Artikelbeschreibung:
Organisationsprinzipien in sozialen Gruppen und Institutionen.
Vortrag auf der Tagung »Gehirn und Organisation - Betrachtungsweisen im Dialog« des Forums Humanum, 21. / 22. Juni 2007, Wiesloch.
In diesem Vortrag geht Sozialpsychologe Prof. Welzer Fragen nach der Singularität des menschlichen Gehirns nach. Dabei bezieht er sich auf Untersuchungen aus Neurowissenschaft und (Entwicklungs-)Psychologie. Welzer geht auf den sogenannten Wagenhebereffekt ein sowie auf verschiedene Gedächtnissysteme, »falsche Erinnerungen« u.a.m.
Ist das Gehirn tatsächlich etwas Individuelles? Wie kommt es zu Gedächtnis und Erinnerungen? Und wie kommunizieren wir hoch komplexe Vorgänge?
Das menschliche Gehirn ist konstitutiv darauf ausgerichtet, mit anderen Gehirnen zu kooperieren - und zwar ohne Unterlass. Als »kulturelles Organ« organisiert es seine Struktur ganz nach der Umwelt, in die es hineinwächst. Für Welzer gibt es demnach kein individuelles Gehirn, sondern nur Gehirne in Netzwerken mit anderen.
Harald Welzer ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Witten-Herdecke. Zu seinen Schwerpunkten zählen Erinnerungs- und Gewaltforschung. Als Autor stieß er mit erfolgreichen Büchern fruchtbare Diskussionen an: »Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis« , »Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden«, »Das autobiographische Gedächtnis. Hirnorganische Grundlagen und biosoziale Entwicklung« u.a.
(Kongress: Gehirn und Organisation - Betrachtungsweisen im Dialog, Forum Humanum, Wiesloch, 21./22. Juni 2007, Vortrag, 49 Min., 1 CD)
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