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Gradenwitz, Matthias: ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie - pädagogische Lösungen

Gradenwitz, Matthias: ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie - pädagogische Lösungen
Art.Nr.: (2247M)

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MP3-CD  ArtikelNr: 2247M 

Artikelbeschreibung:

ADHS:
Das so genannte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung in Verbindung mit Hyperaktivität (ADHS) oder Hypoaktivität ist zu einem sehr umstrittenen Feld geworden. Je nachdem wie weit der diagnostische Kreis des Behandlungsbedarfes gezogen wird, sind in Deutschland zwischen 4 und 10% der Kinder betroffen, Tendenz steigend. Die Not mit den bekannten Symptomen umzugehen ist auf Seiten der Eltern wie der Lehrer gleichermaßen groß.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir Kindern, die mit AD(H)S zu uns kamen, ohne die Gabe von Medikamenten helfen können. Das liegt daran, dass wir verstehen, wie ihr Denksystem funktioniert und wir in der Lage sind, ihnen Zugang zu der in der Gegenwart dominierenden Denkart zu geben. Das bedeutet, sie müssen erst lernen, die Elemente Zeit und Raum in demselben Kontext zu verstehen, wie es ihre Umwelt tut. Sonst bleiben sie ständig einem Wirrwarr ausgeliefert, bei dem am Schluß immer nur die Schuldfrage steht, ohne dass sich das Kind dazu in Bezug bringen kann.

Wir können mit unseren Trainings- und Therapiemethoden die Kinder Schritt für Schritt dahin führen, die Steuerung ihrer Wahrnehmung selbst zu übernehmen. Der Ausdruck Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom trifft aber nur einen Teil der Wesenszüge dieser Menschen.

Legasthenie:
Unser Ziel ist es, Kindern und Erwachsenen bei der Überwindung ihrer Lern-, Lese-, Rechen-, Schreib-, Konzentrations- und Sprachschwierigkeiten zu helfen und sie in die Lage zu versetzen, diesen Prozess selbstständig zu gestalten. Wir vermitteln ein neues Verständnis dafür, dass diese Menschen auf eine andere Art denken und wahrnehmen. Dadurch können Verwirrungen aufgehoben werden, die durch Sprachsymbole und andere Zeichen ausgelöst wurden.

Unser Ansatz basiert auf der Tatsache, dass viele Menschen mit den beschriebenen Schwierigkeiten oft die angeborene Fähigkeit haben, den Mittelpunkt ihrer Wahrnehmung zu verlagern. Im Idealfall können sie damit ihre Kreativität erhöhen, sportliche oder allgemein körperliche Leistungen verbessern, ihr Denken beschleunigen. Es kann aber auch zu ungewollten Wahrnehmungsverzerrungen und erkennbarer Verwirrung kommen, die sich auf das Sehen und Hören, den Gleichgewichtssinn und das motorische Geschick, die Zeitwahrnehmung und die Sprache auswirken.
Mit Hilfe des Landauer Modells können diese Menschen lernen ihre Wahrnehmung zu kontrollieren, damit das Lernen nicht länger durch Desorientierung gestört wird.
Den Betroffenen und ihren Angehörigen wird ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit ein autonomes und eigenständiges Umgehen mit den behindernden Aspekten ihrer Begabungen zu erreichen. Dadurch wird ihnen ein selbstbestimmtes und angstfreies Lernen und Arbeiten ermöglicht.

Dyskalkulie:
Mit dem Landauer Modell hat die Imago-Praxis ein Programm entwickelt, bei dem Kinder und Jugendliche Schritt für Schritt durch kreative und gedankliche Prozesse mit den zehn Bausteinen der Logik vertraut gemacht werden. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung der Rechenfähigkeit. Es ist bekannt, dass es bei Kindern mit Lernschwierigkeiten einen Punkt gibt, an dem "der Knopf aufgeht".

Mit Hilfe des Landauer Modells ist es möglich, diesen Vorgang gezielt in Gang zu bringen. Er dauert in der Regel drei bis fünf Therapietage. Danach kann das Kind noch nicht alles rechnen, jedoch Schritt für Schritt Rechnen lernen. Rechnen üben macht auf einmal Sinn und dadurch auch Freude.

Matthias Gradenwitz ist gebürtiger Niederländer und lebt seit über 30 Jahren in der Bundesrepublik. Als Heilpädagoge, Mathematik- und Förderklassenlehrer hatte er beruflich viel mit Lernschwierigkeiten zu tun. Nach seiner Ausbildung zum Lerntherapeuten für Legasthenie, Dyskalkulie und AD(H)S widmet er sich seit 1998 in seiner Praxis der Einzeltherapie von Betroffenen.
In Zusammenarbeit mit der Universität Landau entwickelte er das Landauer Modell, nach dem Menschen zu selbständigen Lerntherapeuten ausgebildet werden.
Innerhalb seiner eigenen Forschungsarbeit zum Thema "Motivation menschlichen Handelns" beschäftigt ihn vor allem eine Frage: "Wie entsteht Sehnsucht zum Tun?"

Diesen Artikel haben wir am Montag, 21. November 2011 in unseren Katalog aufgenommen.

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