Artikelbeschreibung:
Den inneren Boykott kennen wir alle: Das kleine Teufelchen in uns, das uns stets weismachen will, dass wir es nicht schaffen werden, was auch immer wir vorhaben. Traumatisierte Menschen, schon gar früh traumatisierte, haben diesen inneren Feind in noch deutlich abgespaltenerer Form: Als täterloyaler bzw. täteridentifizierter (täterimitierender) Anteil. Hier geht es dann nicht nur um Boykott, sondern um ausgeprägten Selbst-Hass, um das Festhalten an zerstörerischen Bindungen und vielleicht sogar um eigene Täterschaft.
Wie können wir diesen „Feind im Innern“ verstehen, wie mit ihm Kontakt aufnehmen, wie ihn (oder sie) zur Kooperation mit den gutwilligen Anteilen der Persönlichkeit begleiten?
Michaela Huber, Dipl.-Psych., approbierte Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin (auch EMDR-Supervisorin) und Ausbilderin in Traumabehandlung. Von 1978 bis 1983 war sie Redakteurin bei der Zeitschrift Psychologie heute. Seit 1989 ist sie in Kassel als Psychotherapeutin niedergelassen. 1998 hat sie das Zentrum für Psychotraumatologie Kassel e.V. mit begründet. Seit ihrer Gründung 1995 ist sie 1. Vorsitzende der deutschen Sektion der
International Society for the Study of Dissociation (ISSD)
(Symposium der Milton-Erickson-Gesellschaft : "Viele sind wir - Viele sein las schöpferische Kraft", Heidelberg, 18. - 20. März 2011, Vortrag,
ca. 50 Min. auf 1 CD oder 1 DVD)