Artikelbeschreibung:
Vortrag auf dem Kongress »Wirtschaften mit Geist und Seele«, 2008.
Mehr, mehr, mehr: Die Wirtschaft braucht Wachstum heißt es. Mit Konsumsteigerung sollen wir sie am Laufen halten. Zugleich setzt die vorherrschende Ökonomie des Westens aber auf das Prinzip des Mangels. Verknappung ist das Werkzeug, stetig wachsender Verbrauch der Motor.
Die Folgen dieser »Mangelwirtschaft« sind: Ressourcenausbeutung, Klimawandel, Gier, Skrupellosigkeit... Das evolutionäre Prinzip der Vielfalt bleibt außer Acht.
Welche Alternativen gibt es? Wie wären deren politische Rahmenbedingungen? Und wonach sehnt sich der aufgeklärte Konsument und Mensch wirklich? Antworten findet Gottwald u.a. in den Forschungsergebnissen zur »Pluralen Ökonomie«. In seinem mit wunderbaren Metaphern illustrierten Vortrag plädiert er für das Prinzip des Gebens und Helfens: Statt Gaben zu horten, gilt es, sie aktiv zu nutzen und weiterzugeben. Die Ökonomie der Gabe ist das Prinzip, welches das größte Maß an Transformation, Wandel und Reifung erlaubt.
Prof. Gottwald ist Vorstand der renommierten Schweisfurth-Stiftung. Diese engagiert sich seit 1985 für nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft.
Gottwald studierte Katholische Theologie, Philosophie, Sozialwissenschaften und Indologie. Er arbeitet als selbstständiger Unternehmensberater. Zudem ist er Honorarprofessor für Agrar-, Umwelt- und Ernährungsethik an der Humboldt-Universität, Berlin sowie Lehrbeauftragter für Politische Ökologie in München.
(Kongress: "Wirtschaften mit Geist und Seele", 2008, Vortrag, ca. 51 Minuten auf 1 CD)
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