Artikelbeschreibung:
Psychogener Tod und Selbstheilung/Einführung in die Bewußtseinsmedizin.
(Vortrag am 07. November 2010 in Genf, 73 min. auf 1 DVD)
Unerklärliche Todesursachen haben Rechtsmediziner und Pathologen seit jeher beschäftigt. Der psychogene Tod ist als Phänomen seit über einem Jahrhundert in der medizinischen Literatur dokumentiert: Information kann töten. Es bedarf jedoch einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen plötzlicher Todesfälle unter psychischen Belastungen (Schmid 2009).
Kein psychologischer Einfluss auf den Körper kann größer sein als jener, der den Tod herbeiführt. Ausgelöst durch psychische Beeinflussung, verstärkt durch die Vorstellungskraft und vollzogen durch die eigene Physiologie: Der so genannte psychogene Tod stellt das dramatischste Beispiel für die Macht der inneren Bilderwelt und der Sprache über das menschliche Leben dar. Das Spektrum der umschriebenen Todesphänomene reicht vom Voodoo-, Tabu- und Heimweh-Tod bis hin zu plötzlichen unerwarteten oder aussergewöhnlichen Todesfällen (SUDS/AGT).
Das alles lässt sich jedoch ebenfalls auf die Wirkung der Vorstellungskraft für Heilungsprozesse anwenden. Wenn wir in der Lage sind uns zu töten (Zenmeister tun das seit jahrtausenden wenn sie alt werden kraft ihrer Mediativen Fähigkeiten halten sie ihr Herz an) dann sind wir auch in der Lage uns Gesundzumachen zu heilen. Spontanheilungen (lange belächelt nicht für voll genommen und als Aberglaube abgewertet) stehen auf einmal in einem ganzen anderen Licht
Erst durch die kritische Bewertung der Fakten und Anekdoten über psychogene Todesfälle, unterlegt mit neuen Daten zu den wissenschaftlichen Grundlagen, können zahlreiche dokumentierte Beispiele weitgehend unerforschter Aspekte des Tabuthemas Tod behandelt sowie die Charakteristika psychogener Todesarten spezifiziert werden.
Die Wechselwirkung soziopsychologischer und psychobiologischer Faktoren beim Tod durch Vorstellungskraft ist belegt, obwohl über den genauen physiologischen Wirkmechanismus noch spekuliert wird. Psychodynamisch gesprochen bringen die tragischen Konstellationen einer Art Todestrieb (S. Freud) oder einer Art Todesarchetypus (C.G. Jung) einen normalen, aber entsprechend eingestellten Menschen in einen hypnotisch veränderten, außergewöhnlichen Bewusstseinszustand (M.E. Erickson), der schließlich in den Tod mündet.
Diese negative, gespannte Erwartungshaltung treibt den verzweifelten Menschen in eine Käfigsituation, die charakterisiert ist durch Gefühle von Hilf- und Hoffnungslosigkeit und emotionaler Isolation ohne erkennbaren Ausweg, was ihn zusätzlich resignieren lässt.
