner Forschung sind die funktionelle Plastizität des menschlichen Gehirns sowie die neuronalen Grundlagen der Musikverarbeitung. 2007 erhielt er den »Credit Swiss Teaching Award for Best Teaching« an der Universität Zürich.
(Kongress: "1. Hypnosystemische Tagung in Zürich", Zürich, 26. - 28. März 2010, Vortrag, 82 Minuten auf 1 DVD)
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